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Netflix startet „Playground“: Neue Spiele-App speziell für Kinder

Netflix startet „Playground“: Neue Spiele-App speziell für Kinder
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Netflix erweitert sein Angebot und bringt mit „Playground“ eine eigene Spiele-App für Kinder an den Start. Die Plattform kommt ohne Werbung und In-App-Käufe aus und ist bereits in mehreren Ländern verfügbar. Ziel ist es, Unterhaltung und interaktives Lernen in einer sicheren Umgebung zu verbinden.

Netflix setzt stärker auf Kinder-Gaming

Der Streaming-Anbieter Netflix baut sein Engagement im Gaming-Bereich weiter aus und präsentiert mit „Netflix Playground“ eine neue, eigenständige App für Kinder. Die Anwendung richtet sich speziell an junge Nutzer bis acht Jahre und ist Teil eines bestehenden Netflix-Abonnements – ganz ohne zusätzliche Kosten, Werbung oder In-App-Käufe. Zum Start bietet die App eine stetig wachsende Auswahl an Spielen, die auf bekannten Kinderformaten basieren. Damit will Netflix eine Brücke zwischen passivem Konsum und interaktivem Erleben schlagen.

In Deutschland ist Netflix Playground ab dem 28. April 2026 verfügbar. Bis dahin läuft der Start zunächst nur in ausgewählten Ländern wie den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, den Philippinen und Neuseeland.

Bekannte Figuren, spielerisches Lernen

Zum Launch stehen mehrere Titel zur Verfügung, die auf beliebten Serienfiguren basieren. Dazu gehört etwa „Playtime With Peppa Pig“, bei dem Kinder spielerische Aktivitäten in Peppas Welt erleben können. Ein weiteres Beispiel ist ein „Sesame Street“-Spiel, das Fähigkeiten wie Gedächtnis und Koordination fördert. Weitere Inhalte wie „Let’s Color“, „Storybots“ oder „Bad Dinosaurs“ ergänzen das Angebot. Laut Netflix soll die App Kindern ermöglichen, ihre Lieblingscharaktere nicht nur zu sehen, sondern aktiv mit ihnen zu interagieren.

Offline-Nutzung als großer Vorteil

Ein zentrales Feature der App ist die Offline-Funktionalität. Spiele können ohne Internetverbindung genutzt werden, was Netflix gezielt als Vorteil für Reisen oder alltägliche Situationen wie Einkäufe hervorhebt. Zum Start ist „Netflix Playground“ in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, den Philippinen und Neuseeland verfügbar. Der weltweite Rollout ist für den 28. April geplant. Die App erscheint sowohl für iOS- als auch für Android-Geräte.

Gaming-Strategie im Wandel

Netflix hatte bereits 2021 den Einstieg ins Gaming angekündigt, musste seine ambitionierten Pläne jedoch zuletzt zurückfahren. Mehrere Spieleprojekte blieben hinter den Erwartungen zurück, und auch interne Studios wurden geschlossen. Parallel experimentiert das Unternehmen mit neuen Ansätzen, etwa Spielen für den Fernseher wie Varianten von „Tetris“ oder „Pictionary“. Zudem bleibt Cloud-Gaming ein langfristiges Ziel, befindet sich jedoch noch in einer frühen Entwicklungsphase. Mit „Playground“ richtet sich Netflix nun gezielt an eine junge Zielgruppe – und setzt dabei auf sichere, einfache und interaktive Unterhaltung für Familien.

Günther Suchy

Günther Suchy ist bei Business Punk Head of Digital Editorial. Daneben ist er Professor für Kommunikation und Journalismus an der Duale Hochschule Baden-Württemberg am Campus Ravensburg – also einer, der die Medienwelt nicht nur lehrt, sondern lebt. Der promovierte Volkswirt kennt den Journalismus und die digitalen Medien jenseits des Elfenbeinturms: Er leitet das Hochschulradio „Das kleine U-Boot“, baut crossmediale Ausbildungs- und Produktionsformate auf und hält dabei immer den Finger am Puls der Branche. Bevor er an die Hochschule nach Ravensburg kam, war Suchy unter anderem in der Unternehmenskommunikation von MAN und in leitenden Funktionen digitaler Medienprojekte tätig – sowie als Online-Redaktionsleiter der Automotive-Formate bei Motorvision (DSF). Seine Lehr- und Forschungsprojekte bringen ihn immer wieder in die Welt hinaus: Nach China, Chile, Marokko oder Bhutan, wo er 2024 und 2025 am Royal Thimpu College lehrte und das Nationale Olympische Komitee zum Thema „Nachhaltigkeitskommunikation im Sport“ beriet. An der Universität Durban in Südafrika gibt er Seminare zum Thema "Green Startups". Zwischen Subkultur, Startup-Mindset und System fühlt er sich zu Hause – und genau aus dieser Perspektive schreibt er für Business Punk.