Positive Denker, volle Konten: Warum Optimisten mehr Geld zur Seite legen
Die Forscher liefern auch eine Erklärung, warum Wohlhabende weniger vom Optimismus-Effekt profitieren: Bei höheren Einkommen erfolgt das Sparen häufig automatisiert und mit weniger bewusster Anstrengung. Dadurch spielen psychologische Faktoren wie die persönliche Einstellung eine untergeordnete Rolle.
Persönlichkeit und Finanzen
Die Untersuchung beschränkte sich nicht nur auf Optimismus. Auch andere Charaktereigenschaften wurden unter die Lupe genommen: Gewissenhaftigkeit, Geselligkeit, Verträglichkeit (also Kooperationsbereitschaft und Mitgefühl), emotionale Labilität und Offenheit. Doch keine dieser Eigenschaften zeigte einen so deutlichen Zusammenhang mit dem Sparverhalten wie die grundsätzlich positive Lebenseinstellung.
Die Erkenntnisse legen nahe, dass finanzielle Bildung allein nicht ausreicht, um Menschen zu erfolgreichen Sparern zu machen. Vielmehr könnte die Förderung einer optimistischen Grundhaltung – besonders bei einkommensschwachen Gruppen – ein wichtiger Hebel sein, um finanzielle Resilienz zu stärken.