Business & Beyond OnlyFans-Milliardär mit 43 gestorben – Er machte aus 11.570 Euro 1,8 Milliarden

OnlyFans-Milliardär mit 43 gestorben – Er machte aus 11.570 Euro 1,8 Milliarden

Leonid Radvinsky verwandelte OnlyFans in ein Milliarden-Business. Jetzt ist der ukrainisch-amerikanische Unternehmer nach langer Krebserkrankung im Alter von nur 43 Jahren gestorben.

Leonid Radvinsky ist tot. Der Mehrheitsgesellschafter von OnlyFans starb nach langer Krebserkrankung im Alter von 43 Jahren, wie das Unternehmen am Montag bestätigte. „Wir sind zutiefst traurig, den Tod von Leo Radvinsky bekannt zu geben. Leo ist nach einem langen Kampf gegen den Krebs friedlich eingeschlafen“, erklärte ein Sprecher von OnlyFans. Der ukrainisch-amerikanische Unternehmer hinterlässt ein Milliarden-Imperium – und eine Plattform, die während der Pandemie zur globalen Einnahmequelle für Content-Creator wurde.

Vom 11.570-Euro-Investment zum Milliarden-Exit

Die Zahlen offenbaren eine der spektakulärsten Investmentgeschichten der Creator Economy: 2018 übernahm Radvinsky die Muttergesellschaft Fenix International Limited für umgerechnet 11.570 Euro Startkapital. Sein Nettovermögen wird heute auf 1,8 Milliarden Euro geschätzt. OnlyFans verhandelt aktuell über den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an Architect Capital – Bewertung inklusive Schulden: 5,5 Milliarden US-Dollar.

Der aus Odessa, Ukraine, stammende Unternehmer wuchs in Chicago auf und erkannte das Potenzial der 2016 von Tim Stokely gegründeten Abo-Plattform früher als andere. Während etablierte Investoren die auf erotische Inhalte spezialisierte Plattform mieden, baute Radvinsky sie systematisch aus. Die Corona-Pandemie katapultierte OnlyFans dann in eine neue Dimension – Content-Ersteller weltweit fanden hier eine alternative Einkommensquelle, als traditionelle Geschäftsmodelle kollabierten.

Tech-Investor mit Venture-Capital-Fokus

Neben OnlyFans führte Radvinsky seit 2009 den Venture-Capital-Fonds Leo, der primär in Technologieunternehmen investiert. Der Programmierer und Schach-Enthusiast hielt sich persönlich weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Laut seiner Website interessierte er sich für Wohltätigkeitsarbeit und Literatur.

Zuletzt plante er offenbar, seinen Hubschrauber-Pilotenschein zu machen. Das Unternehmen teilte mit, Radvinsky sei nach langem Kampf gegen den Krebs friedlich eingeschlafen. Die Familie bittet um Privatsphäre. Die Frage, wie es mit OnlyFans weitergeht, bleibt offen – die laufenden Verkaufsverhandlungen dürften durch den Tod des Mehrheitsgesellschafters eine neue Dynamik erhalten.

Quellen: Bild, Stern

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