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Rolex Perpetual Padellone: Die Lust an der Komplikation

Rolex Perpetual Padellone: Die Lust an der Komplikation
Rolex
Erschienen
Lesezeit2 Min · 463 Wörter

Rolex ist schon bei Sportuhr, Taucheruhr, GMT und Chronograph ziemlich gut. Also so gut, dass man einen weltweiten Marktanteil im Luxusuhrensegment von rund 30 % hat. Jetzt nehmen sich die Genfer mit dem Jahreskalender mit Mondphase auch den Markt der anspruchsvollen Komplikationen vor. Und wie. Die neue Perpetual Padellone ist schön, technisch aufwendig, einfach zu bedienen – und für diese Liga bemerkenswert fair kalkuliert.

Von Wolfgang Winter

Wenn schon, denn schon, denkt man sich bei Rolex und setzt mit der neuen, am 15. September 2026 vorgestellten Rolex Perpetual Padellone gleich ein großes Ausrufezeichen. Denn die neue 39 mm große Padellone kombiniert Jahreskalender, Wochentag, Monatsanzeige und Zeigerdatum mit einer Mondphasenanzeige aus Meteoritgestein und ist damit die bislang komplizierteste mechanische Rolex.

Die große Pfanne ist zurück

Die optische Vorlage stammt aus den frühen 1950er-Jahren. Damals wurde die Referenz 8171 wegen ihrer seinerzeit stattlichen 38 Millimeter von italienischen Sammlern als „Padellone“, also große Pfanne, verspottet, gehörte zu den seltenen Modellen und wurde bald eingestellt. Heute gehört die Rolex Padellone zu den gesuchtesten Rolex-Modellen, und Sammler zahlen für sehr gut erhaltene Vintage-Modelle sechsstellige Beträge.

Hightech statt Retro-Show

Die neue Padellone ist jedoch beileibe kein Retro-Zitat. Vielmehr zeigt sich unter dem Glasboden der Gehäuse aus Everose-Gold oder Platin innovative Werktechnik. Das neue automatische Kaliber 7190 arbeitet mit fünf Hertz, besitzt Dynapulse-Hemmung, Siliziumspirale und Keramik-Unruhwelle und bietet trotz Kalendermechanik beachtliche 66 Stunden Gangreserve.

30 Patente für einen Kalender

Glanzstück des Werks ist der neu konzipierte, mit 30 Patenten ausgestattete Jahreskalender. Sein Haplos-System unterscheidet zwischen Monaten mit 30 und 31 Tagen, benötigt nur einmal jährlich – Ende Februar – eine manuelle Korrektur und schaltet Datum, Wochentag und Monat um Mitternacht augenblicklich weiter. Statt des schleichenden Kalenderwechsels geht das nun im Sprung, und selbst Korrekturen sind jederzeit möglich.

Ein Stück Weltall fürs Handgelenk

Auch die Gestaltung der Mondanzeige geht eigene Wege: Eine vollständig sichtbare, blau emaillierte Scheibe trägt zwei Monde aus Meteorit, Vollmond und Neumond, und benötigt rechnerisch erst nach 122 Jahren eine Korrektur um einen Tag.

Und dann kommt der Preis

56.700 Euro kostet die Everose-Gold-Version am Lederband, 63.800 Euro die Platinversion. Wer auch noch das neue Settimo-Goldarmband will, liegt bei 69.600 Euro. Das ist im Vergleich zu einer sportlichen Rolex aus Stahl viel Geld. Im Umfeld komplizierter Golduhren der etablierten Haute-Horlogerie-Marken ist es die immer gleiche Rolex-Botschaft: Wo Rolex mitspielt, will Rolex bestimmen. Einziger Painpoint wird ein anderer sein: Wie um Himmels willen komme ich an eine Padellone ran!

Weitere Infos unter

https://www.uhrenkosmos.com/rolex-padellone-neulancierung-die-10-key-facts/

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