Bitcoin-ETFs: Die 2,4-Milliarden-Dollar-Woche, die alles dreht
US-Spot-Bitcoin-ETFs holen binnen einer Woche 2,4 Mrd. Dollar rein und drehen die Jahresbilanz von minus sechs Milliarden ins Plus; der stärkste Zufluss seit fast einem Jahr.
Zwölf US-Spot-Bitcoin-ETFs haben in der vergangenen Woche netto rund 2,4 Mrd. Dollar eingesammelt, den höchsten Wochenzufluss seit Oktober 2025, wie BTC-ECHO unter Berufung auf Daten von SoSoValue berichtet. Noch Mitte Juli lagen die Fonds mit etwa 5,8 Mrd. Dollar im Minus für das laufende Jahr.
Nach sieben Handelstagen mit durchgehenden Zuflüssen steht 2026 nun ein Plus von rund 934 Mio. Dollar zu Buche. Allein am Montag der vergangenen Woche flossen fast eine Milliarde Dollar in die Fonds, wie Trending Topics unter Berufung auf Decrypt schreibt. BlackRocks IBIT führte mit 1,2 Mrd. Dollar, Fidelitys FBTC folgte mit rund 702 Mio.
Warum die Wende kam
Nur zwei Wochen zuvor erlebten die Fonds ihren schwärzesten Tag seit Juni: Nach dem Scheitern des Clarity Act im US-Senat zogen Anleger an einem Tag 450 Mio. Dollar ab, tags darauf weitere 296 Millionen, demnach. Den Umschwung erklärt Bloomberg-Analyst Eric Balchunas mit dem Plan des US-Finanzministeriums, verstärkt langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen.
Seit dieser Ankündigung seien laut Balchunas 4,6 Mrd. Dollar in Bitcoin-ETFs geflossen. Für europäische Anleger ist das relevant, weil die Reaktion zeigt, wie eng Krypto-Fondsflüsse inzwischen an US-Geldpolitik und Staatsanleihenmanagement gekoppelt sind, nicht nur an Bitcoin-eigene Nachrichten.
Bitcoin gegen Ether und Solana
Der Bitcoin-Kurs liegt derzeit bei rund 84.000 Dollar und damit demnach-Analyst James Seyffart erstmals seit Jänner wieder über dem geschätzten durchschnittlichen Einstandspreis der ETF-Anleger von 81.722 Dollar. Auch Ether-ETFs erholten sich: Nach einem Abfluss von 140 Mio. Dollar in der Vorwoche kamen 689,9 Mio. Dollar zurück, macht für 2026 ein Plus von etwa 1,6 Mrd.