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Status, Zugang, Trump: Wie der US-Präsident um Superreiche wirbt

Donald Trump erfindet eine Art Einreisevisum für die USA, das nur die erhalten, die viel Geld zahlen
Shutterstock Donald Trump erfindet eine Art Einreisevisum für die USA, das nur die erhalten, die viel Geld zahlen
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Donald Trump erfindet eine Art Einreisevisum für die USA, das nur die erhalten, die viel Geld zahlen: Es ist ein kreditkartengroße, goldene Plastikkarte, die von seinem Porträt geschmückt wird.

In einer Welt, in der Staatsoberhäupter zumeist posthum in Bronze gegossen oder auf Briefmarken verewigt werden, macht Donald Trump nicht mit. Mal wieder.  Er präsentiert sich als lebende Marke auf einer goldenen Plastikkarte – der sogenannten „Trump Gold Card“.

Auf der Website trumpcard.gov wirbt er damit, dass gegen Zahlung von mindestens einer Million Dollar ein exklusives Aufenthaltsrecht in den USA winkt. Die Zielgruppe ist klar definiert: wohlhabende Ausländer mit Affinität für Aufenthaltsrecht und Statussymbol, kein klassisches Einwanderungsprogramm, sondern eine luxuriöse Zugangslösung mit Trumps Konterfei, der Freiheitsstatue und dem Slogan „Unlock life in America“. Für das Zielsegment – globale Superreiche – trifft das Produkt den Nerv: Status, Zugang, Trump.

Rechtlich steht das Vorhaben auf wackeligen Beinen – ein Präsident kann nicht allein ein neues Visums- oder Aufenthaltsprogramm etablieren, ohne Kongress und Gesetzgeber. Die Botschaft: Nicht Amerika wirbt um die Superreichen – sondern Trump macht es. Trump feiert nicht das Land, sondern sich selbst: Marke statt Amt, Person statt Politik. Die Trump Gold Card könnte einschlagen – und wenn nicht für einwandernde Superreiche, dann zumindest als Statement und als Medien-Beobachtungsobjekt.

Portrait Oliver Stock

Oliver Stock

Oliver Stock ist Herausgeber und Chefredakteur von Business Punk. Der studierte Volkswirt und Historiker sowie Autor mehrerer Bücher und Blogger (https://einbisschenbesser.de/) kennt die Welt der Politik, der Startups und der Unternehmen: Als Journalist arbeitet der 1965 in Hannover geborene Stock für focus online, die Schweizer Weltwoche und den Börsianer aus Wien. Er war Vize-Chef bei der Wirtschaftswoche und 16 Jahre beim Handelsblatt, als Korrespondent in Zürich, als Chef der Finanzzeitung in Frankfurt und die letzten fünf davon als Anführer von Handelsblatt online. Als Kommunikationschef von Ergo, Sprecher im Wirtschaftsministerium und Startup-Mitgründer kennt er auch die andere Seite.