Business & Beyond Palantirs 10-Milliarden-Deal: Wenn Big Data auf Big Military trifft

Palantirs 10-Milliarden-Deal: Wenn Big Data auf Big Military trifft

Die US-Army bündelt 75 Verträge mit Palantir in einem 10-Milliarden-Deal. Der KI-Spezialist festigt damit seine Position als zentraler Technologiepartner des Militärs – mit Rekordgewinnen und politischen Implikationen.

Die Grenzen zwischen Silicon Valley und Pentagon verschwimmen weiter. Mit einem neuen Mega-Deal im Volumen von bis zu 10 Milliarden Dollar über zehn Jahre sichert sich die US-Army die Dienste des Datenanalyse-Spezialisten Palantir.

Bemerkenswert: Der Vertrag fasst 75 bestehende Vereinbarungen zusammen und markiert die bisher größte bekannte Auftragsobergrenze für das von Peter Thiel mitgegründete Unternehmen. Laut „trendingtopics.eu“ soll die Konsolidierung Lieferzeiten beschleunigen und Vermittlungsgebühren eliminieren.

KI-Boom treibt Wachstum

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im vergangenen Quartal kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 48 Prozent auf über eine Milliarde Dollar, wie „finanzen.net“ berichtet. Besonders beeindruckend entwickelte sich das Geschäft mit US-Unternehmen, wo die Erlöse um 93 Prozent auf 306 Millionen Dollar zulegten. Parallel dazu stieg der Umsatz aus Regierungsaufträgen in den USA um 53 Prozent auf 426 Millionen Dollar.

Der Quartalsgewinn erreichte 326,7 Millionen Dollar – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum (134,1 Millionen Dollar). Diese Performance übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich. Entsprechend optimistisch fällt die neue Jahresprognose aus: Palantir rechnet nun mit einem Umsatz zwischen 4,14 und 4,15 Milliarden Dollar für 2025, wie „tagesschau.de“ meldet.

Militärische Datenanalyse als Kerngeschäft

Palantirs Software spielt längst eine zentrale Rolle in der modernen Kriegsführung. Das Unternehmen liefert Schlüsselkomponenten wie das Maven Smart System zur Echtzeit-Geodatenanalyse. Diese Technologie ermöglicht es Militärs, aus einer Flut von Daten – von Satellitenbildern bis zu Geheimdienstinformationen – handlungsrelevante Erkenntnisse zu gewinnen.

„Der Vertrag spiegelt einen breiteren Wandel wider, der anerkennt, dass Software keine Unterstützungsfunktion ist – sie ist entscheidend für die operative Einsatzbereitschaft“, erklärt Wendy Anderson, ehemalige Palantir-Führungskraft, laut „trendingtopics.eu“. Die Vereinbarung schaffe einen Präzedenzfall für die Zusammenarbeit zwischen Regierung und Industrie.

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