Business & Beyond Oxfam, Champagner und ein Denkfehler: Warum Reiche den Armen nichts wegnehmen

Oxfam, Champagner und ein Denkfehler: Warum Reiche den Armen nichts wegnehmen

Problem: So funktioniert Wirtschaft nicht.

Die Antwort gefällt Oxfam nicht. Sie lautet: Industrialisierung, Marktwirtschaft, offene Märkte. China, Indien, Vietnam – überall dort, wo wirtschaftliche Freiheit zugelassen wurde, ging Armut steil nach unten. Und überall dort, wo sozialistische Experimente kollabierten, übrigens auch.

Zwischen 2000 und heute fiel der Anteil der extrem Armen von knapp 30 Prozent auf historische Tiefststände. Im selben Zeitraum explodierten die Vermögen der Milliardäre. Nach der Oxfam-Logik dürfte das nicht passieren. In der Realität ist es genau so passiert: mehr Reiche, weniger Arme.

Das eigentliche Problem ist deshalb nicht Oxfam. NGOs dürfen irren, moralisieren, dramatisieren – das ist ihr Geschäftsmodell. Das eigentliche Problem ist die mediale Echokammer, die diese Story jedes Jahr ungefiltert nacherzählt. Empörung klickt besser als Statistik. Schuldige verkaufen sich besser als Zusammenhänge.

Dabei ist die Wahrheit ziemlich unsexy – aber verdammt erfolgreich: Wirtschaftswachstum macht die Reichen reicher. Und die Armen weniger arm. Kein Skandal. Sondern der größte Fortschritt, den die Menschheit je hinbekommen hat.

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