Brand & Brilliance Eigentum neu gedacht: Wie MYNE den Traum von der Ferienimmobilie demokratisiert

Eigentum neu gedacht: Wie MYNE den Traum von der Ferienimmobilie demokratisiert

Chalet in den Alpen, Finca auf Mallorca oder Landhaus in der Toskana – was lange nach unerreichbarem Luxus klang, wird durch Co-Ownership plötzlich realistisch.

Das Berliner Unternehmen MYNE Homes hat ein Modell entwickelt, das Ferienimmobilien nicht nur erschwinglicher, sondern auch sinnvoller macht: weniger Leerstand, geteilte Kosten, professionelle Verwaltung. Im Gespräch erklärt Co-Founder Nikolaus Thomale, warum klassisches Alleineigentum an Ferienimmobilien ein Auslaufmodell ist – und wie MYNE Eigentum, Nutzung und Nachhaltigkeit neu zusammenbringt.

  1. Herr Thomale, aus Ihrer eigenen Erfahrung heraus: Was war der entscheidende Moment, in dem Ihnen klar wurde, dass der klassische Besitz von Ferienimmobilien grundsätzlich ineffizient ist?

Der entscheidende Moment war eine einfache Rechnung. Eine Ferienimmobilie wird im Schnitt nur wenige Wochen im Jahr genutzt – steht aber 40 bis 45 Wochen leer. Gleichzeitig bindet sie 100 Prozent des Kapitals, verursacht 100 Prozent der Fixkosten und bringt 100 Prozent der Verantwortung. Co-Ownership ist die smarte Antwort auf diese strukturelle Ineffizienz. Es bringt Nutzung und Kapital endlich in ein vernünftiges Verhältnis.

  1. Wie genau ist das MYNE-Miteigentum rechtlich und wirtschaftlich strukturiert – und worin unterscheidet es sich von klassischen Bruchteilsgemeinschaften oder Timesharing-Modellen?

Der zentrale Unterschied ist simpel: Beim Timesharing erwirbt man ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht – aber kein Eigentum. Bei MYNE kaufen unsere Co-Owner echtes Immobilieneigentum – abgesichert über das Grundbuch und das deutsche Handelsregister.

Unsere Miteigentümer haben die Entscheidungsrechte, die Nutzungsrechte, mögliche Vermietungseinnahmen und können ihren Anteil jederzeit einzeln veräußern oder gemeinsam mit den anderen Eigentümern die gesamte Immobilie verkaufen.

Auch von klassischen Bruchteilsgemeinschaften unterscheiden wir uns klar. Dort fehlt häufig eine professionelle Struktur. Bei MYNE sind die rechtliche Ausgestaltung, Nutzungsverteilung, Verwaltung und Exit-Prozesse standardisiert und institutionell organisiert.

MYNE Ferienwohnung am Comer See
MYNE Ferienwohnung am Comer See
  1. Nach welchen Kriterien wählen Sie die Miteigentümer aus, damit komplementäre Nutzungswünsche tatsächlich konfliktfrei funktionieren?

Bereits bei der Zusammenstellung der Eigentümerstruktur wird auf komplementäre Nutzungsprofile geachtet. Pro Immobilie sind beispielsweise maximal vier schulpflichtige Parteien vorgesehen, davon höchstens zwei aus derselben Schulferienregion. Dadurch werden Nachfragespitzen strukturell entzerrt.

Ein 1/8-Anteil berechtigt zu einer garantierten Mindestnutzung von 44 Übernachtungen pro Jahr, inklusive mindestens drei Wochen in den Schulferienzeiten für schulpflichtige Parteien. Besondere Feiertage wie Weihnachten oder Ostern unterliegen einem Rotationsprinzip, um faire Verteilung auch hier sicherzustellen.

  1. Viele Menschen fürchten beim Teilen von Eigentum Kontrollverlust. Wie stellt MYNE sicher, dass sich Eigentümer trotzdem wie „echte Besitzer“ fühlen?

Weil sie es sind. Bei MYNE erwerben unsere Co-Owner echtes Immobilieneigentum – mit Grundbucheintrag und allen damit verbundenen Rechten. Sie sind wirtschaftlich beteiligt, haben die Entscheidungsrechte innerhalb der Eigentümergemeinschaft, können die Immobilie nutzen und Einnahmen durch Vermietung erzielen. Ihren Anteil können sie jederzeit verkaufen oder gemeinsam mit den anderen Eigentümern die Immobilie als Ganzes veräußern. Das ist kein Nutzungsrecht, sondern Eigentum..

  1. Welche Rolle spielt die professionelle Verwaltung durch MYNE für die langfristige Wirtschaftlichkeit der Immobilien?

Eine sehr zentrale Rolle. MYNE und die Miteigentümer verfolgen dasselbe wirtschaftliche Ziel – eine nachhaltige, positive Wertentwicklung der Immobilie. Wir partizipieren an Wertsteigerungen im Transaktionsfall, etwa wenn ein Anteil über den organisierten Zweitmarkt mit Gewinn veräußert wird und die erfolgsabhängige Komponente unserer Vermittlungsprovision greift. Unser Geschäftsmodell profitiert also direkt davon, wenn die Immobilie im Wert steigt.

Indirekt ist uns die Wertentwicklung ebenso wichtig, weil zufriedene Miteigentümer langfristig bleiben. Unser Modell basiert auf Vertrauen, Qualität und nachhaltiger Zufriedenheit – nicht auf kurzfristigen Abschlüssen.

  1. Wie rechnet sich Co-Ownership im Vergleich zum Alleineigentum – insbesondere in Bezug auf laufende Kosten, Leerstand und Vermietungserträge?

Der zentrale Unterschied liegt in der Kapital- und Nutzungs­effizienz. Beim klassischen Alleineigentum trägt eine Person 100 Prozent der Anschaffungskosten, 100 Prozent der laufenden Fixkosten und 100 Prozent der Verantwortung – nutzt die Immobilie aber im Schnitt nur wenige Wochen im Jahr. Der Großteil der Zeit bleibt die Immobilie leer. Bei Co-Ownership wird das Eigentum geteilt – und damit auch die Kapitalbindung und die laufenden Kosten. Das reduziert den individuellen Investitionsaufwand erheblich, ohne die Qualität der Immobilie zu kompromittieren.

Die Vorteile im Überblick:

1. Deutlich geringere Kapitalbindung

2. Geteilte laufende Kosten

3. Reduzierter Leerstand durch Struktur

4. Professionelles Vermietungsmanagement (optional)

5. Wertorientiertes Modell statt reiner Kostenbetrachtung

6. Ankommen und entspannen

Ein weiterer konkreter Vorteil von Co-Ownership liegt im Service – gerade bei Immobilien im Ausland. Wer dort allein besitzt, kennt die Realität: Sprachbarrieren, die Suche nach verlässlichen Handwerkern, Abstimmungen mit Hausverwaltungen, Organisation von Reinigung, Schlüsselübergaben oder Reparaturen – oft aus der Distanz. Im Zweifel beginnt der Urlaub mit offenen To-dos statt mit Erholung.

Bei MYNE ist die gesamte Immobilie professionell gemanagt. Instandhaltung, Qualitätskontrolle, Koordination von Dienstleistern und ein Concierge-Service vor Ort sind strukturiert organisiert. Unsere Eigentümer kommen an – und alles funktioniert Das Ergebnis ist eine deutlich höhere Kapital- und Nutzungseffizienz: Weniger gebundenes Kapital, geteilte Fixkosten, geringerer struktureller Leerstand und – bei Bedarf – professionelle Ertragsoptimierung.

  1. Inwiefern kann Co-Ownership ein Gegenspieler zu Geisterdörfern, überhitzten Ferienmärkten und ineffizienter Ressourcennutzung sein?

Indem es strukturellen Leerstand systematisch reduziert. Das Problem klassischer Zweitwohnsitze ist nicht die Immobilie selbst, sondern ihre Nutzung: Eine Person besitzt 100 Prozent, nutzt aber nur wenige Wochen im Jahr. Der Rest des Jahres bleibt die Immobilie ungenutzt – gebundenes Kapital ohne reale Wertschöpfung. Genau dieses Modell erzeugt Leerstand, verzerrte Preisentwicklungen und ineffiziente Flächennutzung. Co-Ownership löst dieses Ungleichgewicht durch geteiltes Eigentum mit klarer Nutzungslogik.

MYNE Villa an der Cote d'Azur
MYNE Villa an der Cote d’Azur
  1. Welche Anforderungen stellen Sie an Lage, Qualität und Ausstattung einer Immobilie, damit sie sowohl emotional als auch wirtschaftlich überzeugt?

Wir investieren ausschließlich in Immobilien, die sowohl emotional begeistern als auch langfristig werthaltig sind. Lage, Qualität und Struktur müssen gleichermaßen überzeugen. Die Auswahl und Bewertung erfolgen nach marktüblichen, professionellen Standards: externe Gutachten, Vergleichstransaktionen sowie eine umfassende technische und rechtliche Due Diligence durch unabhängige Fachleute – darunter Gutachter, Architekten und Rechtsanwälte. Wir entscheiden auf Basis belastbarer Analysen, nicht auf Basis von Bauchgefühl. Unser Geschäftsmodell basiert auf langfristiger Zufriedenheit der Miteigentümer und dem Verbleib auf unserer Plattform. Das tun sie nur, wenn die Nutzung funktioniert, die Servicequalität stimmt und das Preis-Leistungs-Verhältnis nachhaltig überzeugt.

  1. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für das Co-Ownership-Modell – rechtlich, kulturell oder marktseitig?

Die eigentliche Herausforderung liegt im traditionellen Eigentumsverständnis. In Europa wird Eigentum häufig mit Alleinbesitz gleichgesetzt. Unser Modell trennt jedoch Eigentum von operativer Belastung – ohne es zu verwässern. Das erfordert ein Umdenken: weg vom exklusiven Vollbesitz, hin zu strukturiertem, effizientem Eigentum. Sobald klar ist, dass Co-Ownership echtes Eigentum im Grundbuch bedeutet – mit Entscheidungsrechten, Veräußerbarkeit und wirtschaftlicher Beteiligung – verschwindet die anfängliche Skepsis meist sehr schnell.

  1. Wenn Sie zehn Jahre in die Zukunft blicken: Welche Rolle soll MYNE im europäischen Immobilienmarkt spielen und wie verändert sich unser Verständnis von Eigentum?

Wir sind überzeugt, dass das klassische Modell des vollständigen Alleineigentums an Zweit- und Ferienimmobilien in vielen Märkten strukturell an seine Grenzen stößt – durch hohe Kapitalbindung, steigende Preise, regulatorische Anforderungen und ineffiziente Nutzung. Die Zukunft gehört Modellen, die Eigentum, Nutzung und Kapital intelligenter verbinden. MYNE steht für genau diesen Strukturwandel. Eigentum wird in Zukunft stärker als Investment mit klarer Nutzungsfunktion verstanden werden. Modelle wie MYNE zeigen, dass geteiltes Eigentum nicht Kompromiss bedeutet, sondern Effizienzgewinn: höhere Auslastung, professionelles Asset Management, transparente Kostenstruktur und langfristiger Interessengleichlauf.

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