Tech & Trends 40 Milliarden verpufft: Zuckerbergs KI-Offensive kostet ihn Platz drei im Superreichen-Ranking

40 Milliarden verpufft: Zuckerbergs KI-Offensive kostet ihn Platz drei im Superreichen-Ranking

Meta-Chef Mark Zuckerberg setzt alles auf KI und verliert: Nach Ankündigung massiver Tech-Investitionen stürzt die Meta-Aktie ab – und mit ihr Zuckerbergs Platz im Milliardärs-Ranking.

Mark Zuckerbergs Vermögen schrumpft um Milliarden, während er sein Unternehmen auf Künstliche Intelligenz ausrichtet. Der Meta-Gründer ist auf den sechsten Platz der reichsten Menschen weltweit abgerutscht. Zuvor war er der drittreichste Mensch nach Elon Musk und dem Gründer von Oracle, Larry Ellison.

Grund: Eine aggressive KI-Investitionsstrategie, die bei Investoren für Skepsis sorgt – und ein problematisches Werbegeschäft im Hintergrund.

KI-Offensive kostet Milliarden

Meta plant Kapitalinvestitionen von bis zu 72 Milliarden Dollar allein in diesem Jahr, wie laut „t-online“ bekannt wurde. Für 2026 kündigte das Unternehmen sogar „erheblich höhere“ Ausgaben an, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Diese Ankündigung ließ die Meta-Aktie im New Yorker Handel um zwölf Prozent einbrechen. Zuckerberg erklärte in einer Analystenkonferenz, Meta wolle bei der verfügbaren Rechenleistung für KI-Anwendungen führungsstark werden. Der Konzern baue seine Rechenzentren-Kapazität „aggressiv“ aus, so „t-online“.

Fragwürdiges Werbegeschäft im Fokus

Während Meta massiv in KI investiert, wirft ein anderer Aspekt des Geschäftsmodells Fragen auf. Wie „finanznachrichten.de“ berichtet, stammen etwa zehn Prozent der Werbeeinnahmen – rund 16 Milliarden Dollar – aus Anzeigen für betrügerische Produkte und verbotene Waren.

Diese Enthüllungen haben nicht nur zum Aktienkursrückgang beigetragen, sondern auch Regulierungsbehörden auf den Plan gerufen. Laut „it-boltwise“ waren Meta-Produkte 2023 in 54 Prozent aller zahlungsbezogenen Betrugsfälle verwickelt – mehr als doppelt so viel wie bei allen anderen sozialen Plattformen zusammen.

Tech-Wettrüsten mit unklarem Ausgang

Zuckerbergs Ambitionen gehen weit über das aktuelle Geschäft hinaus. Er will Konkurrenten wie OpenAI, Google und Elon Musks xAI bei Künstlicher Intelligenz überholen. Dafür wirbt er Experten mit außergewöhnlich hohen Angeboten ab, wie „t-online“ berichtet.

Die Finanzierung dieser Tech-Offensive soll durch Metas wachsendes Werbegeschäft gesichert werden. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 26 Prozent auf über 51 Milliarden Dollar. Täglich nutzen 3,54 Milliarden Menschen mindestens eine Meta-App – allein Instagram kommt auf drei Milliarden tägliche Nutzer.

Business Punk Check

Zuckerbergs KI-Wette ist ein klassisches High-Risk-Game: Er setzt 72 Milliarden Dollar gegen etablierte KI-Platzhirsche wie OpenAI und Google. Die Rechnung könnte aufgehen – oder spektakulär scheitern. Was Investoren wirklich nervös macht: Meta hat kein klares KI-Monetarisierungsmodell vorgelegt. Während OpenAI mit ChatGPT bereits Einnahmen generiert, bleibt Metas Strategie nebulös.

Dazu kommt die Abhängigkeit von fragwürdigen Werbeeinnahmen – ein regulatorischer Albtraum, der jederzeit explodieren kann. Für Tech-Entscheider bedeutet das: Metas KI-Tools könnten zwar leistungsstark werden, aber die Plattform bleibt ein Risiko-Investment. Wer auf KI-Infrastruktur setzen will, sollte diversifizieren statt alles auf Zuckerbergs Vision zu setzen.

Häufig gestellte Fragen

  • Sind Metas KI-Investitionen von 72 Milliarden Dollar gerechtfertigt?
    Die Investitionen könnten sich langfristig auszahlen, wenn Meta ein funktionierendes Monetarisierungsmodell entwickelt. Aktuell fehlt jedoch ein klarer Fahrplan, wie die KI-Technologien Einnahmen generieren sollen – anders als bei Konkurrenten wie OpenAI mit ChatGPT.
  • Wie sollten Unternehmen auf Metas KI-Offensive reagieren?
    Unternehmen sollten Metas KI-Tools testen, aber ihre Technologie-Strategie diversifizieren. Eine zu starke Abhängigkeit von einer einzelnen Plattform birgt erhebliche Risiken, besonders angesichts der regulatorischen Unsicherheiten rund um Meta.
  • Welche Auswirkungen haben die fragwürdigen Werbeeinnahmen auf Metas KI-Zukunft?
    Die problematischen Werbeeinnahmen könnten zu verstärkter Regulierung führen und Metas Ressourcen von KI-Entwicklungen abziehen. Unternehmen sollten dieses Risiko bei ihrer Plattformwahl berücksichtigen und Alternativen in Betracht ziehen.
  • Lohnt sich für Entwickler der Einstieg in Metas KI-Ökosystem?
    Entwickler sollten Metas KI-Plattform als eine von mehreren Optionen betrachten. Die massive Rechenleistung bietet Potenzial, aber die unsichere Zukunft und mögliche Regulierungsrisiken sprechen für eine Multi-Plattform-Strategie statt einer Exklusivbindung.
  • Wann könnte sich Metas KI-Investment auszahlen?
    Mit einem Return on Investment ist frühestens in 3-5 Jahren zu rechnen. Unternehmen sollten beobachten, ob Meta in den nächsten 12-18 Monaten konkrete KI-Monetarisierungsmodelle vorstellt – dies wäre ein positives Signal für langfristige Partnerschaften.

Quellen: „t-online“, „finanznachrichten.de“, „it-boltwise“

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