Luxus im Weltraum: Astronauten tragen Prada! Erste Fashion-Show auf dem Mond
Es ist nur ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Fashion-Industrie. Bei der ersten Mondlandung am 21. Juli 1969 hatte Neil Armstrong neben seinen legendären Worten noch die amerikanische Flagge dabei, die seitdem auf unserer Umlaufbahn kreist. Bei der nächsten Mond-Mission bringen die Astronauten etwas mehr Stoff mit: nämlich exklusive italienische Luxusmode. Ein kleiner Fashion-Gruß an alle Außerirdischen. Das Traditionshaus Prada stattet ab jetzt offiziell die Astronauten aus. Die Kosten für den Space-Anzug: galaktische 3,5 Milliarden Dollar!
„Houston, wir haben ein Problem!“ Der Notruf der US-Raumfahrtbehörde NASA wurde im Juni 2022 abgesetzt. Die brisante Botschaft in ferne Galaxien: Unsere Astronauten können wir zum Mond schicken, aber so uncool, wie die aussehen, geht es nicht weiter. Die letzte Mondlandung ist schließlich schon über 50 Jahre her – und seitdem hat niemand mehr den Kleiderschrank im Mission Control Center durchgeschaut.
Am 14. Dezember 1972 gegen 5:40 Uhr Ortszeit verließen Harrison Schmitt und Eugene Cernan damals als Abschiedsmenschen den Erdtrabanten: „Wenn Gott es will, werden wir zurückkehren in Frieden und Hoffnung für die gesamte Menschheit“. Famous last words. Aber was niemand will: dass wir in den alten Klamotten zurückkehren.
Out of Space bedeutet ja nicht gleich out of Fashion! Und eine anständige Mond-Mission muss heutzutage ja auch richtig inszeniert werden. Es reicht nicht mehr, wie früher einen Schwarz-Weiß-Fernseher aufzustellen und die ganze Erdbevölkerung schaut gebannt zu.
Bedeutet: Der Mond, Rakete, Shuttle, Anzüge – alles muss TikTok-gerecht aufbereitet werden. Die Bilder müssen auf Instagram und YouTube funktionieren. Da werden die Astronauten keine Schritte mehr für die Menschheit machen, sondern TikTok-Tänze auf der Mondoberfläche. Was sie dabei tragen werden? Klar: fancy Moon Boots.
Die Aufmerksamkeitsspanne auf TikTok beträgt aktuell 0,4 Sekunden. In exakt dieser Zeitspanne entscheiden die User, ob sie an der Mission teilnehmen oder zum nächsten Spaß-Planeten swipen. Es geht um Reels im Raketentempo.
Der Termin steht, das Outfit auch: Im September 2026 startet die Artemis 3 Mission zum Mond. Wie die NASA am Mittwoch beim Internationalen Astronautenkongress in Mailand verkündete, wird das italienische Fashionhaus Prada die Astronauten ausstatten. Von wegen: Nur der Teufel trägt Prada…
Der Teufel steckt hier im Detail: Ein Raumanzug ist mehr als ein Fashion-Piece. Es ist ein Lebenserhaltungssystem in einem Umfeld, in dem kein Leben möglich ist.
Die Temperaturen auf dem Mond schwanken von 130 Grad am Tag bis zu minus 160 Grad in der Nacht. Der Prada-Stoff darf weder schwitzen noch frieren. Bis zu acht Stunden müssen Astronauten darin außerhalb der Raumstation arbeiten. Und der Mondstaub ist scharfkantig.
Die erste Fashionshow auf dem Mond verspricht also: Hochentwickelte Funktionalität trifft auf höchste Ästhetik. 3,5 Milliarden Dollar hat die NASA dafür ausgeschrieben. Prada schneidert damit die teuersten Anzüge des Universums.
Warum fiel die Wahl ausgerechnet auf Prada? Das Mailänder Luxuslabel (1913 gegründet, Umsatz 4,7 Milliarden Euro) hat sich im Segelsport ein besonderes Know-how angeeignet. Seit 1999 ist Prada beim America‘s Cup dabei und hat dafür Segeltücher entwickelt, die extrem belastbar sind.
Jetzt segelt Prada in anderen Sphären und schließt dafür eine mehrjährige Partnerschaft mit dem US-Raumfahrtunternehmen Axiom Space aus Texas, dem führenden Anbieter für bemannte Raumflüge und Raumfahrtstrukturen.
Bei der Präsentation der Space-Suits am Mittwoch brauchten Fashion-Liebhaber gleich mal ein Sauerstoffgerät: Das ist ein Style vom anderen Stern! Kein Influencer, der die 384.400 Kilometer zum Mond nicht am liebsten mitfliegen würde.
„Über unsere Grenzen hinauszugehen, ist ein zentraler Wert unseres Unternehmens und spiegelt den Geist der Marke Prada sowie die Vision meiner Eltern wider“, sagt Lorenzo Bertelli, der Sohn der Designkönigin Miuccia Prada und Firmenpatron Patrizio Bertelli. Ein leidenschaftlicher Rennfahrer. Die Modeplattform Business of Fashion kürte ihn gerade zum „Prince of Prada“. Jetzt wird er Space-Cowboy.
„Heute markiert einen bedeutenden Schritt auf dem Weg, Menschen wieder auf die Oberfläche des Mondes zurückzubringen“, meint Russell Ralston, Executive Vice President von Axiom.
Spannendes Fashion-Detail: Die Prada-Raumanzüge sind unisex! Denn 2026 wird zum ersten Mal eine Frau auf dem Mond spazieren. Und wir hören sie schon sagen: „Ein kleiner Schritt für eine Frau, aber ein riesiger Schritt für die Gleichberechtigung…“
Die neue Mond-Mission ist ein Raketenantrieb für die gesamte Luxus-Industrie. Auf der Erde brechen die Umsätze weg, vor allem in China und Japan. Selbst LVMH, der größte Luxus-Konzern der Welt und ewige Gewinner, meldete diese Woche ungewohnte Quartalseinbrüche von bis zu minus 5 Prozent.
Neue Umsatz-Planeten müssen her: Das französische Modehaus Pierre Cardin designt Trainingsanzüge für die Europäische Weltraumagentur. Die Hilton Hotelgruppe arbeitet mit Voyager Space am Interior für eine neue Weltraumstation mit 5-Sterne-Suiten für die Crew.
Houston an Mission Control: Der Style-Countdown läuft…