AnlagePunk Bitcoin-Crash: Wenn Washington die Märkte zerlegt

Bitcoin-Crash: Wenn Washington die Märkte zerlegt

Geopolitik trifft auf Wirtschaftsdaten

Diese Woche bringt zusätzliche Belastungen. Anleger warten auf neue Daten zum Verbrauchervertrauen in den USA, den Zinsentscheid der Federal Reserve und verspätet gemeldete Erzeugerpreisdaten. Dazu kommen Quartalsberichte großer Tech-Konzerne. Jede dieser Veröffentlichungen kann die Märkte weiter unter Druck setzen.

Die Kombination aus politischem Chaos, geopolitischen Spannungen und unsicheren Wirtschaftsdaten schafft ein toxisches Umfeld für Risikoassets. Bitcoin, das lange als digitales Gold galt, zeigt in dieser Krise seine Schwäche als hochspekulatives Investment. Während Edelmetalle wie Gold neue Rekorde feiern – erstmals über 5.000 US-Dollar pro Unze – bluten Kryptowährungen aus.

Business Punk Check

Die harte Wahrheit: Bitcoin ist kein sicherer Hafen, sondern ein Hochrisiko-Asset. Während Anleger Gold als Krisenwährung kaufen, flüchten sie aus Krypto. Die Yen Carry Trades zeigen, wie stark Bitcoin von globalen Finanzierungsströmen abhängt – nicht von technologischen Fundamentaldaten oder Adoption. Wer jetzt einsteigt, spekuliert auf eine schnelle politische Lösung in Washington. Doch die Wahrscheinlichkeit eines Shutdowns liegt bei 80 Prozent.

Die Liquidationen von über 600 Millionen US-Dollar in 24 Stunden zeigen: Der Markt ist überhebelt und anfällig für weitere Schocks. Für langfristige Investoren könnte das eine Chance sein – aber nur, wenn sie bereit sind, weitere 20 bis 30 Prozent Verlust auszusitzen. Kurzfristige Trader sollten die Finger davonlassen. Die Volatilität ist extrem, die politischen Risiken unkalkulierbar. Bitcoin braucht jetzt Stabilität in Washington und Tokio. Beides ist nicht in Sicht.

Häufig gestellte Fragen

Warum fällt Bitcoin trotz positiver Langfrist-Prognosen?

Bitcoin reagiert extrem sensibel auf geopolitische Krisen und Liquiditätsabflüsse. Die Shutdown-Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent und die drohende Rückabwicklung von Yen Carry Trades entziehen dem Markt Kapital. Langfristige Fundamentaldaten spielen in Panikphasen keine Rolle – Anleger verkaufen zuerst ihre riskantesten Positionen.

Was sind Yen Carry Trades und warum betreffen sie Bitcoin?

Investoren leihen sich in Japan günstig Geld und investieren es in risikoreichere Assets wie Bitcoin. Steigt der Yen oder intervenieren Notenbanken, müssen diese Positionen geschlossen werden. Das führt zu massiven Verkäufen in Krypto-Märkten, unabhängig von Bitcoin-spezifischen Entwicklungen. Die jüngsten Wechselkurs-Abfragen der Federal Reserve deuten auf eine bevorstehende Intervention hin.

Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Bitcoin-Einstieg?

Nur für Anleger mit starken Nerven und langem Atem. Die politische Lage in den USA bleibt volatil, weitere Kursverluste von 20 bis 30 Prozent sind möglich. Wer auf eine schnelle Erholung spekuliert, geht hohes Risiko ein. Langfristige Investoren könnten die niedrigen Kurse nutzen – aber nur mit Kapital, das sie notfalls jahrelang nicht anfassen müssen.

Welche Branchen profitieren von der aktuellen Krise?

Edelmetall-Händler und Gold-ETFs verzeichnen Rekordzuflüsse. Auch Anbieter von Absicherungsprodukten und Volatilitäts-Instrumenten profitieren. Traditionelle Safe-Haven-Assets wie Staatsanleihen und defensive Aktien gewinnen an Attraktivität. Krypto-Börsen leiden unter sinkenden Handelsvolumina und Liquidationen.

Wie wirkt sich ein US-Shutdown auf globale Märkte aus?

Ein Shutdown schwächt das Vertrauen in die US-Wirtschaft und belastet den Dollar. Das kann kurzfristig zu weiteren Abverkäufen in Risikoassets führen. Mittelständische Unternehmen mit US-Exposure müssen mit Zahlungsverzögerungen und Unsicherheit rechnen. Exportorientierte Branchen leiden unter möglichen Zollerhöhungen und Handelskonflikten.

Quellen: Btc Echo, Blocktrainer

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