Deluxe & Destinations Risiko-Atlas 2026: Die neuen Gefahrenzonen für globale Reisen

Risiko-Atlas 2026: Die neuen Gefahrenzonen für globale Reisen

Die aktuelle Risk Map 2026 zeigt überraschende Verschiebungen globaler Krisenherde: Ecuador statt Mexiko, Ostafrika statt Westafrika. Für internationale (Geschäfts-)Reisende ändern sich damit die Risikokalkulationen fundamental.

Die globalen Gefahrenzonen verschieben sich. Während Krisenexperten noch 2025 vor Reisen nach Mexiko, Haiti und in den Iran warnten, zeichnet die neue Risk Map der Hamburger Sicherheitsanalysten von A3M für 2026 ein verändertes Bild. Laut „Travelbook“ rücken nun Ecuador, Venezuela, Guinea-Bissau, Mosambik und Tansania in den Fokus der Hochrisikogebiete – mit erheblichen Konsequenzen für internationale Reisen und globale Lieferketten.

Datenbasierte Risikoanalyse als Wirtschaftsfaktor

Die Risk Map ist längst mehr als ein Tool für Touristen – sie fungiert als strategisches Instrument für Unternehmen mit internationalen Geschäftsbeziehungen.

Die Sicherheitslandkarte basiert auf der Auswertung von rund 500 verschiedenen Quellen, darunter Nachrichtenagenturen und Außenministerien, wie „Travelbook“ berichtet. Die Analysten bewerten dabei nicht nur offensichtliche Gefahren wie Terrorismus und bewaffnete Konflikte, sondern auch wirtschaftliche Sicherheitsaspekte, Infrastruktur und Gesundheitsversorgung.

Regionale Verschiebungen mit Marktkonsequenzen

Besonders auffällig: Die geopolitischen Brennpunkte verlagern sich regional. In Lateinamerika sind nicht mehr Mexiko und Haiti die größten Sorgenkinder, sondern Ecuador und Venezuela.

In Afrika haben sich die Risikozonen von West nach Ost verlagert – mit Tansania und Mosambik als neuen Problemregionen. Diese Verschiebungen haben direkte Auswirkungen auf Handelsrouten, Rohstoffmärkte und Investitionsstrategien global agierender Unternehmen.

Überraschende Entspannung in Konfliktregionen

Gleichzeitig zeigt die Risk Map 2026 auch positive Entwicklungen. Während 2025 noch Argentinien, Armenien und Moldau als Aufsteiger galten, sind es nun ausgerechnet geopolitische Spannungsgebiete wie Israel, Iran, Indien und Pakistan, die eine verbesserte Sicherheitslage aufweisen.

Laut „Travelbook“ signalisiert diese Entwicklung eine überraschende Entspannung in mehreren traditionellen Krisenregionen – ein potenzielles Zeichen für neue Wirtschaftschancen in diesen Märkten.

Deutschland rutscht in der Sicherheitsbewertung ab

Für den Wirtschaftsstandort Deutschland gibt es einen kleinen Dämpfer: Die Bundesrepublik wird nicht mehr als „sehr sicher“ (dunkelgrün), sondern nur noch als „gering riskant“ (hellgrün) eingestuft.

Diese subtile Abstufung, die bereits seit 2025 besteht, könnte langfristig Auswirkungen auf Standortentscheidungen internationaler Unternehmen haben. Die Schweiz, Norwegen und Finnland halten dagegen ihre Spitzenposition als Länder mit „sehr geringem Risiko“.

Business Punk Check

Die Risk Map ist mehr als buntes Kartenmaterial – sie ist ein knallharter Wirtschaftsindikator. Unternehmen, die frühzeitig auf diese Verschiebungen reagieren, sichern sich Wettbewerbsvorteile. Die überraschende Stabilisierung im Iran und in Pakistan öffnet Märkte mit enormem Potenzial, während die Destabilisierung in Ostafrika etablierte Lieferketten gefährdet.

Besonders brisant: Deutschlands Abstufung von „sehr sicher“ zu „gering riskant“ wird in internationalen Boardrooms registriert. Während der Unterschied marginal erscheint, könnte er bei knappen Standortentscheidungen den Ausschlag geben. Wer jetzt seine Risikostrategien anpasst, ist 2027 vorne – wer weitermacht wie bisher, wird von geopolitischen Realitäten eingeholt.

Häufig gestellte Fragen

  • Welche neuen Märkte werden durch verbesserte Sicherheitslagen zugänglicher?
    Israel, Iran, Indien, Pakistan und Madagaskar zeigen positive Entwicklungen. Besonders der Iran und Pakistan bieten erhebliches Marktpotenzial für First-Mover, die bereit sind, kalkulierte Risiken einzugehen. Unternehmen sollten jedoch weiterhin mit lokalen Sicherheitsexperten zusammenarbeiten.
  • Wie sollten Unternehmen auf die Destabilisierung in Ostafrika reagieren?
    Lieferketten mit Berührungspunkten in Tansania und Mosambik benötigen sofortige Risikoprüfungen. Etablieren Sie Ausweichrouten, diversifizieren Sie Lieferantenbeziehungen und implementieren Sie Frühwarnsysteme für lokale Entwicklungen. Alternative Routen über Kenia oder Südafrika prüfen.
  • Was bedeutet Deutschlands Abstufung konkret für internationale Investoren?
    Die Abstufung von „sehr sicher“ zu „gering riskant“ ist subtil, aber relevant. Investoren sollten verstärkt regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands berücksichtigen und bei kritischer Infrastruktur zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen einplanen. Die Grundstabilität bleibt jedoch erhalten.
  • Wie können Unternehmen die Risk Map für strategische Entscheidungen nutzen?
    Integrieren Sie die Daten in Ihr Risikomanagement, nutzen Sie sie für Make-or-Buy-Entscheidungen und zur Bewertung neuer Märkte. Kombinieren Sie die Risk Map mit Branchenanalysen und entwickeln Sie Szenarien für verschiedene geopolitische Entwicklungen. Kritisch: Überprüfen Sie die Daten quartalsweise.

Quellen: „Travelbook“

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