Tech & Trends Studie überrascht: Viele Schüler fühlen sich durch KI im Unterricht dümmer

Studie überrascht: Viele Schüler fühlen sich durch KI im Unterricht dümmer

Eine umfassende Studie der Brookings Institution zeigt: KI-Nutzung im Unterricht steigt rasant, doch die Risiken überwiegen die Vorteile. Schüler befürchten selbst den Verlust kognitiver Fähigkeiten.

Die digitale Revolution rollt durch Klassenzimmer weltweit – mit unklarem Ausgang. Während Bildungsexperten und Tech-Enthusiasten die Potenziale von KI im Unterricht preisen, zeichnet eine aktuelle Langzeitstudie ein deutlich kritischeres Bild.

Das Center for Universal Education der Brookings Institution hat nach einjähriger Forschung mit über 500 Beteiligten in 50 Ländern ein alarmierendes Fazit gezogen: Die Risiken generativer KI für die Entwicklung junger Menschen überwiegen aktuell die Vorteile erheblich.

KI-Boom im Schulalltag

Der Einsatz künstlicher Intelligenz in amerikanischen Klassenzimmern hat einen bemerkenswerten Sprung gemacht. Während 2023 nur 34 Prozent der Lehrkräfte gelegentlich KI-Tools nutzten, stieg dieser Wert 2025 sprunghaft auf 61 Prozent, wie laut „t3n.de“ aus einer Erhebung des Edweek Research Centers hervorgeht. Treiber dieser Entwicklung sind verstärkte Fortbildungsmaßnahmen – jede zweite Lehrkraft absolvierte im vergangenen Jahr mindestens eine KI-Schulung.

Auch in Deutschland gewinnt der Trend an Fahrt. Das Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal erhielt 2025 den ersten KI-Schulpreis und 40.000 Euro Preisgeld für sein innovatives „KI-Gesamtkonzept“. Statt fertige Lösungen zu präsentieren, entwickelten die Lehrkräfte didaktische KI-Agenten, die durch gezielte Rückfragen das eigenständige Denken fördern sollen.

Digitale Denkfaulheit als Risiko

Was in Konzeptpapieren innovativ klingt, könnte in der Praxis problematische Nebenwirkungen haben. Die Brookings-Studie warnt eindringlich vor kognitiven Defiziten durch das Auslagern von Denkprozessen an KI-Systeme. Bemerkenswert: 65 Prozent der befragten Schüler teilen diese Sorge selbst. „Es ist einfach. Man muss sein Gehirn nicht „, zitiert „stern.de“ einen Schüler aus der Studie.

Die Forscher identifizierten mehrere Problemfelder: Kinder werden zu passiven Konsumenten vorgefertigter Antworten, übernehmen KI-Ergebnisse ungeprüft und entwickeln eine gefährliche Abhängigkeit. Besonders kritisch: Die permanente Verfügbarkeit und das konfliktfreie Verhalten der KI-Systeme untergraben den Erwerb sozialer Kompetenzen im Umgang mit schwierigen Situationen.

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