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Telekom greift mit Perplexity und KI-Smartphone Apple und Google an

Die Telekom entwickelt ein Smartphone mit Perplexity als Partner.
Business Punk by AI Die Telekom entwickelt ein Smartphone mit Perplexity als Partner.
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Lesezeit3 Min · 689 Wörter

Die Deutsche Telekom entwickelt ein eigenes KI-Smartphone mit Perplexity und weiteren KI-Partnern. Das Gerät soll 2026 erscheinen und mit smarten Assistenzfunktionen punkten.

Die Telekom wagt einen mutigen Schritt in den von Apple und Google dominierten Smartphone-Markt. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona kündigte der Konzern ein eigenes KI-Smartphone an, das in Kooperation mit dem KI-Unternehmen Perplexity entwickelt wird.

Laut „Finanzen100“ soll das Gerät 2026 für unter 1.000 Euro auf den Markt kommen – ein ambitioniertes Projekt, mit dem die Telekom den direkten Draht zum Kunden zurückgewinnen will.

Die Telekom wird zum KI-Unternehmen

Die strategische Neuausrichtung ist deutlich: „Wir werden zu einem KI-Unternehmen“, betonte Vorstandsmitglied Claudia Nemat bei der Präsentation in Barcelona. Das geplante Smartphone soll dabei weit mehr sein als nur ein weiteres Endgerät.

Die Telekom setzt auf eine tiefe Integration von KI-Funktionen, die direkt in der Benutzeroberfläche verankert werden – beginnend beim Sperrbildschirm. Wie „trendingtopics“ berichtet, besteht zwischen der Deutsche-Telekom-Tochter Magenta und Perplexity in Österreich bereits eine Vertriebspartnerschaft, was die Wahl des Partners erklärt.

KI-Funktionen jenseits einfacher Sprachassistenten

Das KI-Smartphone wird mit Funktionen ausgestattet, die über einfache Suchanfragen hinausgehen.

Perplexity-CEO Aravind Srinivas erläuterte laut „Finanzen100“, dass das System aktiv Aufgaben übernehmen kann – etwa Flüge buchen, Termine vereinbaren oder Nachrichten versenden. Parallel dazu wird die „Magenta AI“ als separate Anwendung für bestehende T-Mobile-Kunden verfügbar sein.

Starke KI-Partner an Bord

Die Telekom hat sich für ihr KI-Phone ein beeindruckendes Ökosystem an Partnern gesichert. Neben Perplexity als Hauptpartner sind weitere KI-Spezialisten beteiligt:

  • Google Cloud AI ermöglicht Echtzeit-Objekterkennung mit der Smartphone-Kamera – praktisch beim Einkaufen, für Gebrauchsanleitungen oder zur sofortigen Übersetzung von Texten.
  • ElevenLabs wandelt verschiedene Inhalte wie Texte oder URLs in anspruchsvolle Podcasts um.
  • Picsart transformiert Selfies in verschiedene künstlerische Stile und erstellt personalisierte Bilder.

Die technische Integration erfolgt in enger Abstimmung mit den Partnern, um eine nahtlose Funktionalität zu gewährleisten. Konkrete Spezifikationen zur Hardware wurden bislang nicht veröffentlicht.

Business Punk Check

Die Telekom betritt ein Schlachtfeld, auf dem schon viele gescheitert sind. Der Smartphone-Markt ist extrem konsolidiert, und selbst Tech-Riesen wie Microsoft (Windows Phone) und Amazon (Fire Phone) sind hier krachend gescheitert. Der echte Mehrwert wird entscheiden: Kann die Telekom KI-Funktionen bieten, die wirklich nützlich sind und nicht nur Marketing-Buzzwords?

Die Partnerschaft mit Perplexity ist smart – als aufstrebender Google-Konkurrent bringt das Startup echte Such-Innovation. Dennoch: Die Telekom muss beweisen, dass sie nicht nur Netze betreiben, sondern auch Hardware und Software-Ökosysteme erschaffen kann. Die lange Entwicklungszeit bis 2026 ist dabei zweischneidig: Zeit für Perfektion, aber auch für die Konkurrenz, um ähnliche Funktionen zu integrieren.

Häufig gestellte Fragen

  • Kann die Telekom mit ihrem KI-Smartphone wirklich gegen Apple und Google bestehen?
    Die Chancen stehen besser als bei früheren Versuchen anderer Unternehmen, da die Telekom auf echten Mehrwert durch KI-Integration setzt, statt nur ein weiteres Android-Gerät zu produzieren. Entscheidend wird sein, ob die KI-Funktionen im Alltag tatsächlich nützlicher sind als bestehende Lösungen.
  • Welche KI-Funktionen bieten echten Mehrwert gegenüber aktuellen Smartphones?
    Die proaktive Aufgabenübernahme (Flugbuchungen, Terminvereinbarungen) und die nahtlose Integration in die Benutzeroberfläche könnten echte Differenzierungsmerkmale sein. Besonders die Echtzeit-Objekterkennung und die Podcast-Erstellung aus beliebigen Inhalten bieten Funktionen, die über aktuelle Smartphone-Fähigkeiten hinausgehen.
  • Ist 2026 nicht zu spät für den Markteintritt mit KI-Funktionen?
    Die lange Entwicklungszeit birgt tatsächlich das Risiko, dass Apple und Google ähnliche Funktionen bereits implementiert haben werden. Allerdings ermöglicht sie der Telekom auch, ein ausgereiftes Produkt zu entwickeln, statt einen halbfertigen Prototypen auf den Markt zu werfen.
  • Für wen lohnt sich ein Telekom-KI-Phone wirklich?
    Primär für intensive Nutzer von KI-Assistenten und Telekom-Kunden, die ein nahtloses Ökosystem suchen. Die Preisgestaltung unter 1.000 Euro positioniert das Gerät im Premium-Segment, aber unterhalb der Spitzenmodelle von Apple und Samsung – ein strategisch kluger Schritt.
  • Welche Rolle spielt Perplexity für den Erfolg des Projekts?
    Perplexity ist als aufstrebender Konkurrent zu Google und OpenAI entscheidend für den Erfolg. Ihre Suchfunktionen gelten als innovativer und kontextbezogener als klassische Suchmaschinen. Der Erfolg des Telekom-Smartphones wird maßgeblich davon abhängen, wie gut diese KI-Funktionen in den Alltag integriert werden können.

Quellen: Finanzen100, trendingtopics

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