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Extremes UV-Licht für die Mikrochip-Produktion gewinnt Deutschen Zukunftspreis 2020

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Gestern Abend wurde der Deutsche Zukunftspreis 2020 übergeben – ohne große Zeremonie, sondern per Livestream. Gewonnen hat ein Forscher-Team von Zeiss, Trumpf und dem Fraunhofer Institut. Ihre Innovation: EUV-Lithografie. Dabei wird „extremes“ UV-Licht eingesetzt, um mikroelektronische Bauteile mit sehr feinen Strukturen anzufertigen. Ein Use-Case: die Mikrochip-Produktion.

Neben der EUV-Litografie konkurrierten ein robotisches Visualisierungssystem für die Mikrochirurgie sowie ein neuartiges Dämmkonzept für Häuser um den begehrten Platz auf dem Treppchen.

Dr. rer. nat. Peter Kürz erklärt die EUV-Lithografie.

Der Deutsche Zukunftspreis ist der Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, er wird von ihm einmal im Jahr vergeben. Seit 2006 werden die Beiträge der Gewinner*innen in einer Dauerausstellung im Deutschen Museum in München ausgestellt.

Allen Projekten gemein ist, dass sie nicht nur für wissenschaftliche Exzellenz stehen, sondern für einen klar erkennbaren Nutzen der Forschung für die Gesellschaft, für die Umwelt und für die Wirtschaft. 2019 konnte sich Celonis mit ihrer Process Mining-Technologie den mit 250.000 Euro dotierten Preis sichern.

2020 habe das Corona-Jahr die Forschungsfelder Wissenschaft und Technik besonders ins Licht gerückt, äußerte sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gestern Abend nach der Preisverleihung: „Die Chance ist, dass wir in kaum einem Jahr zuvor so intensiv über Wissenschaft und die Notwendigkeit und Bedeutung von Forschung geredet haben.“

Portrait Insa Schniedermeier

Insa Schniedermeier

Insa ist seit 2020 bei Business Punk und schreibt für Print und Online. Ursprünglich kommt sie aus der Wirtschaft, hat BWL studiert und einige Jahre in großen Unternehmen und Beratungen gearbeitet. Wenn Insa nicht schreibt, findet man sie meist in Laufschuhen oder Yogapants.