Startup & Scaling Fuck Bürokratie: Von der Leyen will mit „EU Inc.“ Startups in 48h launchen

Fuck Bürokratie: Von der Leyen will mit „EU Inc.“ Startups in 48h launchen

Von der Leyen startet mit EU Inc. einen radikalen Vorstoß gegen den europäischen Regulierungsdschungel. Die neue Unternehmensform soll Startups in 48 Stunden gründbar machen und den fragmentierten EU-Markt vereinheitlichen.

Der europäische Binnenmarkt existiert seit Jahrzehnten auf dem Papier – in der Realität zerfällt er in 27 Regulierungswelten mit eigenen Regeln, Formularen und Hürden. Jetzt greift die EU-Kommission zu einem radikalen Instrument: Mit „EU Inc.“ soll eine vollständig digitale, einheitliche Unternehmensform entstehen, die parallel zu nationalen Rechtsformen existiert. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verkündete die Initiative beim Weltwirtschaftsforum in Davos als Befreiungsschlag für europäische Startups und Wachstumsunternehmen.

Die 48-Stunden-Revolution

Das Kernversprechen der neuen EU Inc. ist bemerkenswert: Unternehmensgründungen sollen künftig innerhalb von 48 Stunden vollständig digital möglich sein – in jedem EU-Mitgliedsstaat.

Dies würde einen dramatischen Wandel bedeuten, denn aktuell dauern grenzüberschreitende Unternehmensgründungen oft Monate und erfordern persönliche Termine bei Notaren sowie komplexe Papierprozesse. Die Initiative wird von über 22.000 Unterzeichnern unterstützt, darunter führende Gründer und Investoren aus ganz Europa.

Einheitliches Kapitalregime statt Länderchaos

Die neue Unternehmensform geht weit über schnellere Gründungsprozesse hinaus. „In allen Mitgliedsstaaten soll dasselbe Kapitalregime gelten“, erklärte von der Leyen in Davos. Das bedeutet: standardisierte Investmentdokumente und ein EU-weites Rahmenwerk für Mitarbeiteroptionen.

Für Startups, die bisher bei jeder Expansion in ein neues EU-Land mit anderen Regelungen konfrontiert waren, könnte dies einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bedeuten. Wie „it-boltwise.de“ berichtet, soll EU Inc. nicht die nationalen Gesellschaftsformen ersetzen, sondern als optionales „28. Regime“ parallel existieren.

Kampf gegen die Fragmentierung

Der europäische Binnenmarkt umfasst auf dem Papier 450 Millionen Menschen, zerfällt aber in der Praxis in 27 separate Märkte mit eigenen Regeln.

Diese Fragmentierung bremst insbesondere technologiegetriebene Unternehmen aus. Tom Henriksson, General Partner beim VC OpenOcean, wird von „tech.eu“ mit den Worten zitiert: „Die Möglichkeit, mit einem Federstrich die Verwaltungszeit von Monaten pro Land auf nur 48 Stunden in allen Mitgliedstaaten zu reduzieren, wird Gründer jubeln lassen.“

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