Finance & Freedom Mehr Rente für alle – ganz ohne Steuergeld? Ökonom legt radikalen Plan vor

Mehr Rente für alle – ganz ohne Steuergeld? Ökonom legt radikalen Plan vor

Jung sein zahlt sich aus

Der Plan funktioniert besonders gut für jüngere Menschen, die vom Zinseszinseffekt profitieren. Drei Beispiele aus Werdings Studie verdeutlichen den potenziellen Gewinn:

Eine 30-jährige Versicherungskauffrau könnte ihre monatliche Gesamtrente um bis zu 544 Euro steigern – von 1572 Euro (mit Haltelinie) auf 2033 Euro, wenn sie in Kapitalmarktprodukte mit acht Prozent Rendite investiert.

Am stärksten profitiert ein 20-jähriger Friseur: Seine Rente könnte von 1248 Euro (mit Haltelinie) auf 1596 Euro anwachsen – ein Plus von 348 Euro monatlich durch den längeren Anlagezeitraum.

Selbst ein 40-jähriger Geschäftsführer könnte seine Rente noch um 131 Euro auf 3900 Euro monatlich erhöhen.

Riester-Alternative gesucht

Die in die Kritik geratene Riester-Rente soll durch einfachere und kostengünstigere Modelle ersetzt werden. Eine Möglichkeit wäre ein steuerlich gefördertes Altersvorsorgedepot, wie es die FDP vorgeschlagen hat. Die Nachfrage scheint vorhanden: 58,1 Prozent der Berufstätigen geben an, dass sie durch ein staatlich gefördertes Depot eher Wertpapiere für die Altersvorsorge nutzen würden.

Automatische Teilnahme als Schlüssel zum Erfolg

Damit möglichst viele Menschen von der zusätzlichen Vorsorge profitieren, fordert Christof Quiring von Fidelity International ein verpflichtendes „Auto-Enrolment“-Modell: Beschäftigte würden automatisch in eine betriebliche Altersversorgung aufgenommen und müssten aktiv widersprechen, wenn sie nicht teilnehmen wollen.

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