Brand & Brilliance Brand-Bubble platzt: Warum fast alle Marken für Verbraucher verzichtbar sind

Brand-Bubble platzt: Warum fast alle Marken für Verbraucher verzichtbar sind

Marken stecken in einer Relevanz-Krise: Laut Havas-Studie würden mehr als drei Viertel aller Brands niemanden vermissen. Die Zahlen offenbaren ein tiefgreifendes Vertrauensproblem.

Die Wahrheit ist hart: Die meisten Marken könnten morgen verschwinden, ohne dass es jemanden interessieren würde. Konkret sind es 78 Prozent aller Brands, die laut der aktuellen „Meaningful Brands 2025“-Studie von Havas komplett verzichtbar wären, wie „horizont.net“ berichtet. Eine alarmierende Zahl, die auf ein fundamentales Problem hinweist: Marken verlieren massiv an Relevanz.

Die Bedeutungslosigkeit nimmt zu

Die Havas-Studie, für die weltweit rund 125.000 Menschen in 25 Märkten befragt wurden, zeigt einen besorgniserregenden Trend. Seit 17 Jahren führt die Mediaagentur diese Erhebung durch, wie „horizont.net“ dokumentiert.

Die Ergebnisse offenbaren eine wachsende Gleichgültigkeit der Konsumenten gegenüber Marken. Während Unternehmen Milliarden in Brand Building investieren, scheint die emotionale Verbindung zur Zielgruppe immer schwächer zu werden.

Vertrauenskrise statt Markenbindung

Das Problem geht tiefer als mangelnde Bekanntheit. Laut „horizont.net“ fehlt es an echter Bedeutsamkeit im Leben der Verbraucher. Marken schaffen es nicht mehr, relevante Bedürfnisse zu adressieren oder authentische Werte zu vermitteln.

Statt emotional aufgeladener Beziehungen dominiert funktionale Austauschbarkeit. Die Studie zeigt: Der klassische Markenkern erodiert, während Konsumenten zunehmend nach konkretem Mehrwert und Problemlösungen suchen.

Business Punk Check

Die harten Fakten hinter dem Markenschwund: Während CMOs von Brand Purpose schwärmen, interessiert das die Verbraucher kaum. Die 78-Prozent-Marke ist ein Weckruf für die Marketing-Bubble. Statt bedeutungsloser Purpose-Kampagnen braucht es echten Mehrwert. Die Wahrheit: Marken müssen aufhören, sich selbst zu wichtig zu nehmen.

Erfolgreiche Brands wie Patagonia oder Oatly funktionieren, weil sie konkrete Probleme lösen und authentisch handeln statt nur zu reden. Entscheider sollten ihre Markenstrategien radikal vereinfachen: Welches echte Problem löst ihr? Wie macht ihr das Leben besser? Alles andere ist Marketing-Selbstbefriedigung. Die neue Währung heißt Relevanz – nicht Reichweite oder Recall.

Häufig gestellte Fragen

  • Warum verlieren so viele Marken ihre Relevanz?
    Marken scheitern heute vor allem an fehlender Problemlösungskompetenz. Statt echter Mehrwerte liefern sie austauschbare Botschaften und künstliche Purpose-Narrative, die Verbraucher als unglaubwürdig durchschauen.
  • Wie können Marken wieder bedeutsamer werden?
    Marken müssen zurück zu ihrem Kern: konkrete Probleme lösen, Mehrwert bieten und authentisch kommunizieren. Erfolgreiche Brands konzentrieren sich auf wenige, aber relevante Berührungspunkte statt omnipräsenter Beliebigkeit.
  • Ist Purpose-Marketing tot?
    Nicht tot, aber überstrapaziert. Purpose funktioniert nur, wenn er authentisch gelebt wird und sich in konkreten Produkten und Handlungen niederschlägt. Reine Purpose-Kommunikation ohne Substanz verstärkt die Bedeutungslosigkeit.
  • Welche Kennzahlen sollten Marken jetzt priorisieren?
    Statt Bekanntheit und Reichweite sollten Marken auf Relevanz-Metriken setzen: Problemlösungskompetenz, Unverzichtbarkeit im Alltag und tatsächliche Nutzungshäufigkeit. Diese Faktoren korrelieren stärker mit Geschäftserfolg als klassische Brand-KPIs.

Quellen: „horizont.net“

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