Play hard wie der Terminator: Wenn Arnold Schwarzenegger zur Poker-Night lädt
Hasta la vista, ihr Business Punks! Es gibt Partys, die sind wie für Social Media gemacht und sehen auf Instagram meist 100 Mal heißer aus, als sie in Wirklichkeit waren. Und es gibt Partys, die so krass sind, dass erst gar keine Fotos gepostet werden dürfen. Nach dem Motto: „What happens in Los Angeles, stays in Los Angeles…“ Wie jetzt bei Arnold Schwarzenegger. Er hat zu seiner legendären Poker-Night geladen. Wohin? Zu sich nach Hause. Play hard wie der Terminator. Business Punk war dabei…
Auf dem Weg zu Arnold Schwarzenegger wird der Uber-Fahrer zum Hollywood-Reiseführer: „That‘s Drake‘s place!“ Aha. „And the villa? It’s all Tom Brady’s.“ Nette Nachbarschaft also. Die relevantesten Musiker unserer Zeit, die Ikonen des Sports und Entertainments: Hier wohnen sie also. Es ist eine der Gated Communities in Brentwood, Los Angeles. Interessant eigentlich, dass es solche Wohngebiete in Deutschland noch nicht gibt, wo eine ganze Nachbarschaft hinter einem eleganten Zaun liegt und Wächter, die wie Police Officers aussehen, erst minutenlang die Ausweise kontrollieren und mit den Anwohnern gegenchecken, ob man auch wirklich angemeldet ist, ehe sie das Metallgitter langsam auffahren lassen. Eine eigene Welt in der Welt. Safe place next level.
Die Poker-Night, die geheimste Party Kaliforniens. No photos, no videos please! Es ist das private Anwesen vom Terminator und Governator. Kein Glücksspiel. Glück hat nur, wer auf der Gästeliste steht. Wer einen Platz am Pokertisch ergattern will, zahlt 50.000 Dollar Startgeld. Jeder Cent geht in das sogenannte After-School All-Stars-Programm. 2003 hat Arnold die Non-Profit-Organisation gegründet. Seine Vision: Schulkinder, die kein sicheres Zuhause haben, eine Betreuung zu geben, damit sie nicht auf der Straße landen, sich Gangs anschließen oder mit Drogen handeln. Bis heute hat Schwarzenegger dafür 1,5 Milliarden Dollar zusammengebracht.
Aktuell werden 118.000 Schüler von Atlanta, San Diego bis Dallas betreut. Kinder aus einkommensschwachen Familien bekommen kostenfreie Nachhilfe und Stipendien. Es gibt Community Center und Summer Camps in 75 Städten. Und kostenfreies gesundes Lunch.
An diesem Abend steigt die Spendensumme weiter an. 75 Gäste stehen auf der Liste. Sie pokern und ersteigern exklusive Arnold-Momente. Ein Work-out mit ihm im legendären Gold‘s Gym in Venice: 150.000 Dollar. Eine Fahrt mit ihm in seinem privaten Panzer, den er tatsächlich auf seinem Landsitz im Valley stehen hat? Eigentlich etwas, das money can’t buy. Für die Charity macht Schwarzenegger die Ausnahme: Das höchste Gebot gewinnt. 500.000 Dollar! And sold. Selbst seinen neuen Humidor, der aussieht, als wäre er exklusiv dem White House nachempfunden und mit 300 Zigarren ausgestattet, verkauft er. Für 200.000 Dollar. Wenn‘s um den guten Zweck geht, geht Schwarzenegger all in.
Ein Gast aus Deutschland sagt mir aufgeregt, dass er gleich mitbieten wolle: 20.000 Euro sei er bereit zu geben. „Für Deutschland“, wie er sagt. Ich versichere ihm, dass er für 20.000 Euro hier gar nichts bekommen wird. Und behalte recht. Jedes Mindestgebot geht höher.
Wenn 75 Menschen an einem Sonnabend im Privatgarten sitzen und mal eben 6,8 Millionen Dollar spenden: Dann weiß man, dass man in Hollywood ist. Die Taschen sind hier so groß wie der American Dream.
Danny DeVito kommt, längst eine Legende. So klein und doch so groß. Ein Gigant im Business. „Mein Zwillingsbruder“, wie Arnold lachend durch seinen Garten ruft: „Nur unsere Mutter kann uns unterscheiden…“
Arnold und seine Freunde: Sylvester Stallone unterstützt das All-Stars-After-School-Programm genauso wie ein Nicolas Cage oder Jason Statham. Dolph Lundgren ist da, der Cast seiner Nr. 1 Netflix-Serie FUBAR, Schauspieler Tom Arnold, Investoren, Unternehmer, CEOs, Milliardäre, Millionäre und mächtige Manager von U2 bis Billie Eilish.
Arnold stellt schon zur Begrüßung klar: „Don‘t call me the self-made man. Ohne die Hilfe von Hunderten und Tausenden hätte ich das nicht geschafft.“
Dresscode bei all den Hochkarätern: Arnold-Style. Er liebt das Oktoberfest. Alle kommen in Tracht und Dirndl – so schwer es für einige auch sein mag, damit aus dem Sportwagen zu klettern.
Champagner zur Feier des Tages? No way. Hollywoods Gastro-Ikone Wolfgang Puck macht das Catering höchstpersönlich. Er schlägt ein Fass Bier an, serviert Schweinsbraten. Es gibt Gin von Dr. Dre und Snoop Dogg und Lobos 1707 Tequila, in den LeBron James und Arnold Schwarzenegger privat investiert haben. Eine Nummer kleiner gibt es hier nicht.
Heimliche Stars des Abends: Whiskey & Lulu, Esel und Pony von Arnold Schwarzenegger. Die beiden laufen wie selbstverständlich zu den Gästen. Auch sie sind längst fame hier. Ebenso wie Schnelly, Arnolds Hausschwein.
Hauptpreis bei der Poker-Night übrigens: Eine Audemars Piguet im Wert von 215.000 Dollar. Und was macht der Gewinner damit? Er gibt sie gleich weiter in die Charity zum Versteigern. Großes Kino!
Play it like Arnold: Ein Event ohne Instagram – aber mit so viel Impact.