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Frauenpower im Vorstand: Ein Blick auf die aktuellen Zahlen

Frauenpower im Vorstand: Ein Blick auf die aktuellen Zahlen
Foto von Dane Deaner auf Unsplash
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Aktualisiert
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Unter dem Titel „Weibliche Vorstände: An der Spitze ist es einsam“ hat die Allbright Stiftung kürzlich eine Studie veröffentlicht, die einen interessanten Einblick in die Fortschritte und Herausforderungen für Frauen in Führungspositionen deutscher Unternehmen bietet. Die Zahlen sind vielversprechend, aber es gibt noch einiges zu tun.

Die neueste Untersuchung, die den Zeitraum von September 2022 bis September 2023 abdeckt, zeigt, dass immerhin 37 Prozent der neu besetzten Vorstandspositionen in den 160 größten an der Frankfurter Börse notierten Unternehmen von Frauen übernommen wurden. Das ist definitiv ein Fortschritt, der nicht übersehen werden sollte. Inzwischen haben 94 Unternehmen weibliche Vorstandsmitglieder, im Vergleich zu 66 Unternehmen ohne.

Dennoch bleibt der Gesamtfrauenanteil in den Vorständen mit 17,4 Prozent noch immer hinter den Erwartungen zurück. Eine interessante Feststellung der Studie ist, dass von diesen 94 Unternehmen ganze 71 nur eine einzige Frau im Vorstand haben. Die Einsamkeit an der Spitze ist also für viele weibliche Führungskräfte noch immer Realität.

Ein Blick über den Tellerrand zeigt, dass Deutschland im internationalen Vergleich noch Nachholbedarf hat. Während in den USA 32,6 Prozent der Vorstandspositionen in den 40 größten Unternehmen von Frauen besetzt sind, liegt Deutschland mit 23,2 Prozent im DAX deutlich hinter Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Schweden zurück.

Die Allbright Stiftung hebt hervor, dass ein substanzieller Frauenanteil in Vorständen notwendig ist, um eine echte Veränderung in der Unternehmenskultur zu erreichen. Einige Unternehmen wie Allianz, Beiersdorf, Deutsche Telekom, Mercedes Benz und Zalando werden als Vorreiter mit einem relativ hohen Frauenanteil genannt. Dennoch zeigt der Bericht auch, dass in den absoluten Führungspositionen, wie den Vorstands- oder Aufsichtsratsvorsitzen, der Männeranteil immer noch bei etwa 96 Prozent liegt.

Es ist also klar, dass Fortschritte gemacht werden, aber es bleibt ein langer Weg, um die Geschlechterungleichheit an der Spitze zu überwinden. Die Studie unterstreicht die Bedeutung kontinuierlicher Bemühungen, um sicherzustellen, dass Frauen in Führungspositionen nicht nur die Ausnahme, sondern die Regel werden. Unternehmen sind gefordert, hier aktiv zu handeln und sich für eine vielfältige und inklusive Führungsebene einzusetzen.

Link zur Studie: https://www.allbright-stiftung.de/spitze

Belinda Tessari

Meet Belinda Tessari - die kreative Bachelor-Absolventin hat einen Hintergrund im Startup-Ökosystem und unterstützt nun das Team vom Business Punk. Ihre Themenschwerpunkte liegen in den Bereichen Karriere, New Work, Sustainability und Lifestyle.