Finance & Freedom Bitcoin in der Rente: Trumps 12,5-Billionen-Dollar-Wette auf riskante Altersvorsorge – und was Deutschland davon lernen kann

Bitcoin in der Rente: Trumps 12,5-Billionen-Dollar-Wette auf riskante Altersvorsorge – und was Deutschland davon lernen kann

Trump öffnet US-Altersvorsorge für Bitcoin & Co. – 90 Millionen Amerikaner könnten bald ihre Rente mit Kryptowährungen aufstocken. Was Deutschland von diesem gewagten Experiment lernen kann.

Ein Präsidentenerlass mit Sprengkraft für die Finanzwelt: Donald Trump greift nach dem 12,5-Billionen-Dollar-Schatz der amerikanischen Altersvorsorge und will ihn für Kryptowährungen, Immobilien und Private Equity öffnen. Der Vorstoß könnte die Rentenkonten von über 90 Millionen US-Bürgern grundlegend verändern – und gleichzeitig ein Experiment starten, das auch für die deutsche Rentendebatte relevant werden könnte.

Das 401(k)-System: Amerikas Rentenbaukasten

Das US-Rentensystem unterscheidet sich fundamental vom deutschen Modell. Während hierzulande die gesetzliche Rente dominiert, müssen Amerikaner ihre Altersvorsorge weitgehend selbst organisieren. Kernstück ist das sogenannte 401(k)-System, bei dem Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttoeinkommens in individuelle Anlagekonten investieren können.

Laut „Zeit“ werden diese Beiträge erst bei der Auszahlung im Rentenalter versteuert, was den Zinseszinseffekt deutlich verstärkt. Bislang fließen diese Gelder hauptsächlich in konservative Anlagen wie Staatsanleihen und Indexfonds. Der Grund: Arbeitgeber und Vermögensverwalter tragen die treuhänderische Verantwortung für diese Investments und müssen bei hohen Verlusten mit Klagen rechnen. „Die Realität ist, dass es ein hohes Klagerisiko gibt“, so Blackrock-Chef Larry Fink laut „Spiegel“.

Trumps Krypto-Offensive für die Altersvorsorge

Was Trump nun per Executive Order anstrebt, ist nichts weniger als eine Revolution des US-Vorsorgesystems. Das Arbeitsministerium und die Börsenaufsicht SEC sollen die Vorschriften für 401(k)-Pläne überarbeiten, um alternative Anlageklassen zu ermöglichen. Wie „Btc Echo“ berichtet, stehen dabei besonders Kryptowährungen, Immobilien und nicht börsennotierte Unternehmensbeteiligungen im Fokus.

Der Präsidentenerlass könnte einen Markt von 12,5 Billionen Dollar (etwa 10,7 Billionen Euro) für neue Anlageformen öffnen. Profiteure wären vor allem große Vermögensverwalter wie Blackstone, KKR und Apollo Global Management, die schon lange auf diesen Milliardenschatz schielen. Auch die Krypto-Branche dürfte aufatmen – schließlich hatte Trump bereits im Wahlkampf versprochen, Digitalwährungen stärker in den Finanzalltag zu integrieren.

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