Tech & Trends Google strikes back: Die KI-Lösung Gemini frisst ChatGPTs Marktanteile

Google strikes back: Die KI-Lösung Gemini frisst ChatGPTs Marktanteile

Googles KI-Offensive zeigt Wirkung: Gemini hat seinen Marktanteil innerhalb eines Jahres vervierfacht, während ChatGPT massiv Nutzer verliert. Die Börse belohnt Alphabets Aufholjagd mit Kursexplosion.

Der KI-Markt erlebt einen dramatischen Machtwechsel wenn es nach AI Traffic lauf Similarweb geht. Innerhalb von nur zwölf Monaten hat Google mit seinem KI-Modell Gemini den Marktanteil von mageren 5,7 Prozent auf beeindruckende 21,5 Prozent katapultiert. Gleichzeitig schmilzt die einst dominante Position von ChatGPT wie Eis in der Sonne – von 86,7 Prozent auf 64,5 Prozent. Linear betrachtet könnte Google bei diesem Tempo den Pionier OpenAI noch in diesem Jahr überholen.

Die Aufholjagd des Suchgiganten

Was Alphabet hier abliefert, ist bemerkenswert. Während der Konzern anfangs mit seinem Vorgänger Bard noch Schwierigkeiten hatte, scheint Gemini nun den richtigen Nerv zu treffen. „Noch nie ist ein Google-Produkt so schnell weiterentwickelt worden, so schnell über alle Produkte und Plattformen ausgerollt und so massiv in den Mittelpunkt gestellt worden“, berichtet „googlewatchblog.de“.

Die Strategie ist klar: Gemini wird in nahezu jedes Google-Produkt integriert – von der Websuche über Gmail bis zu den Pixel-Smartphones. Besonders in der zweiten Jahreshälfte 2025 legte Gemini einen Sprint hin. Dabei profitiert Google von seinem riesigen Ökosystem. Wer Google-Dienste nutzt, kommt an Gemini kaum vorbei. Diese Omnipräsenz zahlt sich aus.

ChatGPT unter Druck

OpenAIs Vorzeigeprodukt ChatGPT bleibt zwar Marktführer, doch der Vorsprung schmilzt rapide. Besonders alarmierend für OpenAI: Der Absturz beschleunigt sich. In den letzten sechs Monaten verlor ChatGPT fast 15 Prozentpunkte Marktanteil, wie Analysen von „trendingtopics.eu“ zeigen. Der First-Mover-Vorteil, von dem ChatGPT lange zehrte, verblasst zunehmend.

Dabei stehen die Marktanteile nur für die reinen ChatBot-Anwendungen. Zählt man die Integration von Gemini in Google-Dienste hinzu, dürfte Google bereits die Nase vorn haben. Dazu gehören weitere Gemini-Kontakte wie etwa in der Websuche, in den Workspace-Apps, in NotebookLM und anderen Produkten.

Das Mittelfeld formiert sich

Während die beiden Giganten um die Vorherrschaft kämpfen, entsteht ein interessantes Mittelfeld. Elon Musks Grok konnte aus dem Stand 3,4 Prozent Marktanteil erobern – nicht zuletzt dank der Integration in die Social-Media-Plattform X.

Der chinesische Anbieter DeepSeek hält sich mit 3,7 Prozent, während der Suchdienst Perplexity bei 2,0 Prozent stagniert. Überraschend schwach präsentiert sich Microsoft mit seinem Copilot, der trotz der engen Verzahnung mit Windows und Office nur 1,1 Prozent Marktanteil erreicht. Auch Claude von Anthropic verharrt bei bescheidenen 2,0 Prozent – trotz massiver Investitionen von Amazon.

Börse feiert Googles KI-Erfolg

Die Wall Street hat Googles KI-Offensive längst eingepreist. Während die Alphabet-Aktie seit März 2025 um satte 85 Prozent zulegte, mussten sich Microsoft-Aktionäre mit 14 Prozent Wertzuwachs begnügen. Meta stagnierte in diesem Zeitraum sogar. Besonders beeindruckend: Allein in der zweiten Jahreshälfte 2025 schoss die Alphabet-Aktie um 80 Prozent nach oben und erreichte am 9. Januar 2026 mit 330,83 Dollar ein neues Allzeithoch.

Aktuelle Performance der drei großen, börsennotierten Firmen die LLMs entwickeln und anbieten. Gemini holt auf.
Aktienvergleich der großen, börsennotierten AI-Anbieter und der rasante Anstieg von Gemini.

„Google Pixel 10 Pro – Entsperrtes Android-Smartphone mit Gemini, Dreifach-Rückkamerasystem, 24+ Stunden Akku und 6,3-Zoll-Super-Actua-Display – Moonstone, 256 GB“, so lautet die Produktbeschreibung für Googles neuestes Flaggschiff-Smartphone, das Gemini prominent als Verkaufsargument nutzt. Die Integration der KI in Hardware wird für Google zunehmend zum Wettbewerbsvorteil.

Business Punk Check

Die KI-Blase hat einen klaren Gewinner: Google. Während alle über OpenAI und ChatGPT reden, hat Google still und effizient sein Ökosystem mobilisiert. Der Unterschied liegt in der Implementierung: ChatGPT ist ein isoliertes Tool, Gemini hingegen ein allgegenwärtiger Assistent, der in jedem Google-Produkt steckt. Für Unternehmen bedeutet das: Wer auf ChatGPT setzt, braucht eine separate Strategie. Wer Google-Dienste nutzt, bekommt Gemini automatisch dazu.

Die wahre Disruption findet nicht bei den Marktanteilen statt, sondern bei der Nutzererfahrung. Google integriert KI nahtlos in den Alltag, während andere noch isolierte KI-Inseln bauen. Entscheider sollten weniger auf KI-Hype achten und mehr auf Ökosystem-Integration. Die Frage ist nicht mehr, welche KI besser ist, sondern welche besser in bestehende Arbeitsabläufe passt. Google hat diese Lektion verstanden – und die Börse honoriert es.

Häufig gestellte Fragen

  • Warum gewinnt Google mit Gemini plötzlich so stark an Marktanteilen?
    Googles Erfolgsrezept ist die nahtlose Integration von Gemini in sein gesamtes Produktökosystem. Anders als ChatGPT, das als eigenständige Anwendung genutzt werden muss, begegnet Nutzern Gemini in Gmail, Google Docs, der Websuche und auf Pixel-Smartphones. Diese Omnipräsenz schafft Nutzungsanlässe und Gewöhnungseffekte.
  • Lohnt sich für Unternehmen jetzt der Wechsel von ChatGPT zu Gemini?
    Entscheidend ist nicht der Marktanteil, sondern die Integration in bestehende Workflows. Unternehmen, die bereits stark auf Google Workspace setzen, profitieren automatisch von Gemini. Wer hingegen spezifische KI-Anwendungen entwickelt hat, sollte die Wechselkosten genau kalkulieren. Oft ist ein hybrider Ansatz mit mehreren KI-Systemen sinnvoller als ein kompletter Wechsel.
  • Wie wird sich der KI-Markt bis Ende 2026 entwickeln?
    Die Konsolidierung wird sich beschleunigen. Statt vieler einzelner KI-Tools werden wir zunehmend integrierte KI-Ökosysteme sehen. Google und Microsoft werden ihre Plattformvorteile ausspielen, während spezialisierte Anbieter wie Anthropic in Nischen überleben können. Für OpenAI wird entscheidend sein, ob sie über Microsoft hinaus Integrationspartner finden.
  • Welche Investitionen in KI-Technologie sind jetzt sinnvoll?
    Statt in einzelne KI-Tools zu investieren, sollten Unternehmen auf Plattformen und Schnittstellen setzen, die verschiedene KI-Systeme integrieren können. Die wahren Gewinner werden nicht diejenigen sein, die die beste KI haben, sondern die, welche KI am nahtlosesten in Arbeitsprozesse einbinden. Investieren Sie in Mitarbeiterschulung und Prozessanpassung statt nur in Technologie.
  • Ist der Börsen-Hype um Alphabet gerechtfertigt oder droht eine Korrektur?
    Die 72-prozentige Kurssteigerung spiegelt reale Marktanteilsgewinne wider, geht aber über die aktuelle Ertragskraft hinaus. Entscheidend wird sein, ob Google die KI-Dominanz monetarisieren kann. Kurzfristige Korrekturen sind wahrscheinlich, langfristig spricht Googles Ökosystemvorteil aber für weiteres Wachstum – vorausgesetzt, regulatorische Eingriffe bleiben aus.

Quellen: googlewatchblog.de, trendingtopics.eu, Finanzen.net

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