work wise · asylchaos

Deutschland: Zwischen Asylchaos, wirtschaftlichem Niedergang und Hoffnung 

Charles M Huber
Foto: Shutterstock
Erschienen
Aktualisiert
Lesezeit5 Min · 926 Wörter
Seite2 / 3

In Bezug auf die CDU stimmt mich optimistisch stimmt, dass die Partei nach einer Phase der Orientierungslosigkeit wieder eine Richtung gefunden hat. Dafür ist ein Mann verantwortlich. Und dieser Mann heißt Friedrich Merz. Das Land braucht jemanden wie ihn, um sich aus dem Strudel eines wirtschaftlichen Abwärtstrends zu befreien und zu altem Selbstbewusstsein zu gelangen. Denn unser Ansehen hat auch im Ausland gelitten. Man bezeichnet uns mittlerweile als naiv.  

Das Asylchaos im Allgemeinen sowie die von manchen Asylbewerbern verübte Gewaltkriminalität, die administrative Trägheit in Bezug auf deren Abschiebung – vielen Menschen fällt es schwer, dies nachzuvollziehen.     

 Schleuser und radikale Islamisten beobachten auf Nachrichtenportalen mit großer Aufmerksamkeit, wie sich der politische Diskurs in Deutschland und der EU zum Thema Asyl entwickelt, um sich dann strategisch und logistisch auf entsprechende Veränderungen vorzubereiten. Tatsache ist, dass Schleuserkriminalität, Terrorismus und Waffenhandel eine Einheit bilden. Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass Gelder, die aus diesen Bereichen erwirtschaftet werden, zu einem großen Teil der Förderung des internationalen Terrorismus dienen.  

Wer vor diesem Hintergrund temporäre Grenzschließungen fordert, ist daher kein rückwärtsgewandter Politiker, sondern ein Realist mit Verantwortungsbewusstsein.   

Charles M. Huber

Charles M. Huber, 1956 in München geboren, ist Schauspieler, Autor, Politikberater und ehemaliger Bundestagsabgeordneter. Bekannt wurde Huber als erster Seriendarsteller mit afrikanischen Wurzeln außerhalb der USA durch seine Rolle des Kriminalkommissars Henry Johnson (1986-97) in der ZDF-Krimiserie „Der Alte“. 2013 trat er für die CDU im Wahlkreis Darmstadt an und kam über die hessische Landesliste in den Deutschen Bundestag, dem er bis 2017 angehörte. Seit 2020 war der Sohn eines senegalesischen Vaters und einer deutschen Mutter Berater von Macky Sall, Präsident des Senegal (bis April 2024). 2019 trat Huber unter Protest gegen Äußerungen des damaligen Afrikabeauftragten der Bundesregierung, Günter Nooke (CDU), aus der Partei aus. Inzwischen hat sich der Autor der Autobiografie „Ein Niederbayer im Senegal“ (Frankfurt 2005) und „Weltbühne Afrika“ (Paderborn 2023) den Christdemokraten wieder angeschlossen, wie Huber in diesem Originalartikel für The European schreibt.