Business & Beyond Booking.com-Datenleck: Hacker greifen auf Kundendaten zu

Booking.com-Datenleck: Hacker greifen auf Kundendaten zu

Ein möglicher Datenzugriff bei Booking.com sorgt für Verunsicherung bei Nutzerinnen und Nutzern weltweit. Betroffen sind offenbar persönliche Informationen rund um Buchungen. Die Daten könnten bereits für gezielte Phishing-Angriffe missbraucht werden.

Zugriff auf Buchungsdaten bestätigt

Der Online-Reiseanbieter Booking.com hat bestätigt, dass Unbefugte möglicherweise Zugriff auf Kundendaten erhalten haben. Demnach könnten Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern sowie Buchungsdetails betroffen sein. Auch Informationen, die Nutzer direkt mit Unterkünften geteilt haben, könnten in falsche Hände geraten sein. Das Unternehmen informierte betroffene Kundinnen und Kunden in den vergangenen Tagen über den Vorfall. In entsprechenden Mitteilungen ist von einem möglichen Zugriff durch „unautorisierte Dritte“ die Rede.

Hinweise auf gezielte Phishing-Angriffe

Besonders brisant: Erste Hinweise deuten darauf hin, dass die gestohlenen Daten bereits missbraucht werden. Ein betroffener Nutzer berichtete, zwei Wochen vor der offiziellen Information eine Phishing-Nachricht über WhatsApp erhalten zu haben – inklusive korrekter Buchungsdetails. Das legt nahe, dass Angreifer die Informationen gezielt nutzen, um Vertrauen zu erschleichen und weitere sensible Daten abzugreifen.

Unternehmen reagiert – viele Fragen bleiben offen

Eine Sprecherin von Booking.com erklärte, man habe „verdächtige Aktivitäten“ festgestellt und Maßnahmen ergriffen, um den Vorfall einzudämmen. Unter anderem seien PIN-Codes für betroffene Buchungen aktualisiert worden. Unklar bleibt jedoch, wie viele Nutzerinnen und Nutzer tatsächlich betroffen sind. Dazu äußerte sich das Unternehmen bislang nicht.

Keine Finanzdaten betroffen

Immerhin: Laut Angaben gegenüber Medien sollen keine Zahlungs- oder Finanzinformationen kompromittiert worden sein. Dennoch bleibt das Risiko hoch, da persönliche Daten in Kombination mit Buchungsinformationen besonders anfällig für Betrugsversuche sind.

Sicherheitsprobleme kein Einzelfall

Bereits in der Vergangenheit gab es Sicherheitsvorfälle im Umfeld der Plattform. So wurde 2024 bekannt, dass Hacker Hotels mit Spyware infiziert hatten, um unter anderem Zugriff auf Verwaltungszugänge zu erhalten. Mit insgesamt rund 6,8 Milliarden Buchungen seit 2010 gehört Booking.com zu den größten Reiseplattformen weltweit – und steht damit besonders im Fokus von Cyberkriminellen.

Was Nutzer jetzt beachten sollten

Betroffene sollten aktuell besonders wachsam sein:

  • keine verdächtigen Links anklicken
  • Buchungsdetails nicht über Messenger teilen
  • nur offizielle Kommunikationskanäle nutzen
  • im Zweifel direkt den Support kontaktieren

Der Vorfall zeigt einmal mehr: Selbst große Plattformen sind nicht immun gegen Angriffe – und Nutzerdaten ein begehrtes Ziel.

Das könnte dich auch interessieren