Finance & Freedom Infos zum Hausbau: Diese staatliche Förderungen gibt es 2026

Infos zum Hausbau: Diese staatliche Förderungen gibt es 2026

7,7 Milliarden Euro pumpt der Staat 2026 in den Wohnungsmarkt. Vom Bausparvertrag bis zum Wohn-Riester – wer clever plant, kann massiv profitieren. Die wichtigsten Förderungen im Überblick.

Der Staat greift tief in die Tasche, um den Immobilienmarkt anzukurbeln. Rund 7,7 Milliarden Euro fließen 2026 in verschiedene Wohnprogramme – vom sozialen Wohnungsbau bis zur Eigentumsförderung für Familien. Während vier Milliarden Euro allein für sozialen Wohnungsbau und junges Wohnen reserviert sind, lohnt für Immobilieninteressierte ein genauer Blick auf die verschiedenen Fördertöpfe. Denn wer die richtigen Hebel kennt, kann sich erhebliche finanzielle Vorteile sichern.

Die Bundesländer mischen mit

Die Förderkulisse in Deutschland gleicht einem Flickenteppich. Neben den bundesweiten Programmen haben alle 16 Bundesländer eigene Fördertöpfe aufgelegt, wie „drklein.de“ berichtet.

Über spezielle Banken vergeben sie zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse – besonders für Familien mit Kindern. Die Bedingungen variieren dabei erheblich: Einkommensgrenzen, Kinderzahl und Selbstnutzung sind typische Kriterien. Wer hier durchblicken will, sollte die regionalen Angebote systematisch vergleichen.

Kommunale Förderung – der unterschätzte Faktor

Städte und Gemeinden buhlen aktiv um Familien mit Kindern. Laut „giese-immobilien.de“ reicht die Palette von zinsgünstigen Darlehen über direkte Zuschüsse bis hin zu subventioniertem Bauland.

Manche Kommunen übernehmen sogar Kindergartenbeiträge, um attraktiv zu bleiben. Der Haken: Die Fördertöpfe sind begrenzt und werden nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben. Anträge müssen daher unbedingt vor Baubeginn oder Kaufabschluss gestellt werden.

Steuervorteile für Denkmalschutz-Liebhaber

Für Fans historischer Immobilien gibt es einen besonderen Bonus. Wer ein denkmalgeschütztes Gebäude kauft, kann die Modernisierungskosten steuerlich absetzen – und zwar mit 9 Prozent über zehn Jahre, wie „drklein.de“ erläutert.

Voraussetzung: Die Modernisierungskosten dürfen in den ersten drei Jahren 15 Prozent des Kaufpreises nicht überschreiten. Wichtig ist eine vorherige Bescheinigung der Denkmalbehörde, um die Steuervorteile später auch wirklich nutzen zu können.

Bausparvertrag: Klassiker mit staatlichem Bonus

Der Bausparvertrag bleibt ein solides Instrument für langfristige Immobilienpläne. Wer vermögenswirksame Leistungen einzahlt, sichert sich eine Arbeitnehmersparzulage von 9 Prozent der Beiträge.

Allerdings gelten Einkommensgrenzen: Singles dürfen maximal 40.000 Euro versteuerbares Einkommen haben, bei Ehepaaren liegt die Grenze bei 80.000 Euro, so „drklein.de“. Zusätzlich winkt die Wohnungsbauprämie von 10 Prozent für Einzahler mit einem Jahreseinkommen unter 35.000 Euro.

Wohn-Riester: Altersvorsorge mit Immobilienfaktor

Die Riester-Förderung lässt sich auch für Immobilien nutzen – ein Weg, der besonders für Familien und Geringverdiener attraktiv ist. Wie „giese-immobilien.de“ berichtet, gibt es verschiedene Modelle: Die Einzahlung in einen Bausparvertrag für künftige Projekte, die Tilgung bestehender Darlehen oder ein Kombidarlehen aus tilgungsfreiem Kredit und Bausparvertrag.

Zu beachten ist die Selbstnutzungspflicht – wer verkauft, muss Zulagen zurückzahlen. Außerdem werden die Förderbeträge im Rentenalter nachgelagert besteuert.

BAFA-Förderung für Energiemodernisierer

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt gezielt Investitionen in erneuerbare Energien. Hausbesitzer, die ihre alte Heizung durch Wärmepumpen, Solarthermie oder Biomasse-Anlagen ersetzen, erhalten Zuschüsse oder Bonuszahlungen.

Laut „drklein.de“ müssen Anträge zwingend vor Beginn der Maßnahmen gestellt werden. Die Förderung konzentriert sich hauptsächlich auf Bestandsgebäude – Neubauten gehen meist leer aus.

Business Punk Check

Die staatliche Förderkulisse gleicht einem Dschungel, in dem sich nur Profis zurechtfinden. Die Realität: Wer nicht systematisch alle Ebenen – Bund, Land, Kommune – abklopft, verschenkt leicht fünfstellige Beträge. Besonders ärgerlich: Die Einkommensgrenzen sind oft so niedrig angesetzt, dass gerade die Mittelschicht durch alle Raster fällt.

Mit 35.000 Euro Jahreseinkommen bekommt man in Ballungsräumen kaum noch eine Immobilienfinanzierung. Zudem sind viele Förderprogramme chronisch unterfinanziert und schnell ausgeschöpft. Der clevere Ansatz: Kombinieren verschiedener Förderungen und frühzeitige Antragstellung – mindestens sechs Monate vor dem geplanten Kauf. Wer jetzt nicht handelt, verpasst den Förder-Zug komplett.

Häufig gestellte Fragen

  • Welche Förderungen lassen sich kombinieren, um maximale Zuschüsse zu erhalten?
    Besonders effektiv ist die Kombination aus kommunaler Förderung mit Landes- und Bundesprogrammen. Beispiel: BAFA-Zuschüsse für erneuerbare Energien plus Landesfördermittel plus Wohnungsbauprämie. Wichtig: Die Programme dürfen sich nicht gegenseitig ausschließen – daher vorab mit einem Förderexperten prüfen.
  • Wie umgeht man die niedrigen Einkommensgrenzen bei staatlichen Förderungen?
    Strategische Einkommensplanung ist der Schlüssel. Selbstständige können durch Investitionen ihr zu versteuerndes Einkommen senken. Angestellte sollten prüfen, ob ein Ehepartner die Förderung beantragen kann oder ob Sonderzahlungen ins Vorjahr verschoben werden können. Alternativ: Auf kommunale Programme ausweichen, die oft höhere Grenzen haben.
  • Welche Förderungen sind für junge Familien in Ballungsräumen am sinnvollsten?
    In teuren Regionen sollten junge Familien primär auf Landesprogramme und kommunale Förderungen setzen. Diese bieten oft höhere Zuschüsse als Bundesprogramme und berücksichtigen regionale Preisunterschiede. Besonders wertvoll: Programme mit vergünstigtem Bauland, da hier die größte Ersparnis winkt.
  • Wie lange im Voraus sollte man Förderanträge stellen?
    Mindestens sechs Monate vor geplantem Kauf oder Baubeginn sollten alle Förderanträge gestellt werden. Bei kommunalen Programmen empfiehlt sich sogar ein Vorlauf von 9-12 Monaten, da die Budgets oft schon früh im Jahr ausgeschöpft sind. Tipp: Setzen Sie sich auf Wartelisten für das Folgejahr, falls aktuelle Töpfe bereits leer sind.
  • Lohnt sich der bürokratische Aufwand für kleinere Fördersummen überhaupt?
    Absolut. Selbst kleinere Förderbeträge summieren sich über die Laufzeit einer Finanzierung erheblich. Beispiel: 5.000 Euro Zuschuss sparen bei einem 30-jährigen Darlehen mit 3,5% Zinsen rund 9.700 Euro. Zudem lassen sich viele Anträge mittlerweile digital stellen, was den Aufwand deutlich reduziert.

Quellen: „drklein.de“, „giese-immobilien.de“

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