AnlagePunk Let’s talk about Krypto 

Let’s talk about Krypto 

Krypto ähnelt darin Gold, das allerdings immerhin ein endlicher, seltener und ganz hübscher Rohstoff ist, der sich meinetwegen um den Hals tragen lässt. Auch die Bitcoin-Produktion ist endlich, rufen jetzt die Kryptofans. Stimmt. Aber da beinahe täglich irgendwo eine neue Kryptowährung geschürft wird, vermehrt sich der Gesamtbestand an diesen angeblichen Währungen in Blasengeschwindigkeit. Neulich las ich von einer Truppe Spaßvögel, die ihre Kryptowährung „Sackratte“ getauft hat und auch die jetzt ins Rennen schickt – was ein todsicheres Zeichen ist, dass hier etwas gründlich schiefläuft. 

In Wahrheit ist die Endlichkeit von Bitcoin der schlimmste Makel dieser Währung. Denn Wachstum kann in einer Volkswirtschaft nicht entstehen, wenn die Geldmenge nicht mitwächst. In der Menge begrenzte Währungen müssen also im Wert steigen – und sind damit als Währung letztlich ungeeignet. Ohne zentrale Geldmengensteuerung koppeln sich die Preise von der Realität ab. 

Und trotzdem gibt Trump Bitcoin und Co. jetzt den Ritterschlag. Warum? Ganz einfach: Es geht um Macht. Mit dem frühen Einstieg in Bitcoin als strategische Reserve verschaffen sich die USA einen entscheidenden Vorteil. Sie machen es anderen Nationen teurer, in Bitcoin als Alternative zu Dollar und Gold zu investieren, und reduzieren so das Risiko, dass Bitcoin gegen die Vorherrschaft des US-Dollars ins Spiel gebracht wird. Die wachsende institutionelle Nachfrage durch Staaten wird den Preis der entsprechenden Kryptowährungen in die Höhe treiben.  

Das hat Folgen dafür, wie wir über Kryptogeld nachdenken sollten. Wer Bitcoin und Co. bisher als Währung und Assetklasse gefeiert hat, die Unabhängigkeit vom Staat garantiert, erlebt jetzt sein blaues Wunder: Der vermögendste Staat der Welt ist gerade dabei, auch diese Währung zu dominieren. 

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