Bootstrapping statt VC: Marlena Hien über die 50-Mio.-Story von Bears with Benefits
Wer sagt, dass man für ein Multimillionen-Startup Risikokapital von VCs aufnehmen muss? Marlena Hien beweist das Gegenteil. Gemeinsam mit Laurence Saunier startete sie Bears with Benefits ursprünglich als Nebenprojekt neben dem Agenturjob – mit dem bescheidenen Ziel von 2.000 Euro im Monat. Wenige Jahre später ist daraus eine der erfolgreichsten Consumer-Brands Europas geworden: mit über 50 Millionen Euro Umsatz, internationaler Expansion von Italien bis in die USA und einem erfolgreichen Exit an einen strategischen Partner.
In dieser Folge von How to Invest, live aufgenommen auf der Bits & Pretzels in München, spricht Sherin Maruhn mit Marlena Hien über den bewussten Entschluss gegen Investorengelder und für echtes, profitables Wachstum. Marlena erzählt unverblümt von Vorurteilen gegenüber weiblichen Gründerteams, dem Absprung aus zermürbenden VC-Gesprächen, dem Mut zu lautem, knalligem Packaging im Drogerieregal und dem entscheidenden Douglas-Pitch vor Tina Müller. Eine Folge über Bootstrapping als Mindset, M&A-Prozesse auf Augenhöhe und die Learnings für die eigene Rolle als Business Angel.
💬 Themen dieser Folge
- Vom 2.000-Euro-Side-Hustle zu über 50 Millionen Euro Umsatz
- Bunt statt beige: Warum Packaging auf dem Smartphone-Screen herausknallen muss
- Absage an VCs: Warum Bootstrapping die stärkere Verhandlungsposition schuf
- Der Douglas-Moment: Wie ein Spontan-Pitch den Weg in 650 Filialen ebnete
- Performance-Influencer-Marketing: Hohe Schlagzahl statt teurer Vanity-Deals
- Internationalisierung: Wie Italien zum stärksten Markt der Brand wurde
- Vorbereitung auf den M&A-Exit: Saubere Datenräume und realistische Businesspläne
- Die Rolle als Business Angel: Kapital und Mentoring für Female Founders
🧠 Take-aways
- Bootstrapping erzwingt Disziplin und schützt vor ungesundem Hype-Wachstum
- Consumer-Brands differenzieren sich über Brand, Packaging und Community – nicht über austauschbare Rezepturen
- Offene Türen konsequent nutzen: Mut zur Skalierung schlägt übervorsichtige Planung
- Ein lückenloser Datenraum und realistische Planzahlen sind der stärkste Hebel im M&A-Prozess
- Wachstum aus eigener Kraft schafft Unabhängigkeit und Freiheit bei strategischen Entscheidungen
🎧 Jetzt anhören: How to Invest – der Podcast von Business Punk mit Sherin Maruhn.