Tech & Trends 350-Milliarden-Bewertung in Sicht: Google pumpt Milliarden in KI-Startup Anthropic

350-Milliarden-Bewertung in Sicht: Google pumpt Milliarden in KI-Startup Anthropic

Google plant massive Investitionen in Anthropic, die den KI-Entwickler auf eine Bewertung von 350 Milliarden Dollar katapultieren könnten. Der Tech-Gigant verstärkt damit seinen Einsatz im KI-Wettrennen gegen OpenAI.

Der KI-Wettkampf der Tech-Giganten erreicht neue Dimensionen. Google bereitet offenbar eine enorme Finanzspritze für das KI-Startup Anthropic vor. Die Bewertung könnte dabei auf über 350 Milliarden Dollar steigen, wie „Benzinga“ unter Berufung auf einen Bericht von „Business Insider“ meldet. Die Verhandlungen laufen noch, konkrete Zahlen stehen nicht fest.

Google verdichtet sein KI-Netzwerk

Google hatte bereits im Januar 2025 mehr als eine Milliarde Dollar in Anthropic investiert.

Im Oktober folgte dann ein Cloud-Computing-Deal im zweistelligen Milliardenbereich. Laut „Benzinga“ soll die neue Investition verschiedene Formen annehmen können – von zusätzlichen Cloud-Diensten über Wandelanleihen bis hin zu einer klassischen Finanzierungsrunde Anfang nächsten Jahres.

Anthropics ambitionierte Wachstumsziele

Das von Google und Amazon unterstützte Startup plant, seinen Jahresumsatz bis zum nächsten Jahr nahezu zu verdreifachen.

Die Prognosen liegen bei über 20 Milliarden Dollar im Basisszenario und bis zu 26 Milliarden im Optimalszenario. Treiber dieser Entwicklung ist laut „Benzinga“ die starke Nachfrage von Unternehmenskunden.

Alphabet profitiert vom KI-Boom

Der Google-Mutterkonzern Alphabet verzeichnete im dritten Quartal ein Umsatzplus von 16 Prozent.

Besonders die Cloud-Sparte wuchs mit 34 Prozent auf 15,2 Milliarden Dollar stark. Diese Gewinne fließen direkt in die KI-Offensive des Konzerns. Die Alphabet-Aktie legte seit Jahresbeginn um 49,37 Prozent zu.

Business Punk Check

Der KI-Hype erreicht absurde Bewertungshöhen. 350 Milliarden Dollar für ein Unternehmen ohne fertiges Produkt? Zum Vergleich: Das ist mehr als der Wert von Disney und Netflix zusammen. Google kauft sich hier strategisch in die KI-Zukunft ein, während Microsoft mit OpenAI das gleiche Spiel treibt.

Die wahre Herausforderung: Keiner weiß, ob diese Milliarden-Wetten jemals die versprochenen Renditen bringen werden. Für Unternehmen bedeutet das: Nicht blind auf jeden KI-Zug aufspringen, sondern gezielt in Anwendungen investieren, die echten Mehrwert schaffen. Die Blase wird platzen – übrig bleiben werden die Lösungen mit echtem Business-Impact.

Häufig gestellte Fragen

  • Ist die 350-Milliarden-Bewertung von Anthropic gerechtfertigt?
    Die Bewertung erscheint überhöht, wenn man sie mit etablierten Unternehmen vergleicht. Sie spiegelt jedoch Googles strategische Notwendigkeit wider, im KI-Wettrennen nicht den Anschluss zu verlieren. Für Investoren bedeutet das: Vorsicht vor überhitzten KI-Bewertungen.
  • Welche konkreten KI-Produkte rechtfertigen solche Investitionen?
    Anthropics Claude-KI-Modelle zeigen beeindruckende Fähigkeiten, stehen aber noch am Anfang der kommerziellen Nutzung. Unternehmen sollten bei KI-Investitionen auf konkrete Anwendungsfälle und messbare ROI achten, statt auf Hype-getriebene Technologien zu setzen.
  • Wie sollten mittelständische Unternehmen auf diesen KI-Wettkampf reagieren?
    Statt den Tech-Giganten nachzueifern, sollten Mittelständler KI-Technologien identifizieren, die spezifische Geschäftsprobleme lösen. Beginnen Sie mit kleinen, messbaren Pilotprojekten und skalieren Sie nur bewährte Anwendungen.
  • Wann werden KI-Investitionen wie diese sich auszahlen?
    Der Zeithorizont für signifikante Renditen liegt bei 3-5 Jahren. Unternehmen sollten KI-Investments als langfristige Strategie betrachten und nicht auf kurzfristige Gewinne spekulieren.

Quellen: „Benzinga“

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