Business & Beyond KI als Turbo: WTO sieht Welthandel bis 2040 um 37 % steigen

KI als Turbo: WTO sieht Welthandel bis 2040 um 37 % steigen

Die WTO prognostiziert ein massives Wachstum des globalen Handels durch KI-Technologien – aber nur, wenn die digitale Kluft zwischen armen und reichen Ländern überwunden wird.

Der globale Handel steht vor einem KI-getriebenen Wachstumsschub historischen Ausmaßes. Bis 2040 könnte der grenzüberschreitende Waren- und Dienstleistungsverkehr um bis zu 37 Prozent zulegen – allein durch den Einsatz künstlicher Intelligenz.

Gleichzeitig warnt die Welthandelsorganisation (WTO) vor einer neuen digitalen Spaltung, die ärmere Länder abzuhängen droht. Laut „FAZ“ könnte die globale Wirtschaftsleistung im gleichen Zeitraum um 12 bis 13 Prozent steigen – vorausgesetzt, die Technologie wird breit und fair implementiert.

Digitale Dienstleistungen als größte Gewinner

Der KI-Boom trifft nicht alle Branchen gleich. Besonders im Handel mit digitalen Dienstleistungen prognostiziert die WTO ein zusätzliches Wachstum von bis zu 42 Prozent, wie „moneycab.com“ berichtet.

Bei verarbeiteten Waren fällt der erwartete Schub mit 24 Prozent deutlich geringer aus, während der Rohstoffhandel mit nur knapp 10 Prozent am wenigsten profitiert. Bereits heute zeigen sich konkrete Vorteile: 90 Prozent der von der WTO befragten Unternehmen verzeichnen laut „retail-news.de“ messbare Effizienzgewinne durch KI-Einsatz in ihren Handelsprozessen.

Digitale Kluft als Wachstumsbremse

„Ohne proaktive politische Maßnahmen und eine stärkere internationale Zusammenarbeit könnte KI Ungleichheiten eher vertiefen als verringern“, warnt WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala laut „moneycab.com“.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im Referenzszenario der WTO, in dem ärmere Länder digital nicht aufholen, steigen die Einkommen der Hochlohnländer um 14 Prozent, während Niedrigeinkommensländer nur 8 Prozent zulegen. Die „FAZ“ berichtet, dass die WTO-Chefin besorgt sei, dass viele Arbeitnehmer und sogar ganze Volkswirtschaften zurückbleiben könnten.

Handelsbarrieren als Innovationsbremse

Ausgerechnet im KI-Bereich nehmen Handelsbarrieren zu. Wie „retail-news.de“ dokumentiert, haben sich handelspolitische Beschränkungen für KI-relevante Produkte von 130 Maßnahmen im Jahr 2012 auf fast 500 im Jahr 2024 vervielfacht.

Besonders problematisch: In manchen Niedrigeinkommensländern erreichen Zölle auf KI-relevante Technologien bis zu 45 Prozent. Der Handel mit KI-relevanten Produkten wie Halbleitern und Rechenzentrumskomponenten hatte 2023 bereits einen Wert von 2,3 Billionen Dollar, wie „moneycab.com“ meldet.

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