Ablage Meer als Büro: Wie das Verlassen des Arbeitsplatzes den Ideenfluss fördern kann

Meer als Büro: Wie das Verlassen des Arbeitsplatzes den Ideenfluss fördern kann

Also gut. Letzter Tag. Zeit, ehrlich erlegene Sonnenbrände bestaunen zu können, kolossale Bräunungserfolge. Schiller steht wieder einmal im Gang und hört höflich einer Rentnerin zu. Er bedankt sich bei ihr. Manche Sachen ändern sich hier an Bord nicht.

Ich weiß, dass es spätestens jetzt bei Deliverdog auf die Zielgerade gehen müsste. Ein Sprint, um zumindest die nötigsten Sachen ins Laufen zu bekommen. Stattdessen hier eine kurze Aufzählung, was ich heute gegessen habe: Full English in der Sansibar, Caesar Chicken Salad mit Pommes und Currywurst (Warum zur Hölle?), später dann Mozzarella-Salat, Hühnerfilet mit Kartoffelbrei und geschmorten Cham­pi­gnons (bei dem ich gefragt werde, ob ich die linke oder rechte Brust haben möchte, und dann einfach beide bekomme), eine kleine Portion Spaghetti aglio e olio – und alles davon war vorzüglich. Für jemanden wie mich, der offenbar über keinerlei Impulskontrolle verfügt, scheint die Zauberwelt „MS Europa 2“ vielleicht doch nicht das produktivste Umfeld zu sein.

Mit schlechtem Gewissen schreibe ich auf LinkedIn ein paar Leute an, die ich kenne und die mittlerweile bei Amazon gelandet sind. Viele, sehe ich, sind das zwar nicht, aber ich finde wenigstens noch einen bei Idealo. Ich überlege lange, wie man so einen Wunsch um Produktintegration in Riesenplattformen formuliert, werde dann aber in der Unverschämtheit des zu Satten einfach direkt: „Hey, lange nichts mehr gehört, alles gut? Was ist nötig, um bei euch eine Idee zu implementieren? LG A“ Überraschenderweise schreibt niemand sofort zurück, aber Geduld ist ja eine Tugend des Gründers. Hohe Frustrationstoleranz, lese ich bei Ries. Hm, hm. Erst einmal ein Bier.

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