Tech & Trends Digitaler Denkzettel: ChatGPT erinnert an eigene Gehirnleistung

Digitaler Denkzettel: ChatGPT erinnert an eigene Gehirnleistung

OpenAI rüstet ChatGPT mit Features gegen übermäßige Nutzung auf. Studien zeigen: Zu viel KI-Nutzung könnte kognitive Fähigkeiten beeinträchtigen. Der Chatbot soll künftig Pausen vorschlagen und zum eigenständigen Denken anregen.

Die künstliche Intelligenz, die uns das Denken abnimmt, könnte uns langfristig tatsächlich das Denken verlernen lassen. Eine aktuelle Studie belegt, dass regelmäßige Nutzung von KI-Chatbots zur Unterforderung des Gehirns führt, wie „Computerbild“ berichtet.

Die Folge: kognitive Einschränkungen bei intensiven Nutzern. Selbst OpenAI, Entwickler des Marktführers ChatGPT, scheint diese Gefahr zu erkennen und reagiert mit überraschenden Maßnahmen.

Digitale Entgiftung per KI-Vorschlag

OpenAI führt nun Features ein, die an die Screen-Time-Warnungen von Social-Media-Plattformen erinnern – allerdings mit tiefergehendem Ansatz. Laut „Computerbild“ wird ChatGPT künftig nach längeren Gesprächssessions aktiv vorschlagen, eine Pause einzulegen. Das System erkennt, wann Nutzer zu lange am Stück mit der KI interagieren und schlägt dann eine Unterbrechung vor.

Besonders bemerkenswert: Die KI soll künftig auch emotionale Zustände erkennen können. Wirkt ein User mental angeschlagen oder sucht er Rat bei persönlichen Problemen, reagiert das System mit angepassten Antworten. Wie „Computerbild“ berichtet, will OpenAI verhindern, dass Menschen existenzielle Entscheidungen an Algorithmen outsourcen.

Vom Orakel zum Sparringspartner

Der Paradigmenwechsel ist deutlich: ChatGPT soll nicht mehr als allwissender Ratgeber fungieren, sondern als Gedankenstütze. Ein typisches Beispiel, das laut „Computerbild“ von OpenAI selbst genannt wird: Fragt jemand, ob er sich von seinem Partner trennen sollte, liefert die KI keine direkte Antwort mehr.

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