Finanzielle Rettung? 5 Lektionen, die ihr aus „Bad Banks“ für eure eigene Finanzplanung lernen könnt
„Bad Banks“, das ist diese Serie, in der fast jeder Charakter ein Arschloch ist. Also ganz nah dran am echten Leben. Auch Startups sind keine arschlochfreien Zonen – leider. Dort geht es oft rau und unkollegial zu. Was können wir also von der Erfolgsserie für das eigene Hard Knock Life in Unternehmen lernen? Von der Hauptfigur Jana Leikam, die am Ende über alle triumphiert (sorry mussten wir an dieser Stelle spoilern), können wir uns so manches abschauen. Was genau, das zeigen die folgenden fünf Punkte. Wir betonen: Die Nachahmung ist jedem selbst überlassen. Noch ist der Erfolg ihrer Methode nicht sicher, denn die zweite Staffel soll bald folgen.
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— ZDFneo (@ZDFneo) August 23, 2018
1. Eine Hand wäscht die andere – immer noch
Alle Menschen, die Jana auf ihrem Weg unterstützen, wollen irgendwann etwas dafür zurückbekommen. Christelle Leblanc besorgt ihr nur einen Job, um dann an Insider-Informationen zu kommen. Gabriel Fenger, ihr Chef, unterstützt sie immer genau in den Momenten, in denen sie Erfolg hat.
Lerne: Wenn dir jemand hilft, musst du ihm das nächste Mal helfen. Wenn jemand dein Produkt pusht, sollst du das bei seinem nächsten Launch vielleicht auch tun. Und wenn dir jemand einen guten Kontakt vermittelt, erhofft er sich von dir einen noch besseren. Bevor du also naiv jede Hilfe annimmst, erstmal darüber nachdenken, ob du später auch helfen willst (oder kannst).
2. Studiere dein Umfeld genau
Oft profitiert Jana davon, dass sie in den richtigen Situationen die richtigen Informationen über bestimmte Leute gesammelt hat. Als ihr von einer Chilli-Allergie geplagte Kollege den Deal-Abschluss hindert, kann sie ihn mit einem Chili-Shot ruhigstellen. Als der Kunde am Deal zu zweifeln beginnt, kann sie mit ihrem Wissen über seine Erkrankung Vertrauen schaffen. Als der Strip-Club beim Kunden nicht punktet, bringt sie ihn in eine Schwulenbar und macht den Deal klar. Immer wieder zeigt sich ihre gute Menschenkenntnis als Vorteil.
Das solltest du dir zum Vorbild nehmen. Aber besser ohne Körperverletzung. Wenn dein größter Konkurrent auch beim Networking-Event ist, setze deinen Praktikanten als Ablenkung auf ihn an. Wenn dein Investor die Cookies auf dem Konferenztisch nie anrührt, probiere es das nächste Mal mit Obst. (Auch Investoren können glutenunverträglich sein!)
Nicht nur Fengler und Jana hatten Tipps für Euch.
— ZDF (@ZDF) March 2, 2018
Auch Christelle Leblanc (Bankchefin aus Luxemburg) hat noch einen… #BadBanks pic.twitter.com/7uiykPkx0S
3. „All-in“ gehen
Jana spioniert ihren eigenen Arbeitgeber aus, verspricht beinahe utopisch schnelle Abschlüsse und sammelt Erpressungsmaterial gegen so ziemlich jede und jeden in ihrem Umfeld. Sie geht konstant All-in. Damit erspielt sie sich vor allem Respekt von allen, die sie am Anfang noch für eine sehr smarte, aber unscheinbare Assistentin halten. Und natürlich erspielt sie sich auch viel Geld.
Das bekommst du nämlich auch im echten Leben nicht, wenn du immer auf Nummer sicher gehst. Manchmal musst du alles geben, volles Risiko gehen und die Angst über Board werfen. Einfach mal sagen, dass man etwas schafft, ohne sich vorher schon sicher zu sein oder ein Projekt unterstützen, dass nicht die größten Anfangserfolge vorweisen kann.
4. Schmiede Allianzen – mit allen Mitteln
Am Ende hat Jana Erfolg, weil sie sich Verbündete sucht. Das sind aber keine Verbündete im klassischen Sinne. Keine Freunde, denen sie vertraut. Thao und Adam sind loyal, weil sie zu viel übereinander wissen. So funktioniert auch Loyalität. Ob diese Strategie aufgeht, werden wir erst in der zweiten Staffel erfahren, aber sie scheint vielversprechend.
Auch dieser Tipp sollte im echten Leben nicht ganz wortwörtlich genommen werden. Dennoch brauchst du Verbündete – im eigenen Unternehmen wie auch außerhalb. Loyalität erzeugt Jana durch Mitwisserschaft. Eine Gemeinschaftsbasis, wenn auch der anrüchigen Art. Im wahren Leben kannst du solch eine Basis durch Gemeinsamkeiten jenseits von Arbeit und Business bilden. Schaffe Anknüpfungspunkte, wenn es etwa um Interessen und Hobbies geht. Lade deine potentiellen Geschäftspartner auch mal zu einem privaten Termin ein. So schaffst du eine Verbindung, die Gemeinschaft und Vertrauen produziert.
Der Finanzvorstand der Deutschen Global Invest Quirin Sydow hingegen hat eine Frage… #BadBanks pic.twitter.com/KZkopxQRRh
— ZDF (@ZDF) March 2, 2018
5. Eskaliere, aber mit Maß
Die letzte Regel möchte wirklich niemand hören: Alkohol ist meistens super, aber die Eskalation solltest du dir manchmal für den nächsten Abend aufheben. Achte mal drauf: Bei „Bad Banks“ passieren immer schlimme Dinge, wenn jemand betrunken ist. Jana spioniert Thao aus. Ein angeblicher Freund macht Fotos von Adam, die später zu einer Erpressung und der Trennung von seiner Frau führen. Gabriel schlägt seinen internen Konkurrenten, der das genauso geplant hat, damit Gabriel ins Gefängnis kommt. Wer trinkt, verliert seine Kontrolle und das kann man im Haifischbecken Bad Banks nicht gebrauchen.
Und das gilt fürs echte Leben ebenso: Auch wenn deine Drinking Buddies vielleicht keine gemeinen Fotos von dir machen oder du dich betrunken schnell provozieren lässt, solltest du überlegen, in welchen Situationen du deine Kontrolle verlieren kannst und wann es bei einem Sekt zum Anstoßen bleiben sollte. Sorry Leute.

Es gibt auch Serien mit netteren Charakteren. Kennst du zum Beispiel schon die sechs Dinge, die du von Suits lernen kannst? Und auch von Black Mirror, Star Wars und Breaking Bad kann man eine Menge lernen.