Finance & Freedom Hier trifft Karriere auf Kaufkraft: Deutschlands Zentren des Wohlstands

Hier trifft Karriere auf Kaufkraft: Deutschlands Zentren des Wohlstands

Metropolen im freien Fall

Die vermeintlichen Wirtschaftsmotoren Deutschlands erleben im Kaufkraft-Ranking einen dramatischen Absturz. München schafft es mit Rang 33 noch am besten, wie „Focus“ dokumentiert. Die nächste Großstadt folgt erst auf Platz 131 mit Düsseldorf. Besonders heftig trifft es Hamburg, das um 220 Plätze auf Rang 304 abstürzt.

Auch Berlin (Platz 373) und Frankfurt am Main (Platz 389) landen weit hinten. Der Grund für den Metropolen-Absturz liegt auf der Hand: Die exorbitanten Lebenshaltungskosten fressen die höheren Einkommen auf. In München liegen die Kosten laut „Bild“ 24,4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt – das kostet die Stadt im Vergleich zum reinen Einkommensranking fast 7.000 Euro und 28 Plätze.

Die Hidden Champions der Provinz

Die wahren Gewinner sind unscheinbare Regionen mit solider Wirtschaftsstruktur. Studienautor Schröder nennt sie „Hidden Champions“: Landkreise mit vielen gut verdienenden Facharbeitern, wo solides Einkommen auf moderate Lebenshaltungskosten trifft.

Dazu zählen laut „Focus“ Regionen wie Donau-Ries, Bad Dürkheim, Erlangen-Höchstadt oder Gütersloh. Auch bei den Aufsteigern dominiert die Provinz: Der Landkreis Hof macht mit 126 Plätzen den größten Sprung nach oben und landet auf Rang 86. Tirschenreuth klettert um 123 Plätze auf Rang 29.

Die regionale Kluft

Das Kaufkraft-Ranking offenbart eine klare regionale Spaltung. Bayern dominiert mit 28 der 50 bestplatzierten Regionen die Spitzengruppe. Bemerkenswert: In den Top 100 findet sich kein einziger Eintrag aus Ostdeutschland. Am unteren Ende der Skala dominieren Städte – allen voran Offenbach mit nur 19.022 Euro Kaufkraft pro Kopf, gefolgt von Gelsenkirchen, Duisburg und Bremerhaven.

Seite 2 / 3
Vorherige Seite Nächste Seite

Das könnte dich auch interessieren