Green & Generation Plastikflut, Cash-4-Trash und ein Umdenken von unten – Wie Sven Jacobi den Ozean retten will 

Plastikflut, Cash-4-Trash und ein Umdenken von unten – Wie Sven Jacobi den Ozean retten will 

Welche Geschichte aus Ihrer Arbeit bei MBRC hat Sie besonders berührt und inspiriert, weiterzumachen? 

Es gab zwei Momente, die ich nie vergessen werde. Das erste unvergessliches Erlebnis hatte ich während einer Reise nach Indonesien. Nach einem unserer MBRC-Bildungstage rannte ein Kind direkt zu seinem Vater und bat ihn eindringlich, keine PET-Flaschen mehr ins Wasser zu werfen. Das ist Impact generationen-reverse. Dieser Moment hat mir gezeigt, wie tief unsere Arbeit Menschen – besonders Kinder – erreicht und wie wichtig es ist, früh ein Bewusstsein für Umweltschutz zu schaffen. Das zweite unvergesslich Erlebnis hatte ich auf Komodo Island wo eine Frau zu mir kam und mich umarmte. Unser Local Ambassador erklärte mir später, das sie sich bei mir bedanken wollte, da sie durch unser Cash-4-Trash Programm jetzt Ihre Tochter zur Schule schicken kann. Solche Erlebnisse bestärken mich darin, weiterzumachen und unsere Mission mit voller Überzeugung voranzutreiben.

Wenn Sie eine Botschaft an alle Plastikproduzenten weltweit richten könnten, wie würde diese lauten? 

Plastik ist ein Wertstoff. Es kann Leben retten aber auch zerstören. Es gibt leider für viele Bereiche noch keine Alternativen und genau da sollte Regierungen, Verbände und Plastikproduzenten Verantwortung übernehmen. Die Entwickelt nachhaltiger Alternativen muss der Fokus sein. Recycling ist nicht die Endlösung aber aktuell die beste Alternative. 

Wo sehen Sie MBRC the ocean in fünf oder zehn Jahren, und welche großen Träume haben Sie noch für Ihre Organisation? 

Ich sehe MBRC als Plattform für alle die dem Ozean helfen möchten. In fünf bis zehn Jahren sehe ich MBRC als globale Bewegung, die Millionen von Menschen mobilisiert.

Was wäre Ihrer Meinung nach notwendig, um die globale Plastikverschmutzung nachhaltig zu stoppen – können Organisationen wie MBRC das alleine schaffen, oder brauchen wir einen Paradigmenwechsel auf politischer und wirtschaftlicher Ebene? 

Ein Umdenken auf politischer und wirtschaftlicher Ebene ist unerlässlich. NGOs können viel bewegen, aber ohne gesetzliche Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Verantwortung wird der Wandel nicht nachhaltig sein. 

Was wäre Ihr Appell an Konsumenten in reichen Ländern, um ihren Einfluss auf die Plastikflut zu minimieren? 

Rezyklat statt Virgin-Plastik. Reduziert euren Plastikkonsum bewusst, unterstützt nachhaltige Unternehmen und setzt euch für Umweltschutz ein. Jeder Kauf ist ein Statement für oder gegen Umweltschutz.  

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