Finance & Freedom Kfz- und Gebäudeversicherungen explodieren 2026 – so trickst du das System aus

Kfz- und Gebäudeversicherungen explodieren 2026 – so trickst du das System aus

Kfz- und Gebäudeversicherungen werden 2026 deutlich teurer. Mit diesen Tricks kannst du trotz Preiserhöhungen clever sparen – ohne auf wichtigen Schutz zu verzichten.

Der Herbst bringt nicht nur bunte Blätter, sondern auch saftige Preiserhöhungen bei Versicherungen. Rund sieben Prozent mehr werden Autofahrer im kommenden Jahr für ihre Kfz-Policen zahlen müssen, wie „tagesschau.de“ berichtet.

Gleichzeitig ziehen auch die Kosten für Wohngebäudeversicherungen spürbar an. Doch während nur etwa 15 Prozent aller Fahrzeughalter ihre Versicherung wechseln, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Vertragsdetails mehr denn je.

Preisexplosion bei Ersatzteilen

Die Gründe für die Kostenexplosion liegen auf der Hand: „Die Ersatzteilpreise sind seit 2015 um circa 80 Prozent gestiegen“, erklärt Saidi Sulilatu vom Verbraucherportal finanztip gegenüber „tagesschau.de“.

Moderne Fahrzeuge stecken voller Sensoren und Technik, die selbst bei kleinen Schäden komplett ausgetauscht werden müssen. Für die Versicherungsbranche entwickelt sich das Kfz-Segment dadurch zunehmend zum Verlustgeschäft – die logische Konsequenz sind höhere Prämien.

Smarte Spartricks statt Versicherungswechsel

Wer seine Versicherungskosten senken will, muss nicht zwingend den Anbieter wechseln. Eine clevere Option ist die Werkstattbindung. „Aber tatsächlich lohnt sich das in vielen Fällen schon“, erklärt ein Finanzexperte laut „tagesschau.de“. Die meisten Versicherer arbeiten mit qualifizierten Partnerwerkstätten zusammen, die ordentliche Arbeit leisten.

Auch ein höherer Selbstbehalt kann die Prämie deutlich reduzieren. „Mein Tipp wäre, dass man in den aktuellen Tarif erst einmal einen Selbstbehalt einzieht“, rät eine Verbraucherschützerin laut „tagesschau.de“. Mit Selbstbeteiligungen von 500 bis 1.000 Euro lassen sich die jährlichen Kosten erheblich drücken.

Vorsicht bei Gebäudeversicherungen

Bei Wohngebäudeversicherungen ist besondere Vorsicht geboten. Durch den Klimawandel haben sich die Risiken für Extremwetterereignisse vervielfacht. Ein Wechsel ist hier nicht immer ratsam, da die Preisunterschiede zwischen Anbietern geringer ausfallen als bei Kfz-Policen.

Besonders wichtig: Nicht jeden kleinen Schaden melden. „Aber auch kleine Schäden berechtigen die Versicherung nach dem Schadensfall zu kündigen“, warnt eine Expertin laut „tagesschau.de“. Wer einmal gekündigt wurde, findet nur schwer einen neuen Versicherer – keine Assekuranz ist verpflichtet, einen Vertrag anzubieten.

Business Punk Check

Der Versicherungsmarkt steckt in einer Transformation, die kaum jemand auf dem Schirm hat. Während alle über Digitalisierung und InsurTechs sprechen, vollzieht sich im Hintergrund eine knallharte Marktbereinigung. Die Wahrheit ist: Versicherungen verdienen an Kfz-Policen kaum noch Geld. Die Folge? Höhere Prämien, strengere Risikoprüfungen und weniger Kulanz bei Schäden.

Für Verbraucher bedeutet das: Die Zeit der Schnäppchenjagd ist vorbei. Statt dem günstigsten Anbieter hinterherzulaufen, sollten Smart Spender jetzt auf langfristige Strategien setzen. Ein höherer Selbstbehalt von 1.000 Euro kombiniert mit einer Werkstattbindung kann die Prämie um bis zu 30 Prozent senken. Gleichzeitig gilt: Wer kleine Schäden selbst trägt, behält seinen Schadensfreiheitsrabatt und vermeidet das Kündigungsrisiko. Die klügste Strategie ist nicht mehr der jährliche Wechsel, sondern das strategische Optimieren der bestehenden Police.

Häufig gestellte Fragen

  • Ab welcher Schadenshöhe lohnt sich eine Meldung an die Versicherung wirklich?
    Bei Schäden unter 1.000 Euro sollte man zweimal überlegen. Die Gefahr einer Kündigung und der Verlust des Schadensfreiheitsrabatts können langfristig teurer sein als die einmalige Reparatur aus eigener Tasche.
  • Wie viel kann man mit einer Werkstattbindung tatsächlich sparen?
    Je nach Anbieter sind 10-20% Ersparnis möglich. Wichtig: Vorab prüfen, welche Partnerwerkstätten in der Nähe liegen und wie deren Bewertungen ausfallen.
  • Welche Versicherungsoptionen sollten angesichts des Klimawandels bei Gebäudeversicherungen nicht eingespart werden?
    Elementarschadenschutz ist mittlerweile unverzichtbar. Starkregen, Überschwemmungen und Stürme nehmen zu – hier zu sparen kann existenzbedrohend werden.
  • Wie wirkt sich die Preisexplosion bei Ersatzteilen auf den Gebrauchtwagenmarkt aus?
    Fahrzeuge mit einfacher Technik und günstigen Ersatzteilen werden attraktiver. Bei Neuwagenkauf lohnt ein Blick auf die Versicherungseinstufung und Reparaturfreundlichkeit.
  • Wann ist der optimale Zeitpunkt, um Versicherungskonditionen neu zu verhandeln?
    Nicht erst bei der Kündigungsfrist im November, sondern nach etwa zwei Jahren Vertragslaufzeit. Dann haben Versicherer ein Interesse, treue Kunden zu halten und bieten oft bessere Konditionen.

Quellen: „tagesschau.de“

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