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Alphabet hat Hunger auf mehr 

Google
Foto von Brett Jordan auf Unsplash
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Der Google-Mutterkonzern steht vor dem größten Zukauf in seiner Firmengeschichte. Wunschobjekt ist ein israelisches Cyber-Sicherheits-Startup. Dabei wollte die Biden-Regierung an sich das Wachstum der Techkonzerne begrenzen.  

Google wächst und wächst und wächst – da helfen auch keine Bemühungen der US-Regierung, die unter Joe Biden der Machtkonzentration bei den Techkonzernen den Kampf angesagt hat. Nach Informationen der Nachrichten Agentur Reuters und des Wall Street Journal steht der Google Mutterkonzern Alphabet kurz vor dem milliardenschweren Kauf des israelischen-amerikanischen Cybersecurity-Start-ups Wiz. Mit einem geschätzten Kaufpreis von 23 Milliarden Dollar wäre es die größte Übernahme in der Firmengeschichte. 

Wiz hatte bei einer Finanzierungsrunde im Mai eine Milliarde Dollar eingesammelt. Dabei war das Unternehmen insgesamt mit zwölf Milliarden Dollar bewertet worden. Das Unternehmen mit zuletzt 900 Mitarbeitern und einem Umsatz von 350 Millionen Dollar im vergangenen Jahr ist eines der am schnellsten wachsenden Software-Startups weltweit. Es bietet Cloud-basierte Cybersicherheitslösungen, mit denen auf Grundlage künstlicher Intelligenz Bedrohungen in Echtzeit begegnet werden kann. Unter den Partnern des Unternehmens sind Cloud-Anbieter wie Microsoft und Amazon, zu den Kunden gehören Konzerne wie die Otto-Group in Deutschland und der französische Luxusgüterkonzern LVMH

Sollte Alphabet Erfolg haben, wäre es eine der wenigen Großübernahmen in der Technologiebranche. Die Biden-Regierung will die Macht der Tech-Giganten begrenzen. Das US-Justizministerium führt Monopolprozesse unter anderem gegen Alphabet und Apple und wirft ihnen vor, nicht wegen eines überlegenen Produkts Marktführer in bestimmten Bereichen zu sein, sondern weil sie die Konkurrenz illegal ausschalteten. 

Portrait Oliver Stock

Oliver Stock

Oliver Stock ist Herausgeber und Chefredakteur von Business Punk. Der studierte Volkswirt und Historiker sowie Autor mehrerer Bücher und Blogger (https://einbisschenbesser.de/) kennt die Welt der Politik, der Startups und der Unternehmen: Als Journalist arbeitet der 1965 in Hannover geborene Stock für focus online, die Schweizer Weltwoche und den Börsianer aus Wien. Er war Vize-Chef bei der Wirtschaftswoche und 16 Jahre beim Handelsblatt, als Korrespondent in Zürich, als Chef der Finanzzeitung in Frankfurt und die letzten fünf davon als Anführer von Handelsblatt online. Als Kommunikationschef von Ergo, Sprecher im Wirtschaftsministerium und Startup-Mitgründer kennt er auch die andere Seite.