Deluxe & Destinations Grandiose Gastgeber: Wunderhäuser aus Dolomitstein

Grandiose Gastgeber: Wunderhäuser aus Dolomitstein

Gelebte Nachhaltigkeit in Südtirol: Architektonische Wunderhäuser aus Dolomitstein, Boutique-Hotels aus Tonziegel, hippe Pensionen, die auf Regionalität setzen.

Gleich eine Warnung zu Beginn

Vielleicht ist es nicht die beste Idee, Andreas Kofler mit seinem eigenen Wein zu besuchen. Schließlich ist der Obmann der Kellerei Kurtatsch nicht nur ein sympathischer Mann, sondern auch ein herausragender Gastgeber. Sein „Tres“ aus 70 Prozent Merlot, 25 Prozent Cabernet Franc und fünf Prozent Cabernet Sauvignon – ein Traum. Für die Spitzenqualität sind 190 Familien verantwortlich,
die 190 Hektar Weinberge bewirtschaften. „Unsere Mitglieder kennen jede einzelne Traube“, frohlockt Kofler. Und das schmeckt man. Deswegen: Auto daheimlassen!

Diejenigen, die nach 2020 in den Genuss kamen und Kofler in dem umjubelten Architektur-Highlight in Kurtatsch besuchten, wissen das. „Zu unserem 120-jährigen Jubiläum haben wir uns selbst ein Geschenk gemacht“, sagt er. Denn: „Seitdem haben wir den Umsatz verdoppelt.”

Erfolgreich dank transversalem Ökosystem

Kofler zeigt exemplarisch, wie das transversale Ökosystem in Südtirol funktioniert. Das was? Damit ist gemeint, dass das enge Zusammenspiel zwischen Gastronomie, Hotellerie und Landwirtschaft funktioniert. Beispiel? Katharina „Kat“ Sparer, die in Kaltern das hippe Boutique-Hotel „Pension Leuchtenburg“ eröffnete, ist auch Sommelierin. Und auf den Teller kommt, was rund um den Kalterer See wächst. „Für mich ist das kein Hotel, sondern ein Lebensprojekt. Schließlich wohnen wir hier“, sagt die Macherin.

Der transversale Gedanke findet sich auch im Lasserhaus in Brixen. Das Hotel aus dem 15. Jahrhundert ist seit jeher Begegnungsstätte für Künstler aus aller Welt. Das Badhaus, ein paar Meter weiter, lehnt sich in puncto Architektur weit aus dem Fenster. Wobei, eigentlich nicht – denn die Fenster des Neubaus sind nicht zum Öffnen da. Klingt ungewöhnlich. Aber gewöhnlich ist an diesem Haus, dessen Fassade handgefertigte Tonziegel zieren, nichts. Gar nichts. Über ein Jahr lang wurde die Farbe des dahinterstehenden Turms auf das Hipster-Hotel abgestimmt. Gute Arbeit!

Über allem steht: die Nachhaltigkeit

Ob Wein, Kunst oder Architektur – über allem steht die Nachhaltigkeit. Für Unterkunftsbetriebe gibt es seit zwei Jahren das Nachhaltigkeitslabel Südtirol. Es orientiert sich an GSTCStandards (Global Sustainable Tourism Council) und zeichnet jene aus, die es ernst meinen. Dass Nachhaltigkeit kein Trend ist, sondern in Bergregionen schon immer zum Alltag gehört hat, beweisen auch viele Südtiroler Bäuerinnen und Bauern. Bewirtschaftet wird bis auf 2000 Metern Höhe.

Und geforscht wird auch. Das Forschungszentrum Laimburg beschäftigt sich seit über 50 Jahren mit Themen wie nachhaltige Anbaumethoden, ökologischem Pflanzenschutz, neuen Sorten oder Bodengesundheit. Was in Südtirol nie außen vor ist: Genuss. So gibt es weltweit nur hier die Ausbildung zum Apfel-Sommelier…

Weitere Infos unter www.suedtirol.biz

Das legendäre Boutiquehotel Badhaus in Brixen

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