SpaceX vor dem Härtetest: Starship soll erstmals Geld verdienen
SpaceX will Starship am 22. September 2026 erstmals in den Orbit bringen und dabei 26 Starlink-V3-Satelliten aussetzen. Es ist der erste Flug, der seit dem Börsengang Umsatz erzeugen soll.
SpaceX hat den 22. September 2026 als frühestmöglichen Starttermin für den 14. Testflug seiner Starship-Rakete angekündigt, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen. Das Startfenster öffnet um 14:15 Uhr deutscher Zeit und dauert 75 Minuten, wie TechCrunch berichtet.
Erstmals soll die Oberstufe dabei tatsächlich den Orbit erreichen: In rund 275 Kilometern Höhe soll Starship die Erde sechsmal umrunden, bevor es 26 Starlink-V3-Satelliten aussetzt und anschließend im Pazifik westlich von Chile wassert, so t3n. Die gesamte Mission soll etwa zehn Stunden dauern. Nach dem Aussetzen der Satelliten soll die Oberstufe ein kontrolliertes Deorbit-Manöver mit einem einzelnen Raptor-Triebwerk durchführen, bevor der kontrollierte Wiedereintritt in die Atmosphäre folgt.
Erster Umsatz nach dem Börsengang
Der Flug ist mehr als ein technischer Meilenstein. Es ist laut TechCrunch der erste Starship-Start, der Umsatz für die Trägerraketen-Sparte von SpaceX generieren würde, selbst wenn dieser aus einer anderen Unternehmenssparte stammt. Das Unternehmen ging im Juni 2026 mit dem größten Börsengang der Geschichte an die Nasdaq, bepreist bei 135 Dollar je Aktie, was SpaceX auf etwa 1,77 Billionen Dollar bewertete.
In den Börsenunterlagen warnte SpaceX Anleger ausdrücklich, dass Verzögerungen bei Starship-Entwicklung, Startfrequenz oder Wiederverwendbarkeit den Ausbau von Starlink-V3 und orbitaler Infrastruktur gefährden könnten. Musk selbst hat als Ziel formuliert, Falcon 9 und Falcon Heavy zugunsten von Starship auszumustern, sobald die Rakete „mehrmals wöchentlich zuverlässig“ fliegt, wie er laut TechCrunch erklärte. Genau dieses Versprechen an die Anleger macht den 22. September zu einem Test mit finanzieller Tragweite.
Booster kämpft mit Wiederzündung
Der Super-Heavy-Booster bleibt die größere Unsicherheit. Testflug im Juli gelang zwar erstmals der hochschubintensive Teil des Boostback-Manövers mit allen 33 Triebwerken, doch der Brennvorgang wurde vorzeitig abgebrochen. SpaceX erklärte laut t3n, man habe die Treibstofffilterung und die Zuverlässigkeit beim erneuten Zünden verbessert.