Tech & Trends Von Partner zu Konkurrent: Microsofts KI-Modelle als Kampfansage gegenüber Open AI?

Von Partner zu Konkurrent: Microsofts KI-Modelle als Kampfansage gegenüber Open AI?

Mit MAI-Voice-1 und MAI-1-preview präsentiert Microsoft erstmals hauseigene KI-Modelle – ein strategischer Schachzug, der die milliardenschwere Partnerschaft mit OpenAI in neuem Licht erscheinen lässt.

Microsoft macht Ernst im KI-Rennen und entwickelt erstmals eigene Sprachmodelle. Der Tech-Gigant stellte zwei selbst entwickelte KI-Systeme vor, die das Unternehmen unabhängiger von seinem wichtigsten KI-Partner OpenAI machen könnten.

Die Modelle MAI-Voice-1 für Sprachgenerierung und MAI-1-preview als Textmodell markieren einen strategischen Wendepunkt in Microsofts KI-Strategie. Während das Unternehmen bisher hauptsächlich auf OpenAIs GPT-Technologie für seinen Copilot-Assistenten setzte, zeigt dieser Schritt deutlich: Microsoft will ein zweites Standbein aufbauen.

Effizienz statt Gigantismus

Das Sprachmodell MAI-Voice-1 beeindruckt vor allem durch seine Effizienz. Laut „heise.de“ kann es auf nur einer GPU in weniger als einer Sekunde eine Minute Audiomaterial generieren. Das System kommt bereits in Microsofts Copilot Daily und Podcasts zum Einsatz. „Das KI-Modell MAI-Voice-1 liefere in Szenarien mit einem als auch mit mehreren Sprechern hochauflösende, ausdrucksstarke Audioqualität“, so das Unternehmen laut „the-decoder.de“.

Das zweite Modell, MAI-1-preview, ist Microsofts erstes „End-to-End-trainierte Basismodell von MAI“, wie „stadt-bremerhaven.de“ berichtet. Es wurde mit rund 15.000 Nvidia H100-GPUs trainiert – zum Vergleich: xAIs Grok benötigte mehr als 100.000 dieser Chips. Mustafa Suleyman, Chef der Microsoft AI-Abteilung, betont die Effizienz: „Man sollte keine Flops für Tokens verschwenden, die dem Modell nichts beibringen“, zitiert ihn „the-decoder.de“.

Strategische Unabhängigkeit von OpenAI

Die Timing der Ankündigung ist kein Zufall. Microsoft hat etwa 13 Milliarden US-Dollar in OpenAI investiert, wie „heise.de“ berichtet. Doch die Partnerschaft steht unter Spannung: OpenAI plant die Umwandlung von einer Non-Profit-Organisation in ein gewinnorientiertes Unternehmen und strebt nach mehr Eigenständigkeit.

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