AnlagePunk 50-Millionen-Wette: Cathie Wood kauft Robinhood und Coinbase im Crash

50-Millionen-Wette: Cathie Wood kauft Robinhood und Coinbase im Crash

Während Krypto-Aktien abstürzen, investiert Cathie Wood massiv in Robinhood und Coinbase. Ihre Ark-ETFs kauften im Februar für über 50 Millionen Dollar – ein Risiko-Play oder kalkuliertes Contrarian-Bet?

Cathie Wood kauft, während andere verkaufen. Im Februar investierte die Tech-Investorin mit ihren Ark-ETFs über 50 Millionen Dollar in Robinhood – obwohl die Aktie um 3,4 Prozent fiel. Der größte Einzelkauf: 23,8 Millionen Dollar am 11. Februar, der höchste Transaktionswert des Jahres für Ark.

Parallel dazu baute Wood ihre Coinbase-Position aus, während der Krypto-Markt unter Druck stand. Die Strategie ist klar: antizyklisch investieren, wenn Panik herrscht. Doch funktioniert das wirklich, oder verbrennt Wood gerade Anlegerkapital?

Robinhood wird zur Top-10-Position

Robinhood kletterte durch die Käufe auf Platz neun im Ark Innovation ETF (ARKK) mit einem Portfolioanteil von drei Prozent. Insgesamt flossen laut De im Februar rund 50,7 Millionen Dollar in die Trading-App – verteilt über mehrere Tranchen.

Februar kaufte Ark für 21,7 Millionen Dollar, am 3. Februar für 5,2 Millionen Dollar. Auch die Schwester-ETFs ARKW und ARKF stockten auf. Parallel dazu reduzierte Wood ihre Coinbase-Bestände um über 20 Millionen Dollar – ein taktischer Schichtungsprozess, kein blinder Optimismus.

Coinbase bleibt trotz Verkäufen Top-Holding

Trotz der Teilverkäufe bleibt Coinbase eine Kernposition: 4,3 Prozent Gewichtung im ARKK, Platz sieben mit einem Wert von 277,9 Millionen Dollar. März kaufte Ark zusätzlich 22.452 Coinbase-Aktien für 4,09 Millionen Dollar – verteilt auf ARKK, ARKW und ARKF.

Der Schlusskurs lag bei 182,36 Dollar, nachdem die Aktie um 1,55 Prozent gefallen war. Wood setzt offenbar auf eine Erholung des Krypto-Sektors, während institutionelle Investoren vorsichtig bleiben. Die Frage: Ist das mutig oder naiv?

Breite Umschichtung im Portfolio

Neben Robinhood und Coinbase kaufte Ark im Februar Aktien von Alibaba, Tesla, Roblox, Shopify, Amazon und DraftKings. Gleichzeitig verkaufte Wood Anteile von Roku, Pinterest, Baidu, Salesforce, Pagerduty und Taiwan Semiconductor Manufacturing.

Februar kamen 252.169 Kratos-Aktien für 23,23 Millionen Dollar hinzu, außerdem 198.980 CoreWeave-Aktien für 19,43 Millionen Dollar. Verkauft wurden 38.773 Teradyne-Aktien für 12,9 Millionen Dollar. Die Strategie: raus aus etablierten Tech-Werten, rein in spekulative Wachstumswerte.

Krypto-Aktien unter Dauerdruck

Krypto-Aktien stehen Anfang 2026 unter massivem Druck. Robinhood verlor im Februar über 3,4 Prozent, Coinbase 1,55 Prozent. Der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle, während Value-Titel mit stabilen Cashflows ihr Comeback feiern.

Telekommunikation, Industrie, Energie und Pharma verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger. Investoren hinterfragen die finanzielle Nachhaltigkeit von KI-Investments und ziehen sich aus spekulativen Wachstumswerten zurück. Wood schwimmt gegen den Strom – ein klassisches Contrarian-Play, das entweder brillant oder katastrophal enden kann.

Business Punk Check

Cathie Woods Strategie ist ein Hochrisiko-Spiel. Während der Markt Value-Titel bevorzugt, setzt sie auf Krypto-Aktien im freien Fall. Robinhood und Coinbase mögen langfristig profitieren, wenn der Krypto-Markt sich erholt – aber das ist ein großes Wenn. Die Realität: Krypto-Regulierung verschärft sich, institutionelle Investoren bleiben vorsichtig, und die Retail-Trading-Euphorie von 2021 ist vorbei.

Woods Track Record ist durchwachsen: Ihr ARKK-Fonds verlor seit dem Höchststand 2021 über 70 Prozent. Wer jetzt einsteigt, muss extreme Volatilität aushalten können. Die unbequeme Wahrheit: Woods Käufe sind kein Qualitätssiegel, sondern ein spekulatives Bet auf eine Trendwende. Für Anleger mit langem Atem und hoher Risikotoleranz interessant – für alle anderen ein Warnsignal. Die Frage bleibt: Kauft Wood den Dip oder fängt sie ein fallendes Messer?

Häufig gestellte Fragen

Warum kauft Cathie Wood Robinhood trotz fallender Kurse?

Wood verfolgt eine antizyklische Strategie: Sie kauft, wenn andere verkaufen, und setzt auf eine langfristige Erholung des Krypto-Marktes. Historisch können solche Contrarian-Plays hohe Renditen bringen – aber nur, wenn die Trendwende tatsächlich eintritt. Das Risiko: Falls Krypto-Aktien weiter fallen, verbrennt sie Anlegerkapital.

Ist Robinhood eine gute langfristige Investition?

Robinhood profitiert von Krypto-Trading-Gebühren und einer jungen, digital-affinen Nutzerbasis. Langfristig hängt der Erfolg davon ab, ob das Unternehmen neue Einnahmequellen erschließt und regulatorische Hürden meistert. Aktuell ist die Aktie hochspekulativ – nur für Anleger mit hoher Risikotoleranz geeignet.

Wie riskant sind Cathie Woods Ark-ETFs wirklich?

Extrem riskant. Der ARKK-Fonds verlor seit 2021 über 70 Prozent. Woods Strategie setzt auf disruptive Technologien mit hohem Wachstumspotenzial – aber auch extremer Volatilität. Wer investiert, muss mehrjährige Durststrecken aushalten können. Für konservative Portfolios ungeeignet.

Sollte man jetzt in Krypto-Aktien einsteigen?

Nur mit Spielgeld. Krypto-Aktien wie Robinhood und Coinbase sind hochvolatil und reagieren extrem auf Marktstimmungen. Wer auf eine Erholung setzt, sollte maximal fünf Prozent des Portfolios riskieren. Besser: Breit diversifizieren und nicht auf einzelne Hype-Wetten setzen.

Was unterscheidet Woods Strategie von klassischem Value-Investing?

Alles. Value-Investoren kaufen unterbewertete Unternehmen mit stabilen Cashflows. Wood kauft spekulative Wachstumswerte ohne Gewinne, aber mit hohem Zukunftspotenzial. Das kann funktionieren – siehe Tesla – aber auch spektakulär scheitern. Ihre Strategie ist das Gegenteil von defensivem Vermögensaufbau.

Quellen: Handelsblatt, De, Finanznachrichten, Binance, Investing, Cathiesark, Cryptonomist, Investing, Handelsblatt, Finanzen

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