Startup & Scaling Startup-Powerplay: Migranten treiben Deutschlands Unicorn-Boom

Startup-Powerplay: Migranten treiben Deutschlands Unicorn-Boom

Willkommensgefälle zwischen West und Ost

Die gesellschaftliche Offenheit gegenüber Menschen mit Migrationsgeschichte variiert in Deutschland erheblich. Insgesamt bewerten 55 Prozent der Befragten diesen Aspekt positiv – mit deutlichen regionalen Unterschieden. Köln (74 Prozent), Berlin (71 Prozent) und München (61 Prozent) werden als besonders weltoffene Hotspots wahrgenommen.

Ostdeutschland hingegen kämpft mit einem Akzeptanzproblem: Nur 27 Prozent der Befragten bewerten die Region als offen. Eine bemerkenswerte Ausnahme bildet Leipzig, das von 62 Prozent der Gründer als besonders weltoffen hervorgehoben wird.

„Die Zahlen zeigen klar: Wenn Deutschland für internationale Gründerinnen und Gründer attraktiv bleiben will, muss sich etwas ändern. Wir brauchen dringend bessere Rahmenbedingungen – schnellere Visa-Prozesse, mehrsprachige Angebote und ein internationales Mindset“, fordert Magdalena Oehl. „Wenn wir zu sehr im eigenen Saft schmoren, verspielen wir unsere Chance.“

Zukunftsfähigkeit braucht Diversität

Der Wettbewerb um die klügsten Köpfe ist global – und Deutschland droht ins Hintertreffen zu geraten. Die Studienergebnisse verdeutlichen, dass migrantische Gründer nicht nur ein Nice-to-have, sondern ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor sind. Besonders in Zukunftsbranchen wie KI, Klimatechnologie und Biotech wird internationale Expertise zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Die Weichen müssen jetzt gestellt werden: Schnellere Visa-Verfahren, mehrsprachige Behördenstrukturen und ein grundlegender Mentalitätswandel in der Verwaltung sind überfällig. Während andere Standorte mit Hochdruck um internationale Talente werben, verharrt Deutschland zu oft in bürokratischen Prozessen.

Die Botschaft des Monitors ist unmissverständlich: Wer die Innovationskraft des Landes stärken will, muss die Hürden für internationale Gründer abbauen. Andernfalls werden die nächsten Unicorns nicht in Berlin oder München entstehen, sondern in Singapur, Tallinn oder London – mit entsprechenden Konsequenzen für Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Innovationskraft.

Quelle: t3n.de

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