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Life-Hacks: So kommt ihr (fast) unbeschadet durchs Festivalwochenende

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Lesezeit4 Min · 763 Wörter

Die Festivalsaison ist schon im vollen Gange. Und damit ihr für die bevorstehenden Festivals bestens vorbereitet seid, habe ich mich – selbstlos wie ich bin – auf das Splash-Festival begeben, um für euch die wichtigsten Punkte, die ihr auf einem Festival beachten solltet, zu dokumentieren. Und vielleicht auch, weil ich Hip-Hop ein kleines bisschen geil finde.

#1 Seid pünktlich da

Klar, das Splash dieses Jahr war nicht mein erstes Festival und eigentlich weiß wirklich jede*r, wie voll die Campingplätze auf Festivals werden. Doch die kurze Anreise und kleine Anzahl von nur drei Personen – sprich einem Zelt – hat uns dazu bewegt, erst kurz vor knapp auf dem Campinggelände aufzutauchen.

Der große Vorteil: Wir konnten ohne Anstehen einchecken. Der große Nachteil: Es war so gut wie kein Platz mehr da. Selbst Hühner aus der Bodenhaltung besitzen mehr Freiraum als das Campinggelände auf Festivals. Deshalb: Ganz egal, ob ihr nur ein Zelt oder ein ganzes Campinglager im Gepäck habt, seid früh genug da. Ein Platz direkt am Durchgang ist wirklich keine gute Alternative zu früherem Anreisen. Wirklich nicht.

#2 Checkt euer Zelt

Solltet ihr schon jahrelang mit dem gleichen Zelt eure Festivalreise antreten, dann ist dieser Tipp für euch überflüssig. Für alle anderen, die mit einem nagelneuen Zelt auf den Campingplatz gehen ein ernst- und wohlgemeinter Tipp: Checkt euer Zelt vor dem Festival.

Nur weil drei Personen auf dem Zelt drauf steht, bedeutet das noch lange nicht, dass drei ausgewachsene Personen plus Gepäck in diesem Zelt Platz finden. Wer also nicht so auf kuscheln mit Freunden und dem Reiserucksack steht, sollte im Vorhinein ausprobieren, ob das Zelt wirklich groß genug für alle ist.

#3 Die Bauchtasche ist euer bester Freund

Spätestens seit es die Bauchtasche auf Catwalks und andere Fashionshows geschafft hat, gibt es wirklich keinen Grund mehr, sie nicht bei sich zu tragen. Vor ein paar Jahren wurdet ihr mit der Bauchtasche vielleicht noch belächelt, aber jeder Trend kommt zurück, so auch die Bauchtasche.

Das ist auch gut so, denn durch die Bauchtasche kannst du immer alle wichtigen Gegenstände und Karten bei dir haben. Ganz ohne volle Taschen und immer bereit für den nächsten Moshpit. Packe fürs Festival also unbedingt eine Bauchtasche ein. So reduzierst du die Wahrscheinlichkeit wichtiges zu verlieren auf ein Minimum.

#4 Lasst euch vom Festival treiben

Natürlich gibt es auf jedem Festival Acts, die man unbedingt sehen möchte. Ohne gute Acts wäre ein Festival auch irgendwie nicht das, was es sein sollte. Plant aber auf keinen Fall zu viel Programm im Voraus, denn am Ende kommt alles anders als ihr denkt. Und das ist auch gut so! Das Festivalleben ist unplanbar und genau das macht das Festival aus.

Eure Zeltnachbarn laden euch zum Bier-Pong spielen ein, obwohl ihr gerade zu irgendeinem völlig überbewerteten Nachmittagsprogrammpunkt gehen wolltet? Dann spielt lieber Bier-Pong mit euren Zeltnachbarn. Die Musik auf der einen Stage hört sich besser an als die eures*r vermeintlichen Lieblingskünstler*in? Dann wechsle die Stage und freut euch, dass ihr eine*n neue*n Lieblingsmusiker*in habt.

#5 Holt euch Gaffer Tape

Ich mach es kurz und schmerzlos, denn selbst MacGyver hatte immer eins dabei. Gaffer Tape rettet euch in vielen Situationen den Arsch. Egal ob instabiler Pavillon oder Loch im Zelt: Gaffer fixt alles. Packt Gaffer auf eurer Packliste.

#6 Nehmt euern Müll wieder mit

Der letzte Tipp hilft euch zwar nicht dabei das Festival zu überstehen, es hilft der Umwelt aber bis zum nächsten Jahr zu überstehen. Viele Festivalveranstalter weisen mittlerweile ihre Besucher darauf hin, ihren Müll wieder mitzunehmen.

Auf dem Splash gab es beispielsweise eine Green-Camp-Area. Dort wurde beim Check-in darauf hingewiesen sich umweltfreundlich zu verhalten, seinen Müll zu trennen und zu versorgen. Und tatsächlich: Der Unterschied zwischen der Green-Camp-Area und des normalen Campings war enorm. Während auf dem normalen Camping massenhaft leere Bierdosen und sonstiger Müll lag, sah das Green-Camp sehr viel aufgeräumter aus.

Viel schöner wäre es doch, wenn es keine abgetrennten Bereiche für nachhaltiges Camping bräuchte, sondern alle gemeinsam dafür sorgen, dass das Campinggelände sauber bleibt. Und nicht hunderte von Zelten und Pavillons nach dem Wochenende auf den Feldern liegen bleiben.

Vergesst also nicht genügend Mülltüten einzupacken, oder auf dem Festival zu organisieren. Damit sich die Natur nach ein paar Tagen Trubel besser erholen kann. Und damit wir im nächsten Jahr gemeinsam wieder auf den Festivals dieses Landes feiern können. Ganz ohne schlechtes Gewissen.

Michael Gnahm

Michael studiert Marketingkommunikation, weil er es mit klassischen Studiengängen wie Wirtschaftswissenschaften einfach nicht so hat. In den Journalismus ist er zufällig reingestolpert und mittlerweile voll in Love. In seiner Freizeit hört er gerne musikalische Kunstwerke aus dem Bereich des deutschen Sprechgesangs. Also komm ins Café, wir müssen reden!