Brand & Brilliance ADC CREATIVE CURRENCY: Im Spannungsfeld zwischen Wagemut und Vernunft – Interview mit Holger Merk

ADC CREATIVE CURRENCY: Im Spannungsfeld zwischen Wagemut und Vernunft – Interview mit Holger Merk

Wenn Kreativität zur Währung wird, entscheidet ihre Wirkung über den Erfolg. Im ADC-Interview mit Holger Merk zeigt sich, wie starke Ideen Reichweite, Relevanz und echtes Involvement erzeugen können – wie bei der EURO 2024. Zwischen KI, Markenführung und Kommunikation wird klar: Technologie verstärkt, aber menschliches Gespür macht den Unterschied. Entscheidend ist das Zusammenspiel – von Creativity und Business, von Brand und Performance.

In einer Welt, die sich zwischen KI-Hype und Kostenoptimierung verliert, setzen wir ein klares Statement: Kreativität ist die neue harte Währung. Die CREATIVE CURRENCY Serie von Business Punk und dem ADC Festival 2026 beleuchtet, wie exzellente Ideen nachhaltigen wirtschaftlichen Impact erzeugen. Jede Woche interviewen wir Vordenker*innen und Macher*innen, die zeigen, dass Mut, Vision und Handwerk nicht nur Preise gewinnen, sondern auch Bilanzen positiv beeinflussen. Heute im ADC-Interview: Holger Merk über starke Ideen Reichweite, Relevanz und wie daraus echtes Involvement erzeugt werden kann.

Business Punk und die Rendite-Frage: Das Spannungsfeld zwischen kreativem Wagemut und wirtschaftlicher Vernunft ist allgegenwärtig. Abgesehen von der reinen Kosten-Nutzen-Rechnung, schildere uns den Moment, in dem eine unkonventionelle Idee zum ersten Mal einen messbaren, signifikanten Mehrwert für Dein Geschäft generiert hat.

Holger Merk:

Hier fällt mir sofort die Kaderbekanntgabe der Männer-Nationalmannschaft zur Heim-EURO 2024 ein. Anstelle einer großen Ankündigung haben wir Spieler für Spieler über unterschiedliche Personen- und Berufsgruppen aus der Mitte der Gesellschaft sowie einen Medienplattformmix bekanntgegeben. Die mediale Schnitzeljagd bei der Nominierung hat sowohl die Reichweite und Sichtbarkeit als auch die Relevanz sowie das emotionale Involvement aller Stakeholder vor der EURO signifikant erhöht.

Business Punk und der Impact-Check: Creative Impact‘ ist das Motto. Trotz dieser Ambition scheitern wegweisende Ideen oft an internen Prozessen oder am Widerstand im Meeting-Raum. Wie stellst Du in Deinem Alltag sicher, dass aus einer mutigen Vision tatsächlich ein realer und nachhaltiger Erfolg wird?

Holger Merk:

Ich stelle sicher, dass ich möglichst alle Stakeholder sowie deren Interessen und Erwartungen an der Vision kenne. Ab dann ist es eine Kombination aus People Business, viel Kommunikation und Timing. Know the room, read the room, play the room.

Business Punk und die Tech-Frage: Der ADC 2026 legt einen klaren Fokus auf Tech. Abseits von Effizienzsteigerung und automatisierten Prozessen: Welche technologische Entwicklung oder welches Tool hat Deine Arbeit zuletzt fundamental verändert oder eine völlig neue strategische Möglichkeit eröffnet?

Holger Merk:

Wir implementieren derzeit einen KI-basierten Layout Creator, der die Erstellung wiederkehrender Kommunikations- und Werbemittel automatisiert. Bei der internen Einführung hat sich gezeigt, dass das Tool weit über Effizienzgewinne hinausgeht: Es stärkt eine gemeinsame Brand Culture im DFB. Durch die eigenständige Gestaltung steigt das Markenverständnis – und damit auch das Commitment für einen klaren, konsistenten Auftritt.

Business Punk und das Ego-Duell: Die Debatte um KI und menschliche Fähigkeiten dominiert. Wo siehst Du die objektiv größten Stärken der KI in der Wertschöpfungskette Deines Unternehmens? Und welche menschliche Fähigkeit – sei es Intuition, Empathie oder Vision – wird für den Erfolg Deines Unternehmens niemals von einer Maschine ersetzt werden können?

Holger Merk:

KI ist besonders dann sinnvoll, wenn repetitive Aufgaben auf Basis klar definierter Qualitätsstandards erledigt werden müssen. Sie steigert nicht nur die Effizienz, sondern auch unsere Relevanz bei den Zielgruppen – weil wir schneller, konsistenter und damit häufiger „Top of Mind“ bleiben. Der Weg ins Relevant Set wird aus meiner Sicht – insbesondere bei emotionalen oder purpose-driven Brands – immer abhängig von menschlichen Fähigkeiten wie bspw. Kreativität, Intuition und Empathie sowie dem Gespür für das richtige Timing sein.

Business Punk und die Skill-Aktie: Wenn Du heute auf einen Skill setzen müsstest, um für die kommenden Jahre relevant zu bleiben: Welcher ist das? Und was kann die C-Ebene von den Kreativen bzw. die Kreativ-Ebene von den Business-Leadern lernen, um gemeinsam erfolgreich zu sein?

Holger Merk:

Ich muss mit einem Skill-Pair gehen, weil ich überzeugt bin, dass es die Synergie daraus ist, die Relevanz bringt: Creativity-Driven Tech. Aus meiner Sicht ist genau dieses Umfeld entscheidend, in dem sich C-Level und Kreative begegnen, um voneinander zu lernen. Kreative sind oft näher an den Zielgruppen – und damit an dem, was Menschen wirklich bewegt. Business-Leader hingegen sind stärker am Produkt, an der Funktionalität und an der Effizienz orientiert. Erfolg entsteht, wenn beide Perspektiven zusammenkommen: Creativity-Driven Tech trifft auf Business-Driven Impact.

Business Punk und die “Dogma-Frage”: Jede Branche hat ihre heiligen Kühe und ihre Phrasen, die niemand mehr hören kann. Welches überholte Business-Dogma oder welche ‚hohle‘ Branchen-Weisheit sollten wir beim diesjährigen ADC endgültig zu Grabe tragen?

Holger Merk:

Jede Branche hat ihre heiligen Kühe und ihre Phrasen, die niemand mehr hören kann. Welches überholte Business-Dogma oder welche ‚hohle‘ Branchen-Weisheit sollten wir beim diesjährigen ADC Festival endgültig zu Grabe tragen?“  Auch hier ist die Antwort eher ein Wechselspiel aus: „Brand before Performance.“ / „Performance before Brand.“ Aus meiner Sicht ging das eine noch nie ohne das andere.

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