Finance & Freedom Bitcoin vor Schicksalswoche: Warum der Fed-Entscheid den Kurs in neue Höhen treiben könnte

Bitcoin vor Schicksalswoche: Warum der Fed-Entscheid den Kurs in neue Höhen treiben könnte

Charttechniker sehen nun den Weg frei bis in den Bereich von 120.000 Dollar. Allerdings mahnen Experten zur Vorsicht: Ab 120.000 US-Dollar sind erste Gewinnmitnahmen denkbar. Die politischen Unsicherheiten in den USA könnten zwar langfristig dem Bitcoin in die Karten spielen, bei einer größeren Korrektur an den Aktienmärkten wäre die Kryptowährung als Risiko-Asset jedoch ebenfalls betroffen.

Analysten überbieten sich mit Kurszielen

Die langfristigen Prognosen der Experten bleiben außerordentlich bullish. Der US-Vermögensverwalter VanEck sieht für das zweite Halbjahr 2025 Kurse von 180.000 Dollar voraus und verweist dabei auf Ähnlichkeiten zu früheren Bitcoin-Zyklen. Als zusätzlichen Treiber identifizieren die Analysten mögliche Umschichtungen vom physischen ins digitale Gold, was den Preis sogar bis auf 450.000 Dollar katapultieren könnte.

Noch ambitionierter zeigt sich Cathie Woods Investmentgesellschaft Ark Invest. Ihre aktualisierten Kursziele bis 2030 reichen von 500.000 Dollar im pessimistischen Szenario bis zu atemberaubenden 2,4 Millionen Dollar im optimistischen Fall. Als wahrscheinlichstes Szenario sehen Woods Analysten einen Bitcoin-Preis von 1,2 Millionen Dollar.

Die Haupttreiber für diese Entwicklung seien laut Ark Invest „das stark steigende institutionelle Engagement, die Substitution von Gold durch das digitale Gold Bitcoin und die Entwicklung von Bitcoin-Reserven bei Unternehmen und Staaten.“

Die 150.000-Dollar-Marke als psychologischer Wendepunkt

Eine besonders interessante These vertritt Hunter Horsley, CEO des Krypto-Vermögensverwalters Bitwise. Er prognostiziert, dass der aktuelle Verkaufsdruck bald der Vergangenheit angehören könnte – spätestens wenn Bitcoin die Marke von 130.000 bis 150.000 Dollar durchbricht.

„Ich denke, sobald Bitcoin beispielsweise 130.000 bis 150.000 Dollar durchbricht, wird niemand mehr seinen Bitcoin verkaufen“, erklärte Horsley kürzlich auf der Plattform X. Der aktuelle Verkaufsdruck stamme hauptsächlich von Frühinvestoren, die zu deutlich niedrigeren Kursen eingestiegen sind und nun im Bereich der 100.000-Dollar-Marke Gewinne mitnehmen.

Statt ihre Coins zu verkaufen, würden Bitcoin-Besitzer in Zukunft eher auf Kredite gegen ihre Bestände zurückgreifen, was das verfügbare Angebot weiter verknappen und den Preis zusätzlich beflügeln könnte. „Es wird einfach nicht genug Bitcoin geben“, so Horsleys Prognose.

Ausblick: Die entscheidende Phase hat begonnen

Die kommende Woche markiert eine kritische Phase für Bitcoin. Der Fed-Entscheid am Mittwoch wird zwar voraussichtlich keine unmittelbare Zinssenkung bringen, könnte aber durch die begleitenden Aussagen zur zukünftigen Geldpolitik wichtige Signale senden. Sollten die Währungshüter Andeutungen auf baldige Lockerungen machen, dürfte dies dem Bitcoin-Kurs zusätzlichen Auftrieb verleihen.

Realistisch erscheint für 2025 ein Kursziel von 150.000 Dollar – eine Marke, die bereits vor zweieinhalb Jahren bei Kursen unter 20.000 Dollar prognostiziert wurde. Die fundamentalen Faktoren sprechen für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends: Die institutionelle Nachfrage wächst, das Angebot verknappt sich durch das Halving, und die makroökonomischen Unsicherheiten treiben Anleger verstärkt in alternative Wertaufbewahrungsmittel.

Die entscheidende Frage wird sein, ob Bitcoin nach dem Fed-Entscheid die psychologisch wichtige 120.000-Dollar-Marke überwinden kann. Gelingt dies, könnte der Weg zu neuen Höchstständen frei sein – und die Schicksalswoche zum Startschuss für die nächste Rallye werden.

Quellen: newsbit.de, boerse-online.de, deraktionaer.de

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