Brand & Brilliance TV als Werbewiese: So hypen MAGGI, Monte & PENNY das Dschungelcamp

TV als Werbewiese: So hypen MAGGI, Monte & PENNY das Dschungelcamp

MAGGI, PENNY und Zott Monte setzen 2026 erstmals auf kreative Sonderwerbeformen im Dschungelcamp. Mit innovativen Formaten wie Framesplits XXL und dem „Food Drop Move“ integrieren sie ihre Produkte nahtlos in den Show-Kontext.

Das Dschungelcamp entwickelt sich zum experimentellen Marketinglabor für Marken, die ihre Produkte im Kontext der Realityshow neu inszenieren wollen. Gleich drei namhafte Unternehmen nutzen die Strahlkraft des TV-Formats erstmals für innovative Werbekonzepte, die weit über klassische Spots hinausgehen. Dabei setzen sie auf maßgeschneiderte Sonderwerbeformen, die den Charakter der Show aufgreifen und gleichzeitig ihre Produkte in den Mittelpunkt stellen.

MAGGI macht den Airfryer zum Dschungelstar

MAGGI wagt sich laut AdAlliance zum ersten Mal mit Sonderwerbeformen ins Dschungelcamp und setzt dabei gleich doppelt auf Premieren. Das Traditionsunternehmen nutzt die neuen situativen Framesplits XXL, um seine kürzlich eingeführten Airfryer Fixe zu bewerben. Mit augenzwinkernden Claims wie „Don’t cry, just fry“ oder „Endlich FRY-heit“ schafft MAGGI eine clevere Verbindung zwischen den emotionalen Momenten der Show und seinen Produkten.

Die Strategie dahinter ist klar: Der Airfryer wird als Symbol für modernes, unkompliziertes Kochen positioniert. Wie AdAlliance schreibt, eignen sich die MAGGI Airfryer Fixe besonders für knusprige Hähnchen und würzige Pommes – Gerichte, die nach den kargen Dschungelmahlzeiten besonders verlockend wirken dürften. Die Marke inszeniert sich damit als zeitgemäßer Begleiter im Alltag und nutzt den Kontrast zwischen Dschungelprüfung und komfortablem Kochen zuhause.

PENNY setzt auf humorvolle Kontextbezüge

Auch der Discounter PENNY betritt 2026 Neuland und integriert sich erstmals ins Dschungelcamp-Umfeld. So nutzt das Unternehmen ebenfalls die situativen Framesplits XXL und ergänzt diese durch strategisch platzierte Cut-Ins. Mit Sprüchen wie „Lieber kein Beef?“ spielt PENNY gekonnt auf die typischen Konflikte im Camp an und verknüpft diese mit seinem Produktangebot.

Der Discounter trifft damit den humorvollen Ton der Show und schafft gleichzeitig Aufmerksamkeit für seine Eigenmarken. Der bekannte Claim „Erstmal zu Penny“ wird dabei geschickt in den Show-Kontext eingebettet. Die Kampagne zeigt, wie Marken durch kontextbezogene Werbung ihre Botschaften effektiver platzieren können, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Zott Monte inszeniert den „Food Drop Move“

Besonders kreativ wird es beim Dessert-Hersteller Zott Monte, der laut AdAlliance nicht nur sein Dschungel-Debüt feiert, sondern gleichzeitig mit einem neuen Spot ins TV zurückkehrt. Das Unternehmen hat sich für das Ad Special „Food Drop Move“ entschieden – eine clevere Anspielung auf den ikonischen Moment, wenn die Camper nach bestandener Prüfung ihre Essensbelohnung erhalten.

In der Umsetzung schwebt ein Korb mit Monte-Produkten aus der Baumkrone langsam zum Dschungelboden hinab, gefilmt aus der typischen Point-of-View-Perspektive der Show. Darin präsentiert Zott seine Desserts Monte Maxi und Monte Mega sowie das Monte Sandwich Eis. Die Inszenierung schafft eine nahtlose Verbindung zwischen Showformat und Markenauftritt, bevor im Anschluss der neue Kundenspot im „Dschungelgewand“ folgt.

Business Punk Check

Die Dschungelcamp-Werbestrategien zeigen, wohin sich TV-Marketing entwickelt: weg vom störenden Unterbrecherwerbung, hin zur kontextualisierten Content-Integration. Die wahre Innovation liegt nicht in den Produkten selbst, sondern in der Art, wie sie inszeniert werden. Während MAGGI und PENNY auf humorvolle Wortspiele setzen, geht Zott Monte mit dem „Food Drop Move“ einen Schritt weiter und adaptiert ein zentrales Show-Element.

Der Erfolg dieser Strategien hängt jedoch entscheidend von der Authentizität ab. Funktionieren werden nur jene Konzepte, die den schmalen Grat zwischen cleverer Integration und plumper Produktplatzierung meistern. Marken, die den Ton der Show verfehlen oder zu aufdringlich werben, riskieren Ablehnung bei der medienaffinen Zielgruppe. Die echte Herausforderung: Wie misst man den ROI solcher Sonderwerbeformen jenseits klassischer Reichweitenkennzahlen?

Häufig gestellte Fragen

Welche Sonderwerbeformen im TV bieten aktuell das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis?

Situative Formate wie Framesplits XXL und kontextbezogene Integrationen liefern deutlich höhere Aufmerksamkeitswerte als klassische Spots. Entscheidend ist die nahtlose Einbettung ins Programmumfeld – je organischer die Integration, desto wertvoller die Werbezeit.

Wie können mittelständische Unternehmen von TV-Sonderwerbeformen profitieren?

Statt in teure Primetime-Blöcke zu investieren, sollten Werbetreibende auf gezielte Nischenprogramme mit passender Zielgruppe setzen. Dort funktionieren auch kleinere Sonderformate wie Cut-Ins oder Split-Screens, die bei deutlich geringerem Budget ebenso beachtliche Aufmerksamkeitswerte erzielen können.

Welche Erfolgsmessung macht bei kontextualisierten Werbeformaten Sinn?

Klassische Reichweitenkennzahlen greifen zu kurz. Erfolgreiche Kampagnen kombinieren Social Listening (Resonanz in sozialen Medien), Markentracking (Veränderung der Markenwahrnehmung) und Sales Uplift (direkte Verkaufseffekte) zu einem ganzheitlichen Erfolgsbild.

Wie entwickeln sich TV-Sonderwerbeformen in den nächsten Jahren weiter?

Der Trend geht zu hybriden Formaten, die TV-Reichweite mit digitaler Interaktion verbinden. Augmented Reality-Elemente, die TV-Inhalte mit Smartphone-Erlebnissen verknüpfen, und personalisierte Werbeeinblendungen auf Smart-TVs werden die nächste Evolutionsstufe bilden.

Quellen: AdAlliance

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