Brand & Brilliance Deutschlands 5 beliebteste Biermarken: Warum sie auf TV statt TikTok setzen

Deutschlands 5 beliebteste Biermarken: Warum sie auf TV statt TikTok setzen

Krombacher dominiert den deutschen Biermarkt in fast allen Kategorien, während die Generation Z auf Corona setzt. Neue Studie zeigt: Markenbekanntheit entsteht durch Resonanz, nicht durch bloße Reichweite.

7.500 Biermarken tummeln sich auf dem deutschen Markt, doch nur wenige schaffen es in die Köpfe der Konsumenten. Eine aktuelle Studie von Batten & Company und Appinio räumt mit dem Mythos auf, dass in der digitalen Ära TV-Werbung ausgedient hat.

Die als „Fernsehbrauereien“ bekannten Brands dominieren das Ranking der bekanntesten Biermarken mit beeindruckender Deutlichkeit.

Die Macht der visuellen Konstanz

Krombacher thront mit 25,8 Prozent ungestützter Bekanntheit an der Spitze des Rankings, wie laut „lebensmittelpraxis.de“ die aktuelle Studie zeigt. Beck’s (20,7 Prozent), Veltins (15,9 Prozent), Warsteiner (13,6 Prozent) und Bitburger (12,4 Prozent) komplettieren die Top 5. Diese Marken haben sich durch jahrzehntelange Präsenz in klassischen Medien fest in der Wahrnehmung der Deutschen verankert.

Besonders interessant: Die regionale Verwurzelung bleibt ein entscheidender Erfolgsfaktor. In NRW kennen 36,4 Prozent Krombacher, während in Ostdeutschland Radeberger mit beeindruckenden 48,7 Prozent dominiert. „Marken, die hier erfolgreich sind, schaffen eine Bühne für ihre Produkte, die über das bloße Bier hinausgeht – sie verkaufen ein Lebensgefühl“, erklärt Laura Gruber von Batten & Company laut „lebensmittelpraxis.de“.

Alkoholfrei: Das neue Premium-Segment

Auch im wachsenden Segment alkoholfreier Biere setzen sich die etablierten Marken durch. Krombacher Alkoholfrei führt mit 23,4 Prozent vor Beck’s Blue (11,4 Prozent) und Bitburger 0,0 (9,1 Prozent). Die Studie zeigt, dass Konsumenten instinktiv zu vertrauten Namen greifen – selbst wenn es um neue Produktkategorien geht.

Die Markenexperten haben außerdem untersucht, wie Biermarken in verschiedenen Wertekategorien abschneiden. Krombacher dominiert in allen Bereichen: Bei Tradition (24,8 Prozent), Premiumqualität (21,2 Prozent), Zeitgeist (20,8 Prozent) und Nachhaltigkeit (21,2 Prozent). „Premium entsteht nicht aus Tradition allein, sondern aus der konsequenten Inszenierung eines Anspruchs“, so die Studie laut „lebensmittelpraxis.de“.

Generationenkluft beim Bierkonsum

Die Generation Z tickt anders: Bei jungen Konsumenten führt Corona mit 19,7 Prozent das Innovationsranking an, während die Boomer-Generation Krombacher (25,3 Prozent) bevorzugt. Diese Generationenkluft zeigt, wie unterschiedlich Markenwahrnehmung funktionieren kann.

Auffällig ist die Lücke beim Thema Nachhaltigkeit: Fast ein Drittel der Befragten (31,2 Prozent) verbindet keine der genannten Biermarken mit nachhaltigem Handeln. Hier liegt ein enormes Potenzial für Markenprofilierung brach.

Business Punk Check

Die Studie entlarvt einen zentralen Mythos moderner Markenführung: Digitale Omnipräsenz schlägt nicht automatisch klassische Markenarbeit. Die „Fernsehbrauereien“ dominieren durch Kontinuität und emotionale Anker – nicht durch digitale Innovation. Für Marketingverantwortliche bedeutet das: Content-Konsistenz schlägt Content-Masse.

Besonders brisant: Während Biermarken Millionen in Nachhaltigkeitskommunikation pumpen, kommt fast nichts davon bei den Konsumenten an. Die wahre Herausforderung liegt nicht im Aufbau digitaler Touchpoints, sondern in der Übersetzung von Markenwerten in konkrete, glaubwürdige Erlebnisse. Wer heute als Biermarke durchstarten will, muss zunächst verstehen: Reichweite ohne Relevanz ist verschwendetes Kapital.

**Häufig gestellte Fragen**

Frage 1: Warum dominieren TV-Werber den Biermarkt trotz Digital-Boom? Die Studie zeigt, dass kontinuierliche visuelle Präsenz über Jahrzehnte tiefere Markenbindung schafft als fragmentierte digitale Touchpoints. Entscheidend ist die emotionale Verankerung durch wiederkehrende Bildwelten und Botschaften. Frage 2: Wie können Biermarken ihre Nachhaltigkeitskommunikation verbessern? Statt abstrakter Nachhaltigkeitsversprechen sollten Brauereien konkrete, nachvollziehbare Maßnahmen kommunizieren und diese mit ihrem Kernprodukt verbinden. Die Glaubwürdigkeitslücke schließt nur, wer Nachhaltigkeit erlebbar macht.

Frage 3: Welche Strategie brauchen Biermarken für die Generation Z? Corona zeigt, dass internationale Lifestyle-Positionierung bei jungen Konsumenten funktioniert. Erfolgreiche Marken verbinden Produkt, Ästhetik und Erlebniswelten zu einem kohärenten Gesamtbild, das auf Instagram und TikTok funktioniert. Frage 4: Wie wichtig ist regionale Verankerung für Biermarken heute noch? Die Studie belegt: Regionale Identität bleibt ein zentraler Erfolgsfaktor. Marken sollten ihre Herkunft nicht verstecken, sondern als Authentizitätsanker nutzen und gleichzeitig zeitgemäß interpretieren. Frage 5: Was können neue Biermarken von den Marktführern lernen? Der Schlüssel liegt in der Konsistenz: Erfolgreiche Marken halten ihre Kernbotschaft über Jahrzehnte konstant, während sie Tonalität und Kanäle zeitgemäß anpassen. Authentizität schlägt Trendhopping.

Häufig gestellte Fragen

  • Warum dominieren TV-Werber den Biermarkt trotz Digital-Boom?
    Die Studie zeigt, dass kontinuierliche visuelle Präsenz über Jahrzehnte tiefere Markenbindung schafft als fragmentierte digitale Touchpoints. Entscheidend ist die emotionale Verankerung durch wiederkehrende Bildwelten und Botschaften.
  • Wie können Biermarken ihre Nachhaltigkeitskommunikation verbessern?
    Statt abstrakter Nachhaltigkeitsversprechen sollten Brauereien konkrete, nachvollziehbare Maßnahmen kommunizieren und diese mit ihrem Kernprodukt verbinden. Die Glaubwürdigkeitslücke schließt nur, wer Nachhaltigkeit erlebbar macht.
  • Welche Strategie brauchen Biermarken für die Generation Z?
    Corona zeigt, dass internationale Lifestyle-Positionierung bei jungen Konsumenten funktioniert. Erfolgreiche Marken verbinden Produkt, Ästhetik und Erlebniswelten zu einem kohärenten Gesamtbild, das auf Instagram und TikTok funktioniert.
  • Wie wichtig ist regionale Verankerung für Biermarken heute noch?
    Die Studie belegt: Regionale Identität bleibt ein zentraler Erfolgsfaktor. Marken sollten ihre Herkunft nicht verstecken, sondern als Authentizitätsanker nutzen und gleichzeitig zeitgemäß interpretieren.
  • Was können neue Biermarken von den Marktführern lernen?
    Der Schlüssel liegt in der Konsistenz: Erfolgreiche Marken halten ihre Kernbotschaft über Jahrzehnte konstant, während sie Tonalität und Kanäle zeitgemäß anpassen. Authentizität schlägt Trendhopping.

Quellen: „lebensmittelpraxis.de“, „Handelsblatt“

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