Finance & Freedom DAK-Chef warnt vor steigenden Beiträgen: „Wir müssen diese Beitragsspirale endlich durchbrechen“

DAK-Chef warnt vor steigenden Beiträgen: „Wir müssen diese Beitragsspirale endlich durchbrechen“

Rechnung mit bitterem Beigeschmack

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die drohende Mehrbelastung: Ein Arbeitnehmer mit einem Bruttolohn von 3.000 Euro zahlt derzeit bei einem Arbeitnehmeranteil von 8,75 Prozent rund 306,25 Euro monatlich. Steigt dieser Anteil auf zehn Prozent, erhöht sich die Summe auf 350 Euro – ein Plus von 43,75 Euro pro Monat. Und das ist nur der Anfang, denn auch die anderen Sozialversicherungsbeiträge könnten steigen. Die Summe aller Sozialversicherungskosten könnte von derzeit 42,3 Prozent auf 49,7 Prozent klettern „Es gibt ein gravierendes Finanzierungsproblem im Sozialsystem, das kurzfristig gelöst werden muss und kann, um Versicherte und Arbeitgeber nicht weiter zu belasten“, so Storm weiter.

Die drohende Erhöhung der Krankenkassenbeiträge ist mehr als nur ein finanzielles Problem. Sie ist ein Weckruf an die Politik, endlich zu handeln. Die steigenden Kosten belasten nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die Arbeitgeber, die einen Teil der Beiträge mittragen müssen.

Ohne ein Eingreifen der Regierung könnten die Sozialversicherungskosten bald die Hälfte des Bruttolohns verschlingen. Das wäre ein herber Rückschlag für die soziale Gerechtigkeit und die wirtschaftliche Stabilität. Es ist höchste Zeit, dass die Politik die Warnungen von Andreas Storm ernst nimmt und Maßnahmen ergreift, um die Beitragszahler zu entlasten. Denn eines ist klar: Tatenlosigkeit ist keine Option.

Quelle: merkur.de

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