Tech & Trends Musk macht Ernst: Neuralink funkt bereits direkt in 12 Gehirne

Musk macht Ernst: Neuralink funkt bereits direkt in 12 Gehirne

Wettlauf um die Hirn-Schnittstelle

Neuralink ist längst nicht allein im Rennen um funktionsfähige Brain-Computer-Interfaces. Weltweit arbeiten Dutzende Unternehmen an ähnlichen Technologien, die neurologische Signale in Computerbefehle umwandeln. Laut Nau wird die klinische Studie von Neuralink insgesamt sechs Jahre dauern – ein Zeitraum, in dem die Konkurrenz nicht schlafen wird.

Die Implantate sollen besonders Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Tetraplegie helfen. Allerdings bestehen weiterhin Bedenken bezüglich der Langzeitstabilität der Elektroden. Gewebeveränderungen im Gehirn, Narbenbildung und technische Probleme könnten die Signalqualität beeinträchtigen oder gesundheitliche Risiken verursachen.

Business Punk Check

Der Hype um Neuralinks Gehirnchips überdeckt knallharte Realitäten: Die Technologie steckt trotz beeindruckender Fortschritte noch in den Kinderschuhen. Die FDA-Bedenken wurden nicht ohne Grund geäußert. Während Musk medienwirksam Erfolge feiert, bleibt die entscheidende Frage nach der Langzeitstabilität der Implantate unbeantwortet. Narbenbildung und Gewebeveränderungen könnten die Signalqualität nach wenigen Jahren drastisch verschlechtern. Zudem fehlt ein tragfähiges Geschäftsmodell: Wer soll die voraussichtlich sechsstelligen Kosten pro Implantat tragen?

Krankenkassen? Privatpersonen? Für Early Adopters im Medizintechnik-Bereich bedeutet das: Beobachten ja, investieren nein. Die wahren Durchbrüche werden vermutlich von weniger bekannten, aber medizinisch fundierteren Unternehmen kommen.

Häufig gestellte Fragen

  • Wie realistisch ist Neuralinks Zeitplan für eine kommerzielle Markteinführung?
    Trotz der beeindruckenden Fortschritte ist eine breite Markteinführung vor 2030 unrealistisch. Die sechsjährige klinische Studie muss erst abgeschlossen und ausgewertet werden, bevor regulatorische Hürden überwunden werden können.
  • Welche Auswirkungen hat die Neuralink-Technologie auf etablierte Medizintechnik-Unternehmen?
    Etablierte Medizintechnik-Konzerne reagieren mit verstärkten Investitionen in eigene BCI-Forschung. Für den Mittelstand entstehen Chancen als Zulieferer für Spezialkomponenten wie biokompatible Materialien oder miniaturisierte Elektronik.
  • Wie sollten Investoren die Entwicklungen bei Neuralink bewerten?
    Statt direkt in das nicht börsennotierte Neuralink zu investieren, lohnt ein Blick auf spezialisierte Zulieferer für Implantattechnologie und Unternehmen mit Expertise in biokompatiblen Materialien. Diese profitieren vom BCI-Trend, tragen aber geringere regulatorische Risiken.
  • Welche ethischen Fragen müssen vor einer breiten Markteinführung geklärt werden?
    Die Datensicherheit der Gehirnsignale, Fragen des geistigen Eigentums an Gedanken und klare Grenzen zwischen medizinischer Notwendigkeit und Enhancement müssen rechtlich und ethisch geklärt werden, bevor die Technologie den Massenmarkt erreichen kann.

Quellen: „FAZ“, „n-tv“, „Tagesanzeiger“, „Nau“

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