Tech & Trends Europa braucht einen Pflichtverteidiger. Doch der hat es gerade schwer

Europa braucht einen Pflichtverteidiger. Doch der hat es gerade schwer

Dazu kommen aktuelle Ungereimtheiten: Zum Beispiel in Rumänien bekleckert sich Ursula von der Leyen gerade nicht mit Ruhm. Bei den Wahlen Anfang des Monats hatte dort im ersten Wahlgang ein EU-kritischer Kandidat gesiegt. Das oberste Gericht des Landes annullierte die Wahl, angeblich hatte es russische Einflussnahme über Tiktok-Videos gegeben. Von der Leyen begrüßte das, und die EU leitete ein Verfahren gegen Tiktok ein. Es sieht so aus, als traue sie den Rumänen nicht selbst die Entscheidung zu, wer für sie der beste Präsident sein könnte.

Aber es ist nicht das ganze Europa, das dadurch in Misskredit gerät, muss ich als Pflichtverteidiger feststellen. Ich denke an meine Eltern, beide noch im Krieg geboren. Der Großvater ist erst im Osten schwer verwundet worden und dann wieder zusammengeflickt im Westen in Gefangenschaft geraten. Heute gehören beide Orte, die sein Schicksal besiegelten, zu einer Friedensgemeinschaft namens EU, deren Reihen auch weitgehend geschlossen sind, wenn es um die Unterstützung für die Ukraine geht. Es gibt sichere und unsicherer Kantonisten in der EU, aber die Rebellen, wie UK sind ausgetreten. Die EU ist eine Gemeinschaft, die einst tief verfeindete Nationen geeint hat.

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